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Kilimandscharo

Der Kilimandscharo ist ein vulkanischer Bergstock im Nordosten (Ostafrika). Der höchste Gipfel ist der Uhuru Peak mit 5895 Meter. Dieser höchste Berg Afrikas liegt ca. 300 Kilometer südlich des Äquators im Nordosten Tanzanias. Es ist ein langgezogener Bergrücken, der aus drei erloschenen Vulkankegeln besteht und in dessen Mitte der höchste, der Kibo mit den zwei Spitzen "Uhuru Peak" (5895 m) und "Gillman's Point" (5715 m) aufragt. Im Osten erhebt sich der Mawenzi, der ebenfalls zwei Spitzen aufweist, den "Hans Meyer Peak" (5149 m) und den "Purtscheller Peak" (5120 m). Im Westen steht der wesentlich niedrigere Shira (3840 m).

Der Name "Kilimandscharo" kommt aus der Suaheli-Sprache, kilima bedeutet "Berg" und ndjaro "böser Geist". Kibo bedeutet "der Helle" und Mawenzi "der Dunkle". Von den drei Vulkangipfeln ist der Shira der älteste, er wurde vor ca. 500.000 Jahren inaktiv, während der Kibo vor ca. 360.000 Jahren erlosch. Der Kibo besitzt einen äußeren und einen inneren Krater, aus denen noch Schwefelgase entweichen.

Man unterscheidet zwei Regenzeiten, die größere zwischen März und Juli und die kleinere zwischen Oktober und Mitte Dezember. Die Niederschläge variieren je nach Höhe. Während die Niederschlagsmenge in der Zone des Bergregenwaldes 3000 mm erreicht, sinkt sie im wüstenähnlichen Gipfelbereich auf unter 100 mm. Herrscht in der Savanne eine mittlere Temperatur von 30 Grad Celsius, so beträgt das Mittel am Gipfel des Kibo nur rund 0 Grad Celsius. (Wolkinger: Der Kilimandscharo und seine Pflanzenwelt, in: Alpenverein Graz, Nachrichten 3, 1993 und 1, 1994, S. 76f.)

Die meisten Touristen, die auf den Kilimandscharo wollen, wählen die Ostroute, die auch als Marangu-Route bezeichnet wird. Für gut akklimatisierte Bergsteiger ist der Aufstieg ohne Probleme zu bewältigen. Nur ca. 10 Prozent aller Gipfelaspiranten erreichen den Uhuru Peak. Auf dem Weg zum Gipfel gibt es drei Stützpunkte: Die Mandara-Hütte (2700 m), die Horombo-Hütte (3720 m) und die Kibo-Hütte auf 4700 m (ein Steinbau aus dem Jahr 1932). Der Eingang in den National Park liegt auf 1800 m. Auf- und Abstieg sind in 5 Tagen zu bewältigen.

Entsprechend der großen Höhenunterschiede – der Kilimandscharo gilt als der höchste freistehende Berg der Welt – unterscheidet man mehrere Vegetationszonen. Ab 1700 m bis etwa 2800 m erstreckt sich der Bergregenwald und ist seit 1921 Wildreservat, die Zone darüber bis zu den Gipfeln wurde 1973 zum Nationalpark erklärt. In der Zone des Bergregenwaldes erreichen die Niederschläge über 2000 mm. Auf den trockeren Westhängen trifft man auf den Baum-Wacholder (Juniperus procera), der bis zu 40 m hoch wird. Bei der Mandara-Hütte findet sich die Steineibe (Podocarpus milanjanus), ein Nadelbaum mit langen, blattähnlichen Nadeln. Mit scharlachroten Blüten zeigt sich das endemische Kilimandscharo-Springkraut (Impatiens kilimanjarica).

Über der Waldgrenze liegt die Heidegebüsch- und Moorzone, die auch als afro-alpine Stufe bezeichnet wird. Unter den strauchförmigen Gewächsen fällt am Weg zur Horomba-Hütte Protea kilimandscharica auf, die ganze Vulkanhänge bedeckt. Um die Hütte wachsen die Thomson-Anemone (Anemone thomsonii), die Fackel-Lilie (Kniphofia thomsonii) mit orange-gelben Blüten und die Kenia-Distel (Carduus keniensis). Am eindrucksvollsten sind jedoch die Lobelien und die Riesen-Senecien. Die Lobelien werden bis zu 3 m hoch.

Die dritte Zone ist die Hochlagenwüste, in der zwischen Tag und Nacht extreme Temperaturschwankungen auftreten. In dieser Stufe über 4000 m kommen ca. 55 höhere Pflanzen vor. Die Alpen-Gänsekresse (Arabis alpina) ist eine der wenigen Arten, die auch im Alpenraum vorkommt. Zwischen dem Lavagestein gedeihen Strohblumen (Helichrysum-Arten). Als höchststeigende Blütenpflanze gilt Helichrysum newii, die bis 5670 m wächst.

Quelle (gekürzter Text): Manuskript K. Gratzl, ", Verlag Brüder Hollinek, Purkersdorf.

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