Die Steilküste Liguriens stellt einen der bezauberndsten Küstenabschnitte Italiens dar. Die fünf Ortschaften (von Nord nach Süd) sind: Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore. Sie sind vorzugsweise per Bahn und Schiff erreichbar. Ein Anreise mit dem Auto ist aus verschiedensten Gründen nicht zu empfehlen. Wie Schwalbennester schmiegen sich Wohnhäuser, Kirchen, Kapellen und Burgen an die Felsen an. Jedesmal, wenn die serpentinenreiche Strecke einen Blick auf das tiefblaue Meer freigibt, raubt es dem Reisenden bzw. dem Wanderer ob der Pracht von neuem den Atem. Die mit viel Liebe und Mühe angelegten Gemüse- und Weingärten, lauschige Tavernen, reizende Geschäfte, machen einen Besuch der Cinque Terre zu einem unvergesslichen Erlebnis. 1997 wurde der Abschnitt zwischen Portovenere und Cinque Terre sowie die Inseln Palmaria, Tino und Tinetto von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Foto © Andreas Hollinek
Die “Cinque Terre Treno” ist eine ein- bis dreitägige Dauerkarte für die Cinque Terre, die eine unbegrenzte Nutzung der Regionalzüge zwischen den fünf Dörfern der Cinque Terre (Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore) ermöglicht. Sie ist besonders für Touristen und Wanderer nützlich, die die Dörfer bequem und flexibel erkunden möchten. Inkludiert sind Regionalzüge der Trenitalia, die die Dörfer verbinden. Ideal für Tagesausflüge mit "hop on / hop off" und wenn man die Panorama-Wanderwege begehen möchte. Man bekommt es an den Automaten und Schaltern der Bahnhöfe in und um die Cinque Terre bzw. über Trenitalia-App.

Foto © Andreas Hollinek
Monterosso al Mare ist das einzige Dorf mit einem größeren Sandstrand und wirkt aufgrund seiner flacheren Umgebung etwas weniger steil und "gewöhnlicher" als die anderen. Es gibt hier viele nette Geschäfte und Einkehrmöglichkeiten.

Foto © Andreas Hollinek
Im Restaurant bei der Anlegestelle, in Strandnähe, unter einem der Bahntrassenbögen köstlichen Fisch gegessen:

Foto © Andreas Hollinek
Vernazza erkennt man gut an seiner Kirche "Santa Margherita d’Antiochia" (auch "Santa Margherita di Antiochia"). Das im 13. Jahrhundert erbaute und danach mehrmals umgebaute und restaurierte romanisch-gotische Bauwerk hat einen charakteristischen achteckigen Glockenturm, der weithin sichtbar ist. Beeindruckend auch die vielen in die umgebenden Steilhänge angelegten Weingärten.

Foto © Andreas Hollinek
Einzigartig: die Innenarchitektur der Kirche "Santa Margherita d’Antiochia" – insbesondere die Positionierung der Orgel und die Anordnung der Orgelpfeifen.

Foto © Andreas Hollinek
Corniglia ist das einzige Dorf, das nicht direkt am Meer liegt, sondern auf einem Hügel thront und von Weinbergen umgeben ist. Es hat keinen Hafen, wohl aber eine Bahnstation. Wenn man Glück hat, ergattert man einen Platz in einem der Mini-Busse, die einen von der Station hinauf in den Ort bringen. Der Ausblick von den beiden steilküstenseitigen Panoramaplätzen ist gigantisch.

Foto © Andreas Hollinek
Der Ort selbst – mit seinen vielen kleinen Übernachtungsmöglichkeiten, Läden und Trattorien – konnte sich gut seine Authentizität bewahren. Auch kommen hier nicht gar so viele "Schaulustige" her.

Foto © Andreas Hollinek
Manarola gilt für viele als der malerischste und fotogenste der fünf Dörfer. Eingebettet in eine steile Felswand, die direkt ins türkisfarbene Meer abfällt, besticht das Dorf durch seine bunten Häuser, die sich wie ein an den Hang geschmiegtes Amphitheater und den kleinen Hafenbecken, die von Booten und Fischkuttern gesäumt wird. Hier verschmelzen Natur, Kultur und Geschichte zu einem unvergleichlichen Bild und eine einzigartige Atmosphäre.

Foto © Andreas Hollinek
Ein absolutes Muss: der 2024 neu eröffnete – nun gut und sicher ausgebaute – "Via dell' Amore", ein "Liebespfad", der Manarola und Riomaggiore auf höchst beeindruckende Weise verbindet. Aber Achtung: Um den Weg begehen zu dürfen, muss man vorab an einem Sonderschalter am Bahnhof von Manarola oder am Infopunkt in Riomaggiore ein Zeitfenster buchen (auch wenn man z.B. über die "Cinque Terre Card" bzw. die Karte "Cinque Terre Treno" eine prinzipielle Eintrittsberechtigung hätte. Bei großem Besucherandrang ist der Weg als Einbahn von Riomaggiore nach Manarola geregelt.

Foto © Andreas Hollinek
Riomaggiore ist das südlichste der fünf Dörfer. Von La Spezia aus erreicht man es per Bahn in wenigen Minuten – was bewirkt, dass dieser Ort am "lebhaftesten" ist; auch am Abend, bis spät in die Nacht hinein. Auffällig: In Riomaggiore stehen die Fischerboote direkt auf der Hauptstraße. Der Grund dafür: Riomaggiore hat nur einen sehr kleinen Hafen. Auch die Anlegestelle für die Passagierschiffe ist eher "naturbelassen". Speziell bei mehr Wellengang gestaltet sich das von und an Bord Kommen als sehr wackelige Angelegenheit. Am Abend empfiehlt sich ein fotografischer Sundowner zur Wallfahrtskirche Santuario di Montenero.

Geht man die sich unvermutet stark weitende Hauptstrauße hinauf, gelangt man bald zur "Kirche San Giovanni Battista". Die aus dem 14. Jahrhundert stammende Kirche ist im gotischer Stil erbaut. Vom Glockenturm aus hat man einen prächtigen Blick auf das Dorf, die Weinhänge und das Meer.


© Texte und Fotos (außer anders angegeben) sowie Datenschutz: Andreas Hollinek 1996-2026; www.50plus.at. Inhalte ohne Gewähr. Enthält ggf. PR, Werbung + Cookies, die Werbepartner wie Google (www.google.com) zur Nutzeranalyse verwenden (E-Privacy Info). Seite mit SSL-Sicherheitszertifikat. Impressum.
