https://www.50plus.at
Blogs 50plus Facebook Google plus Gesundheitstipps Gesundheitstipps Suche Menü

MENU

Passivrauchen

Die Maßnahmen zum Schutz von NichtraucherInnen sind in Österreich immer noch unzureichend. So verstoßen z.B. die allermeisten Lokale in Wien gegen das Tabakgesetz, ohne dass dies Konsequenzen hat.

Im Herbst 2013 wurden mehr als 310 Wiener Gastbetriebe in einer unabhängigen Studie von der IBO-Innenraumanalytik OG und "ÄrztInnen für eine gesunde Umwelt" untersucht, ob sie die Nichtraucherschutz-Bestimmungen einhalten. Laut Studieninitiator DI Peter Tappler zeigt diese Studie dass 99 Prozent der Raucher- / Nichtraucher-Betriebe gegen das Tabakgesetz verstoßen. Ein Großteil dieser Verstöße hat direkte Auswirkungen auf die Gesundheit. Mediziner warnen: Im Passivrauch befindet sich eine hohe Konzentration an Giftstoffen.

[Werbung/PR]

Studien-Setup: 41,3 Prozent Nichtraucherbetriebe, 28 Prozent Raucherbetriebe und 30,6 Prozent kombinierte Raucher- / Nichtraucher-Betriebe. Gerade die Raucher- / Nichtraucher-Betriebe schnitten in der Studie katastrophal ab: 99 Prozent haben gegen das Tabakgesetz verstoßen. Nur 1 Betrieb von 93 Betrieben erfüllte sämtliche Vorgaben des geltenden Tabakgesetzes. Ohne Berücksichtigung der Kennzeichnungspflicht sind es immer noch 86 Prozent der Betriebe, die die Vorgaben des Tabakgesetzes nicht erfüllen. "Das Ergebnis beweist, dass das Rauchproblem in Lokalen alles andere als gelöst ist. Die aktuelle Situation führt zu schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen. Die momentanen gesetzlichen Regelungen sorgen außerdem für Wettbewerbsverzerrungen und drängen Lokalbesitzer in die Illegalität", zeigt Studieninitiator Peter Tappler auf.

Passivrauchen
Foto © Andreas Hollinek / Hemera Techn. Inc.

Mit 62 Prozent der Wiener Raucher- / Nichtraucher-Betriebe halten ganze zwei Drittel die gesetzlich vorgeschriebene Abtrennung zwischen Raucher- und Nichtraucherräumen nicht ein: Die erforderliche Trenntüre stand bei den Untersuchungen entweder permanent offen oder sie fehlte ganz. Nur bei 35 Betrieben, die als Raucher- / Nichtraucherbetriebe gekennzeichnet waren, war zum Zeitpunkt der Befundungen eine vollständige räumliche Trennung gegeben (37,6 Prozent). In 58 Betrieben war auf Grund fehlender Trennwände (8,6 Prozent) oder offen stehender Türen (53,8 Prozent) die räumliche Trennung nicht vorhanden.

Passivrauch als unterschätztes Gesundheitsrisiko

Durch die fehlende Trennung zwischen den Raucher- und Nichtraucher-Bereichen ergibt sich auch ein massives gesundheitliches Problem: Laut WHO sterben weltweit über 600.000 Menschen pro Jahr an den Folgen des Passivrauchens (Quelle: WHO 2010). Das entspricht rund 1 Prozent aller Todesfälle.

"Die Bevölkerung, insbesondere empfindliche Personengruppen wie Schwangere oder vorgeschädigte Personen, erwarten sich einen effizienten Schutz vor Passivrauch. Dieser ist jedoch, wie die vorliegende Studie zeigt, in der Mehrzahl der Betriebe nicht gegeben", betont DI Dr. Hans-Peter Hutter von der Medizinischen Universität Wien. Personal wie Gäste sind demnach in einer Gaststätte erheblichen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt. Kurzfristige Symptome reichen dabei von Atembeschwerden wie Husten und Auswurf, Halsschmerzen, Augenbrennen bis hin zu Übelkeit und . Langfristig gesehen haben Passivraucher ein 20 bis 30 Prozent höheres . Neben können auch Nasennebenhöhle, Blase oder Brust von Krebserkrankungen betroffen sein. Besonders stark gefährdet sind Menschen, die täglich viele Stunden in stark verqualmten Räumen verbringen, insbesondere Beschäftigte in Gaststätten oder Bars.

Raucher-Betriebe: Knapp ein Drittel ist größer als 50 Quadratmeter

In den Raucherbetrieben kamen Verstöße gegen das Tabakgesetz häufig vor. Knapp ein Drittel der eindeutig zuordenbaren Betriebe hatte Gasträume, deren Grundfläche über 50 Quadratmeter betrug. "Lokalen, die oftmalig aus einem Raum bestehen, bleibt als Raucherbetrieb nur die Alternative, zu einem Nichtraucherbetrieb zu wechseln. Natürlich befürchten Lokalbesitzer hier Umsatzeinbußen, denn die Konkurrenz mit nur einigen Quadratmetern weniger darf Raucherbetrieb bleiben", betont Peter Tappler die fehlende Fairness des derzeitigen Tabakgesetzes. Nachdem die Überprüfung für Außenstehende praktisch unmöglich ist, werden deshalb Verstöße gegen die gesetzlichen Vorschriften in Kauf genommen.

Grobe Wettbewerbsverzerrung

Die flächendeckende Nichteinhaltung der Vorgaben des Tabakgesetzes führt bei Betrieben, die die gesetzlichen Regelungen einhalten, zu einer groben Verzerrung der Wettbewerbssituation. Aufgrund des dadurch erhöhten Drucks auf Nichtraucherbetriebe ist die Tendenz zu erkennen, dass weitere Betriebe von Nichtraucher- auf Raucher- bzw. Raucher- / Nichtraucherbetriebe umstellen – und das, obwohl sich die Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher schon in einer Studie 2012 für ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie aussprach. 70 Prozent der NichtraucherInnen, 47 Prozent der GelegenheitsraucherInnen und 25 Prozent der RaucherInnen stimmten damals für ein flächendeckendes Rauchverbot.

aktuelle Medienliste bei Amazon

Siehe auch

[Werbung/PR]

Schaulust & Fotowettbewerb

Fotowettbewerb

Sicherheitstüren Thermen Wellness oesterreich-info.at Englisch Sprachkurs

Neu & aktuell

Social Network 50plus

Facebook Google plus YouTube Instagram Twitter Pinterest Flickr Veranstaltungen Deutschland Oesterreich Schweiz E-Privacy Info Amazon

© Texte + Fotos außer anders angegeben Andreas Hollinek 2017; www.50plus.at. Inhalte ohne Gewähr. Enthält ggf. PR, Werbung + Cookies, die Werbepartner wie Google (www.google.com) zur Nutzeranalyse verwenden (E-Privacy Info). SSL-Sicherheitszertifikat von Thawte. . Google+ Publisher. Impressum. Siehe auch unser Pressetext Service für Unternehmen.

Content Seeding in 50plus.at neu und aktualisiert bei 50plus.at