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Hautkrebs / Hautkrebsvorsorge / Melanom

Von den rund 2200 Österreicher:innen, bei denen pro Jahr ein Melanom entdeckt wird, entwickeln rund 20 Prozent Metastasen (Quelle: MedUni Wien). Somit ist ein Melanom ein ziemlich "aggressiver" Tumor, der das Potenzial hat, sich auch auf anderen Organe auszubreiten. Beim Hautkrebs unterscheidet man zwischen dem sogenannten weißen Hautkrebs, der in das Plattenepithelkarzinom und das Basaliom unterteilt wird, und dem schwarzen Hautkrebs, dem Melanom. Da das Melanom viel aggressiver ist und rasch metastasiert, gilt es als gefährlicher. Das Plattenepithelkarzinom entwickelt sich wesentlich langsamer und metastasiert viel seltener, hat in diesem Stadium aber eine ähnlich schlechte Prognose wie das Melanom. Je früher man ein malignes Geschehen erkennt, umso besser sind die Heilungschancen. Bei den Therapieverfahren gab es in den letzten Jahren Fortschritte. Sinnvollste Maßnahme zur Hautkrebsvorsorge: konsequenter Sonnenschutz und regelmäßige Checks bei Hautärzt:innen.

Hautkrebs / Hautkrebsvorsorge / Melanom
Foto © Andreas Hollinek

Risikofaktoren

Zu den Risikofaktoren bezüglich der Entstehung von bösartigen Tumoren der Haut zählen: höheres Lebensalter (vor allem bei Plattenepithelkarzinom); UV-Licht (aggressivere Sonnenstrahlung durch Verdünnung der schützenden Ozonschicht / verändertes Freizeitverhalten – z.B. Städter mit Urlauben in Regionen starker Sonnenbelastung); schwere Sonnenbrände in Kindheit und Jugend; heller Hauttyp; Albinismus; Schadstoffe (Teer, Arsen usw.); Röntgenstrahlung; diverse chronische Hauterkrankungen (z.B. Geschwüre, Fisteln) bzw. Narbenbildungen; genetische Vorbelastung (Basalzellnävussyndrom / verminderte Reparaturmechanismen der Haut / Hautkrebs naher Verwandter usw.).

Die schlechte Nachricht: Menschen mit vielen Muttermalen haben ein höheres Risiko, an einem Melanom zu erkranken. Die gute Nachricht: Wird ein Hautkrebs rechtzeitig erkannt, liegen dessen Heilungschancen fast bei 100 Prozent. Für die Hautkrebsvorsorge, für Operationen verdächtiger Hautstellen und zur Nachbehandlung bzw. weiteren Kontrolle sollte man einen erfahren Dermatologen / eine erfahrene Dermatologin konsultieren.

Gesunde Bräune gibt es nicht

Christoph Höller, Universitätsklinik für Dermatologie von MedUni Wien und AKH Wien sowie Mitglied des CCC, führt die steigenden Fallzahlen, die ein internationaler Trend sind, auf das heute übliche Freizeitverhalten zurück. Er meint: "Die gesunde Bräune gibt es nicht. Wer dem Hautkrebs vorbeugen möchte, muss die Haut konsequent vor der Sonne schützen. Das heißt, die Sonne meiden, die Haut bedecken und, wenn das nicht möglich ist, Sonnencreme verwenden. Das belegen internationale Studien."

Vorsorgemaßnahmen

Zu den Vorsorgemaßnahmen gehöhren: ein konsequenter Lichtschutz bei Aufenthalten im Freien; Eigeninspektion der Haut (besonders dann, wenn bereits Hautunregelmäßigkeiten (wie z.B. Muttermale) feststellbar sind und/oder eine familiäre Vorbelastung vorhanden ist); rechtzeitige Behandlung von ; regelmäßige Kontrolle durch den Hautfacharzt (sofort: bei jeder auffälligen Veränderung von Hautarealen; alle 12 Monate: Routineuntersuchung).

Therapie

Da die neuen Immuntherapien bei rund 50 Prozent der Betroffenen mit metastasiertem Melanom nur wenig bis keine Wirkung entfalten, prüfen die CCC-ExpertInnen in zahlreichen, meist in internationaler Zusammenarbeit durchgeführten Studien neue Behandlungsstrategien, in denen Kombinationstherapien mit mehreren Checkpointinhibitoren und/oder Kinaseinhibitoren zur Anwendung kommen. Die ExpertInnen kombinieren aber nicht nur verschiedene Medikamente miteinander. Auch die Strahlentherapie kommt häufig zum Einsatz. Etwa bei der Bekämpfung ausgedehnter Lymphknotenmetastasen oder zur Schmerzlinderung bei Knochenmetastasen. Die bekannteste Anwendung ist das "Gammaknife" zur Therapie von Hirnmetastasen. Cora Waldstein, Universitätsklinik für Radioonkologie von MedUni Wien und AKH Wien sowie Mitglied des CCC: "Für die erfolgreiche Behandlung des metastasierten Melanoms mittels Strahlentherapie sind fundierte Erfahrung und Know-how notwendig. Durch die hohe Anzahl an PatientInnen können wir beides stetig ausbauen. Diese Expertise findet in der Fachwelt Anerkennung, weshalb unsere Arbeitsgruppe maßgeblich an der Herausgabe der neuen internationalen Leitlinien zur Behandlung von Hirnmetastasen beim Melanom beteiligt war."

Siehe auch

Neu und aktuell

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