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Bienengiftallergie

Mit dem Bienflug, Barfußgehen im Gras und dem Essen im Freien steigt das Risiko, von einer Biene, einer Wespe oder anderen Insekten gestochen zu werden. Für Menschen mit Bienengiftallergie kann das tödlich enden. Grund genug, immer ein Notfallset bei sich zu haben. Bienenstiche oder Wespenstiche (selbst mehrere) sind für gesunde Menschen ungefährlich. Bei BienenstichallergikerInnen jedoch können sie einen anaphylaktischen Schock auslösen, der zu Bewusstlosigkeit bis hin zum Tod führen kann.

Erste Hilfe bei Bienenstich

  • Sofort ein Antihistaminikum einnehmen (z.B. eines, das auch Menschen mit Heuschnupfen verabreicht bekommen).
  • Falls möglich, zusätzlich ein Kortisonmedikament einnehmen.
  • Wenn eine Schwellung des Kehlkopfs, Schwindel, Übelkeit und Engegefühl im Brustbereich auftreten, ist Gefahr in Verzug; dann sofort 122 (Euronotruf) oder (in Österreich und der Schweiz) 144 anrufen.
  • Am wirksamsten: Adrenalin als Fertigspritze (Autoinjektor).
  • Zusätzliche Maßnahmen: beengende Kleidunsstücke öffnen oder ausziehen, Beine und Oberkörper hochlagern (sogenannte Klappmesserposition).
  • Bei Bewusstlosigkeit: Seitenlage, Überwachung der Lebenszeichen.
  • Fehlen Lebenszeichen, mit Wiederbelebungmaßnahmen beginnen; siehe .

Deshalb sollten AllergikerInnen in der warmen Jahreszeit immer ihre Notfallmedikamente, vor allem Adrenalin, mit dabei haben. Eine Behandlung mit spezifischer Immuntherapie (SIT) bietet darüber hinaus langfristigen und nahezu hunderprozentigen Schutz vor der gefährlichen allergischen Überreaktion des Körpers. Auf gibt es umfassende Information und wertvolle Tipps.

Symptome nach Bienenstich bei Bienenstichallergie

Bei einer milden Allergie rötet sich die Einstichstelle und breitet sich auf mehr als 10 Zentimeter aus. Die Haut schmerzt und juckt. Es ist bereits Vorsicht geboten, denn die allergischen Beschwerden können sich in Sekundenschnelle verändern und ausbreiten: "Weitere Warnzeichen sind ein juckender Nesselausschlag am ganzen Körper, Unwohlsein, Gesichts- und Lippenschwellung, Schwindel, Blutdruckabfall, Übelkeit und anschließendem Brechreiz. Atemnot, Erbrechen, Durchfall bis hin zum Kreislaufkollaps können folgen", beschreibt Doz. Stefan Wöhrl vom Floridsdorfer Allergiezentrum in Wien. "Die schlimmste Auswirkung ist der so genannte anaphylaktische Schock, der zu Bewusstlosigkeit und lebensbedrohlichem Atem- und Kreislaufstillstand führt. Ohne sofortige Notfallversorgung kann dieser Vorfall tödlich enden!"

Nur jeder Fünfte geht zum Arzt

Besorgniserregend ist, dass trotz Lebensgefahr 80 Prozent der BienenstichallergikerInnen die Beschwerden nicht vom Arzt abklären lassen. "Um einen möglichen allergischen Schock zu verhindern, sollte in jedem Fall einer allergischen Reaktion ein allergologisch versierter Arzt aufgesucht werden!", betont der Experte, der auch Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Initiative Insektengift-Allergie ist. "Eine Insektengift-Allergie darf nicht unterschätzt werden! Von Mal zu Mal kann die allergische Reaktion heftiger ausfallen."

Allergie-Impfung gibt sicheren Schutz

Dabei ist die bei weitem gefährlichste Form der Allergie am besten behandelbar: Wöhrl: "So gefährlich eine Insektengift-Allergie auch ist, sie ist gleichzeitig jene Allergieform, die durch eine entsprechende Therapie sehr erfolgreich behandelt werden kann." Die sogenannte spezifische Immuntherapie (auch unter den Bezeichnungen Allergie-Impfung und Hyposensibilisierung bekannt) ist eine sichere Schutzmaßnahme, die vor lebensgefährlichen allergischen Reaktionen bewahrt und von der Weltgesundheitsorganisation WHO auch ausdrücklich empfohlen wird. Sie zielt nachhaltig darauf ab, den Körper an das Insektengift zu gewöhnen. Die Erfolgsquote liegt bei fast 100 Prozent. "Kaum eine andere lebensbedrohliche Krankheit kann so effektiv behandelt werden", zeigt sich Wöhrl überzeugt. Die Behandlung wird von den Krankenkassen bezahlt.

Adrenalin kann Leben retten

Beim Arzt erhalten Insektengift-Allergiker auch ein Set an Notfallmedikamenten wie Adrenalin, Kortison und ein Antihistaminikum, das sie stets bei sich tragen und dessen Einsatz sie regelmäßig trainieren sollten. Kortison und Antihistaminikum wirken entzündungshemmend bzw. antiallergisch und abschwellend, sind aber auf keinen Fall ausreichend, eine schwere allergische Reaktion zu verhindern. "Adrenalin ist das einzige lebensrettende Medikament. Es wirkt Kreislauf stabilisierend und kann dadurch gefährliche Schock-Reaktionen verhindern", informiert Allergie-Experte Wöhrl. Adrenalin ist als praktischer Autoinjektor verfügbar und kann damit von den Patienten, auch in der stressigen Ausnahmesituation, selbst verabreicht werden.

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