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Höhenkrankheit

Die Höhenkrankheit tritt in Folge des verminderten Sauerstoffgehalts der Luft auf und kann bereits ab 2500 Meter vorkommen. Bei sehr raschem Aufstieg, z.B. bei einem Direktflug nach La Paz in Bolivien (liegt in 3600 Meter Höhe), kann man also durchaus bereits Symptome verspüren. Das Leitsymptom einer Höhenerkrankung ist der Kopfschmerz. Weiters können Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Appetitlosigkeit und Lethargie auftreten.

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Die schwere Form der Höhenkrankheit kann ab 3000 Meter auftreten und führt zu lebensbedrohlichen Veränderungen in der Lunge (Lungenödem bzw. Lungenwassersucht) und im Gehirn (Gehirnödem bzw. Gehirnschwellung). Die Warnzeichen eines sich entwickelnden Lungenödems sind Kurzatmigkeit (auch ohne Belastung), Husten (manchmal mit blutigem Auswurf) und starke Müdigkeit. Die Gehirnschwellung führt zu immer stärkeren Kopfschmerzen, Gangunsicherheit, verändertem Verhalten (oft aggressiv oder kindisch), Halluzinationen, Orientierungsschwäche, Verwirrtheit – und schließlich zum Koma. Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer Höhenkrankheit hängt weder mit dem Alter, noch mit dem Geschlecht oder der körperlichen Fitness zusammen. Vielmehr sind genetische Faktoren für die individuelle Höhenverträglichkeit verantwortlich.

Die wichtigste Vorbeugungsmaßnahme besteht in einem langsamen, schrittweisen Anstieg. Beim Höhenbergsteigen sollte die Schlafhöhe pro Tag um höchstens 300 Meter gesteigert werden. Alle drei Tage oder alle 1000 Höhenmeter sollte die Schlafhöhe zwei Nächte unverändert bleiben. Häufig werden diese Empfehlungen bei der Tourenplanung vernachlässigt – aus Kostengründen oder weil das Gelände es nicht zulässt. In solchen Fällen sollte unbedingt versucht werden, durch Aufenthalte in den österreichischen Bergen oder durch Intervall-Hypoxietraining bereits zu Hause eine Vorakklimatisierung zu erreichen. Im Einzelfall können Medikamente die Höhenanpassung erleichtern, dies muss aber unbedingt mit einem Höhenmediziner besprochen werden.

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