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Vesuv

Der Vesuv ist ein tätiger Vulkan bei Neapel, Italien. Gemessene Höhen: 1186 Meter (1930), 1270 Meter (1959). Der heutige Vulkankegel baut sich über der Ruine eines älteren Vulkans auf, von dem im Norden der Monte Somma (1132 Meter) aufragt. Zwischen seinem Kegel und dem Vesuv liegt eine Senke, die mit den Namen Atrio del Cavalla (im Westen) und Valle dell'Inferno (im Osten) bezeichnet wird.

Der Krater des heutigen Vulkans hat einen Durchmesser von etwa 300 Meter. Der aus Lava und Asche bestehende Kegel ist vegetationslos. Erst die verwitterte Lava weiter unten ergibt fruchtbare Böden, die mit Kiefern aufgeforstet wurden. Am Hang des Monte Somma finden sich auch Flaumeichen und Edelkastanien. Unterhalb von 300 Meter beginnen die Weinkulturen. Siehe auch Studienreise zum Vesuv.

Der Vesuv galt in der Antike als erloschener Vulkan, bis es dann 63 n. Chr. ein Erdbeben gab, das die Städte Herculaneum und Pompeii teilweise zerstörte, die ganz in der Nähe des Vulkans lagen. Das hätte eine Warnung für die umwohnende Bevölkerung sein müssen. Aber so wie in anderen Teilen der Welt, wo es Vulkanberge gibt, beruhigen sich die Überlebenden rasch wieder und beginnen neuerlich die hier besonders fruchtbare Erde im unteren Bereich der Vulkane zu kultivieren. Das scheint auch am Vesuv so gewesen zu sein. Aber am 24. August des Jahres 79 n. Chr. spie der Vulkan gigantische Mengen feuriger Lava und Asche und es bildete sich eine dunkle Wolke von der Gestalt einer Pinie über dem Berg. Das Ausmaß der Zerstörungen durch diesen Vulkanausbruch wurde erst den Ausgräbern der damals verschütteten Städte Herculaneum, Pompeii und Stabiae bewusst. Man nimmt heute an, dass damals zwischen 12.000 und 16.000 Menschen umkamen. Als eines der prominentesten Opfer gilt Plinius der Ältere, der Onkel des jüngeren Plinius, der den Ausbruch selbst erlebt und in seinen Briefen, die er an Tacitus schrieb, mitgeteilt hat. (Radke, in: Paulys Realencyklopädie der classischen Altertumswissenschaft, 2. Reihe, 16. Halbband, Stuttgart 1958).

Weitere Ausbrüche des Vesuv erfolgten in den Jahren 202, 472 und 512. Besonders stark waren sie in den Jahren 1631, 1906 und 1944. Dazwischen gab es im Durchschnitt alle 7 Jahre kleinere Eruptionen. Seit dem letzten größeren Ausbruch sind nunmehr 56 Jahre vergangen.

Livius berichtet uns von einem anderen Ereignis, das sich in der Nähe des Vesuv abgespielt hat, es war die Schlacht am Veserisbach, bei der sich der ältere Decius Mus opferte, um dem Heer zum Sieg zu verhelfen. Diese Schlacht fand im Jahre 340 v.Chr. statt. "Pugnatum est haud procul radicibus Vesuvii montis, qua via ad Veserim ferebat." (Gekämpft wurde nicht weit vom Fuß des Vesuv, wo die Straße zum Veseris verläuft). (Livius – Römische Geschichte, Buch VIII, 8,19, München-Zürich 1987).

Noch einmal war die Gegend am Vesuv Schauplatz eines militärisch bedeutsamen Ereignisses, denn der 73 v. Chr. aus einer Gladiatorenschule entflohene Spartakus, sammelte hier seine Anhänger, um anschließend Süditalien zu verheeren. Als er auch nach Oberitalien vordrang, wurde sein Heer, das 60.000 Kämpfer umfasste, 71 v.Chr. von den Römern geschlagen.

Am Rand des Monte Somma liegt in ca. 600 Meter Höhe das bereits 1851 eröffnete vulkanologische und meteorologische Oberservatorium. Seit 1953 kann man sich von einer Seilbahn bis hinauf zum Kraterrand tragen lassen, zwei Jahre danach wurde eine Straße bis in eine Höhe von ca. 1000 Meter gebaut.

Quelle: Manuskript K. Gratzl, Mythos Berg - Lexikon bedeutender Bergeaus Mythologie, Kulturgeschichte und Religion", erhältlich im gut sortierten Buchhandel oder bei Amazon (Klick auf den Okay-Button):

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