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Alençon

2010 nahm die UNESCO das Kunsthandwerk der Nadel-Stickerei von Alençon (rund 28.000 Einwohner; ) in die Liste der immateriellen Kulturgüter auf. Diese Auszeichnung ist Anlass, eine fast vergessene Handwerkskunst und ihren Entstehungsort vorzustellen: Der Sonnenkönig Ludwig der XIV. liebte Luxus, Überfluss und Geld. So kam zu seiner Zeit auch die aufwendig hergestellte venezianische Nadelspitze in Mode. Diese wurde in die Kleidung der Aristokraten und des Klerus eingearbeitet.

Dem Sonnenkönig missfiel, dass das Geld für die teure Spitze nach Italien floss. So wurde auf sein Geheiß und unter der Leitung des Ministers J. B. Colbert eine Spitzenfabrik in Alençon errichtet. 30 Meister wurden aus Venedig in das normannische Alençon geholt. Die Besonderheit der Spitze ist die aufwendige Handarbeit mit Faden und Nadel. Je nach Motiv dauert die Herstellung eines Quadratzentimeters Spitze 10 bis 14 Arbeitsstunden.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Spitze von Alençon von der maschinell hergestellten Spitze verdrängt. In den sechziger Jahren entschied die französische Regierung dann, das kulturelle Erbe zu erhalten. So entstand 1980 das "Atelier de Dentelles" in Alençon. In dem "Musée des Beaux-Arts et de la Dentelle" ist die zweite Etage dem Thema Spitze gewidmet. Neben antiken Arbeiten ist beispielsweise auch ein spitzenbesetztes Brautkleid des Modedesigners Paco Rabanne ausgestellt.

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