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Armut

Die Zahlen vom Jänner 2011 einer Untersuchung zur Armut in Österreich zeigen weiterhin ein beschämendes Bild: Mit einer Million Menschen sind 12 Prozent der ÖsterreicherInnen armutsgefährdet. Eine steigende Gefahr: .

1,4 Millionen Menschen sind von Ausgrenzung bedroht, d.h. sie sind entweder von materieller Armut betroffen, leben in einem Haushalt ohne oder mit geringer Erwerbstätigkeit oder leben unter dem europäischen Mindestlebensstandard. Darunter sind 320.000 Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren. Beinahe eine halbe Million Menschen sind manifest arm. Die höchste Armutsgefährdung haben Ein-Eltern-Haushalte, alleinlebende Pensionistinnen und Personen ohne österreichische Staatsbürgerschaft. 241.000 Menschen haben ein Einkommen unter der Armutsgefährdungsschwelle, obwohl sie erwerbstätig sind.

"Wenn man bedenkt, dass die neuen Zahlen auf den Ergebnissen der Löhne von 2008 basieren, die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise also noch gar nicht abgebildet sind, muss man umso alarmierter sein", warnt der Volkshilfe-Präsident Prof. Dr. Josef Weidenholzer. "Armutsbekämpfung muss zur obersten Priorität der Regierung werden. Dazu gehören existenzsichernde Löhne genauso wie eine materielle Mindestsicherung über der Armutsgefährdungsschwelle sowie leistbare qualitätsvolle Dienstleistungen."

Prof. Dr. Josef Weidenholzer
Foto: © Spiola, Volkshilfe Österreich

Besorgt zeigt sich Weidenholzer auch angesichts der von der Regierung beschlossenen Kürzungen im Bereich der Familien. "Statt bei Familien zu kürzen, wäre es wichtig, die Vermögenssteuern auf ein europäisches Niveau anzuheben und damit Investitionen im Bereich Pflege, Bildung und Gesundheit zu ermöglichen." Das Europäische Jahr zur Bekämpfung von Armut und Sozialer Ausgrenzung sei zu Ende, "doch der Kampf gegen Armut ist eine Daueraufgabe und muss weitergehen. Wenn das europäische Ziel bis zum Jahr 2020 Armut und soziale Ausgrenzung erheblich zu verringern, erreicht werden soll, dann müssen alle an einem Strang ziehen", so Weidenholzer abschließend.

Gibt es weiterhin steigende Inflationsraten, wird die Anzahl der Betroffenen noch weiter steigen. Vor allem Menschen in Pension zählen zur Gruppe der Hauptbetroffenen. Der Umbau unseres Sozialsystems geht mehr und mehr in Richtung Eigenvorsorge. Staatliche Einrichtungen sehen sich nur noch als "Basisversorger" (siehe auch Stichwort ). Um Altersarmut vorzubeugen, sollte man seine persönliche Vorsorge auf folgende Grundlagen stellen:

  • staatliche Grundpension
  • Nutzung von Betriebspensionskassen mit selbstbestimmter Beitragshöhe
  • private Eigenvorsorge
  • geringe Basiskosten anstreben (vor allem für Miete und Energie)
  • krisensichere Sparmethoden wählen

Bei bestehender Altersarmut ist man meist auf die Hilfe seiner Mitmenschen angewiesen (Freunde, Verwandte, kirchliche Stellen, Sozialhilfe- und ). Manchmal ist auch Hilfe aus Sozial-Finanztöpfen von jenen Vereinigungen zu akquirieren, bei denen man im aktiven Lebensabschnitt Mitglied war. Geht man als Pensionist ein Arbeitsverhältnis ein, sollte man sich von Mitarbeitern seiner Pensionskasse beraten lassen, um etwaige Nachteile bei der Pensionsauszahlung abzuwägen (siehe auch ).

Armut lindern helfen

Für Menschen mit größere finanzielle Reserven kann es ein sehr nobles Anliegen sein, sich diesbezüglich karitativ zu betätigen und Mitmenschen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Sehr effektive Wege für nachhaltige internationale Hilfe:

  • Fair Trade (je mehr Sie Fair-Trade-Produkte kaufen, um so mehr Betriebe werden in das Fair-Trade-Programm aufgenommen)
  • Yunus Centre (gegründet von Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus)
  • Volkshilfe Spendenkonto: PSK 90.175.000, BLZ 60.000; Homepage der Volkshilfe: www.volkshilfe.at.

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