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Diabetes mellitusDiabetes mellitus (bisweilen auch Zuckerkrankheit genannt) ist eine chronisch verlaufende Stoffwechselerkrankung, welche auf Grund eines Insulinmangels zu erhöhten Blutzuckerwerten führt. Insulinmangel des Körpers besteht, wenn die Bauchspeicheldrüse nicht ausreichend Insulin produzieren kann und/oder Insulin zwar gebildet wird, jedoch nicht wirken kann. Laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation wird die Zahl der DiabetikerInnen bis 2030 um rund 40 Prozent wachsen, das Ausmaß der Neuerkrankungen steigt also ständig an. Aktuelle Anmerkung: Diabetiker-Lebensmittel haben ihren Stellenwert verloren. 90 Prozent aller PatientInnen mit Diabetes in den Industrieländern sind Typ-II-Diabetiker, leiden also am sogenannten Alterszucker. Menschen mit Übergewicht (Adipositas) haben ein deutlich höheres Risiko für Altersdiabetes. Den verschiedenen Formen des Diabetes ist gemein, dass der Nüchtern-Blutzuckerwert konstant den oberen Normalwert von 7,0 mmol/l bzw. 126 mg/dl übersteigt. Jedoch sollten bereits Werte ab 5,6 mmol/l bzw. 100 mg/dl Anlass zur genaueren Abklärung geben (Oraler Glukose-Toleranztest). Hauptursachen der Diabetesentstehung: Ungesunde Lebensweise (üppige, fett- und zuckerreiche Ernährung, verbunden mit Bewegungsmangel) sowie familiäre Belastung.
Diabetesvorsorge bzw. Hilfe bei Diabetes mellitus
GefahrenWird Diabetes mellitus nicht oder nicht zufriedenstellend behandelt (z.B. gewählte Therapieform wirkt nicht ausreichend), führt dies zu diabetischen Gefäßschäden im menschlichen Körper: Nervensystem, Auge, Herz und Niere sind davon besonders betroffen und können unter anderem zu einer Vielzahl von Spätschäden und Komplikationen im Krankheitsverlauf führen.
Weitere mögliche Folgen von Diabetes mellitus: Erektionsprobleme bzw. erektile Dysfunktion (ED). Ebenso kann die Stoffwechsellage einer/s Diabeteskranken entgleisen und zu akuten Krisen führen, welche einer sofortigen Therapie bedürfen. Eine regelmäßige Überprüfung der Blutzuckerwerte ist daher unbedingt angeraten.
Diagnose / ErkennungszeichenMessungen des Nüchternblutzuckerwertes (NBZ) und ein oraler Glukose-Toleranztest (oGTT) sichern die Diagnose Diabetes mellitus. Weitere Untersuchungen, wie z.B. Bestimmung des Zuckerwertes im Harn oder diverser Stoffwechselparameter im Blut ergänzen die Diagnostik. Als Screening-Methode wird primär der NBZ festgestellt. Lassen Sie diesen einfachen Test jährlich im Rahmen einer Gesundenuntersuchung feststellen (Diabetes mellitus verläuft lange Zeit symptomlos, schädigt aber bereits Ihre Gefäße), bzw. immer dann, wenn folgende Symptome den Verdacht auf eine Zuckerkrankheit lenken.
Wesentlich ist ein frühzeitiges Erkennen erhöhter Blutzuckerwerte. TherapieBei leichten Formen von erhöhtem Blutzucker helfen folgende Maßnahmen, die Erkrankung an Typ-II-Diabetes aufzuhalten:
Ein manifester Diabetes mellitus macht darüber hinaus die Gabe von oralen Antidiabetika und/oder Insulin (per Injektion oder Insulinpumpe) erforderlich. In jedem Fall sind regelmäßig Blutzuckermessungen notwendig (beim Arzt, im Labor oder durch Blutzuckerselbstmessung), um Behandlungserfolge überprüfen bzw. notwendige Therapieoptimierungen frühzeitig durchführen zu können. Rehabilitation, Beratung, Informationen und Internet-TippIn Alland (westlich von Wien) befindet sich eine Rehabilitationsklinik für Menschen, die an Diabetes mellitus Typ I und Typ II (ohne und mit Organkomplikationen) bzw. an Metabolischem Syndrom leiden. Adresse: Sonderkrankenanstalt Rehabilitationszentrum Alland, 2534 Alland; Telefonnummer: 02258/2630-0. Homepage: www.ska-alland.at. Spezialisiert auf Diabetes-Rehabilitation ist auch die Rehab-Klinik in Bad Wimsbach-Neydharting. In Wien finden Betroffene und Angehörige Beratung und Hilfe unter anderem im Martha-Frühwirt-Zentrum für Medizinische Selbsthilfegruppen. Viele nützliche Informationen zum Thema Diabetes finden Sie auch auf der Homepage von Diabetes Austria: www.diabetes-austria.com. Stichwörter mit Diabetes-Bezug
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