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Eryx

Eryx ist ein Berg und eine gleichnamige Stadt an der Westküste Siziliens, Italien. Höhe: 750 Meter. Heutige Reiseführer benennen den in der Antike als Eryx bekannten Berg "Erice". Noch vor etwa hundert Jahren war auch der Name Monte San Giuliano für die Anhöhe geläufig.

Die Aufnahme in dieses Lexikon verdanken Stadt und Berg nicht nur der Tatsache, dass er einst heiliger Boden war, denn auf seiner Spitze stand einst ein bedeutender Tempel, der der Göttin Venus Erycina geweiht war, sondern auch dem Umstand, dass dieser Ort heute aus internationaler Sicht hohes Ansehen genießt, denn der Ortsname stand Pate bei einem internationalen Manifest, das im Jahre 1982 von drei Wissenschaftlern verfasst wurde, das mittlerweile mehr als 10.000 Kollegen aus der ganzen Welt unterzeichnet haben und das dazu aufruft, mit dem atomaren Wettrüsten aufzuhören.

Am Anfang der Geschichte der befestigten Tempelstadt stand jedoch der Elymer-König Eryx, er soll die Stadt gegründet haben. Andere wiederum behaupten, Aeneas sei es gewesen. Eryx war ein Sohn der Aphrodite (siehe Stichwort Paphos [Zypern]), der er einen herrlichen Tempel errichtete. Bereits im 3. Jh. v. Chr. war der Kult der "erycinischen Venus" über ganz Unteritalien verbreitet. Auch in wurde ihr zu Ehren ein Tempel gebaut.

Der Kult der Liebes- und Schönheitsgöttin am Berge Eryx blühte. Seeleute und Pilger wurden von ihm magisch angezogen. Die Attraktion hielt sich zwar einige Jahrhunderte, doch eines Tages war es aus mit den Freuden der Liebe, die man der Göttin zu Ehren genoss. Damit versiegten auch die Opfergaben und der Tempel verfiel. Nicht die geringsten Reste fanden sich und so nahm man an, dass das heutige Normannenkastell auf seinen Grundmauern errichtet wurde.

Eine andere Version der Geschichte bringt die Argonauten ins Spiel. Als nämlich Iason mit seinen Gefährten um das Kap Malea herumfuhr, um mit dem Goldenen Vlies nach Iolkos zurückzukehren, kam er auch an den Inseln der Sirenen vorbei. Orpheus spielte zwar betörend auf seiner Leier, doch der Gesang der Vogelfrauen drang einem von ihnen so ins Ohr, dass er über Bord sprang. Es war Butes, der an die Küste zu schwimmen versuchte. Doch Aphrodite rettete ihn und brachte ihn zum Berg Eryx, wo sie ihn zum Geliebten nahm.

Heute treffen sich Wissenschaftler und Forscher im "Ettore Majorana", wo Kongresse und Symposien abgehalten werden. Das "Manifest von Erice" soll die Herrschenden dieser Welt zum Umdenken bringen, die Wissenschaft dürfe sich nicht dazu hergeben, neue Waffensysteme zu erfinden, sondern müsse sich dem Frieden widmen. Ein zweifellos berechtigter Wunsch angesichts der Bedrohung durch das atomare Wettrüsten.

Quelle: Manuskript K. Gratzl, Mythos Berg - Lexikon bedeutender Bergeaus Mythologie, Kulturgeschichte und Religion", erhältlich im gut sortierten Buchhandel oder bei Amazon (Klick auf den Okay-Button):

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