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Hämorrhoiden

Hämorrhoiden sind – vereinfacht ausgedrückt – Krampfadern des Rektums. Die geschwellten Adern können innerhalb oder außerhalb des Schließmuskels liegen. Blutgefäße und deren Klappensystem sind lokal geschwächt und lassen es zu, dass Blutansammlungen in Aussackungen bestehen bleiben. Diese Knoten sind vom Arzt bzw. durch Eigenuntersuchung tastbar. (Dazu ein Satz: Ärzte sind Rektaluntersuchungen durchaus gewohnt; Schamgefühle oder andere unangenehme Empfindungen sollten keinen Menschen daran hindern, hier fachliche Hilfe zu suchen.). Siehe auch den Beitrag .

Eingerissene Hämorrhoiden verursachen Blutungen. Der Arzt muss nun sicherstellen, dass Knoten und/oder Blutungen nicht andere Ursachen haben (perianale Thrombose, Analfissur, Analfistel, Analabszess, Anal- oder Rektumkarzinom usw.). Mehr als die Hälfte aller Mitteleuropäer leiden an dieser Zivilisationskrankheit. Die Blutungsthematik ist auch im Zusammenhang mit einem zu beachten.

Es ist zweckmäßig, auf ein beginnendes Hämorrhoidalleiden sofort zu reagieren, da fortgeschrittene Stadien unangenehme Komplikationen mit sich bringen und unter Umständen nur noch ein chirurgisches Vorgehen Heilung bringt (Entfernen oder Veröden der Aussackungen unter Vollnarkose; die Funktionen von Anus und Rektum bleiben dabei vollständig erhalten). Kennzeichen eines beginnenden Hämorrhoidalleidens: Wundsein, Empfindlichkeit und Juckreiz in der Anusregion, Schwierigkeiten, nach dem Stuhlgang die Analregion mit Toilettepapier sauber zu bekommen; klarer Schleim (durch Reizung des Anuskanals); hellrotes Blut beim Stuhlgang; starke Schmerzen, wenn der Schließmuskel die Aussackungen quetscht. Maßnahmen im persönlichen Bereich können sein:

  • Beim Stuhlgang nicht Pressen.
  • Der Stuhl sollte durch viel Gemüse, Salate, Früchte und faserreiche Getreideprodukte () weich gehalten werden.
  • Nach dem Stuhlgang nur Grobreinigung durch Toilettepapier (gebückte Stellungen dabei vermeiden), dann mit Wasser und pH-neutraler Seife (Dusche oder Bidet); auf Analhygiene achten - eine verschmutze Analgegend reizt die Haut und erhöht die Schwellneigung.
  • "Vorsichtig" husten bzw. so, dass dabei kein Druck auf die Analregion entsteht.
  • Keine schweren Lasten heben.
  • Ausgetretene Hämorrhoiden können manuell vorsichtig wieder zurückgeschoben werden.
  • Salben oder Zäpfchen (viele davon rezeptfrei in der Apotheke erhältlich) lindern die Schmerzen und wirken gefäßverengend.
  • Heiße Bäder eher meiden (wirken gefäßerweiternd).
  • Zur Linderung etwaiger Entzündungen können , oder eine Auflage oder ein Teilbad mit Nelkenwurz hilfreich sein.
  • Ein kurzes kaltes Sitzbad im Sinne einer Kneipp-Anwendung (8 bis 15 Sekunden, Wassertemperatur bis 18 Grad Celsius) bringt Schwellungen zum Abklingen und härtet ab.
  • (siehe auch das Stichwort ).
  • .

Gegebenenfalls verschreibt der Arzt auch Medikamente oder einen , vorzugsweise in verbindung mit .

Chirurgisches Vorgehen

Als Maßnahmen kommen Veröden, Abbinden mit einem Gummiring und Operation in Frage. Eine andere, Schmerzen weitgehend vermeidende Operationsart kommt aus Italien. Dabei werden nicht die Hämorrhoiden selbst operiert, sondern der Schleimhautschlauch des Enddarms wird um 3 bis 4 Zentimeter gekürzt. Der nun gestraffte Schlauch zieht die vorquellenden Gefäßerweiterungen nach innen und beseitigt dieserart die Wölbungen. Es erfolgt keine Dehnung des Schließmuskels mehr, seine Funktion – und damit auch die Kontinenz – bleibt voll erhalten. Der Eingriff erfolgt unter Lokalanästhesie und dauert nur rund 10 Minuten. Krankenhausaufenthalt: 1 Tag.

Spezialambulanz am Krankenhaus Schwarzach

Das Krankenhaus Schwarzach im Salzburger Pongau hat an seiner Chirurgischen Abteilung eine neue Spezialambulanz für Enddarmerkrankungen. Untersucht und behandelt werden alle Erkrankungen des Mast- und Enddarms wie zum Beispiel Hämorrhoiden, Darmkrebs, Inkontinenz, Feigwarzen oder Fisteln.

OA Dr. Fiechtl ist insbesondere auf eine schmerzarme Methode bei Operationen von Hämorrhoiden spezialisiert. Es werden individuell abgestimmte Therapie angeboten. Diese können sowohl konservativ als auch operativ erfolgen. "Operativ können wir auf eine langjährige Erfahrung mit der sogenannten Operation nach Longo verweisen. Zusätzlich bieten wir nun auch die ebenfalls schmerzarme Operation nach der HAL-RAR Methode an", so OA Dr. Fiechtl.

HAL-RAR gehört ebenso wie die Operation nach Longo zu den minimal-invasiven Behandlungsmethoden, was bedeutet, dass sehr organschonend vorgegangen werden kann. Das Krankenhaus Schwarzach hat dafür auch technisch aufgerüstet und in ein neues Ultraschallgerät investiert. "Damit können wir die betroffenen Arterien genau lokalisieren und diese in einer schmerzfreien Gewebezone des Enddarms abbinden. Dadurch werden die Hämorrhoidalknoten deutlich kleiner und sind nach einiger Zeit ganz verschwunden", erklärt OA Dr. Fiechtl.

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