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Lange Nacht Blog
Blogger: Andreas Hollinek

Die "Lange Nacht der Museen" ist eine Initiative des ORF, bei der man mit nur einem Ticket Eintritt in rund 670 Museen, Galerien und Kultureinrichtungen in ganz , in , der und erhält (Website: ); und das bis spät in die Nacht hinein. Klar, an einem Abend schafft man nicht alle, aber jedes Jahr kann man seine "Sammlung" erweitern oder einmal mehr sein Lieblings-Location besuchen. Hier Informationen zum Programm und – wenn ich Gelegenheit hatt, an der Langen Nacht teilzunehmen – meine persönliche Eindrücke.

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07.10.2017. Die "ORF-Lange Nacht der Museen" geht in die 18. Runde: Auch dieses Jahr haben Kulturinteressierte mit nur einem Ticket Zugang zu 670 Museen, Galerien und Kulturinstitutionen in ganz Österreich sowie in Teilen von Slowenien, Liechtenstein, der Schweiz und Deutschland (Lindau am Bodensee). Am 7. Oktober 2017 laden der ORF und seine Partner von 18.00 bis 1.00 Uhr Früh wieder zu einer kulturellen Entdeckungsreise und bieten ein vielfältiges Programm für Jung und Alt. Informationen zu allen teilnehmenden Einrichtungen in allen Bundesländern sowie spezielle Programmangebote und vieles mehr sind unter http://langenacht.ORF.at abrufbar. Der ORF wird in seinen Medien ausführlich berichten.

Tickets kosten regulär 15,– Euro und gelten am 7. Oktober 2017 von 18.00 bis 1.00 Uhr als Eintrittskarte für alle beteiligten Institutionen sowie als Fahrschein für Shuttlebusse zwischen den einzelnen Veranstaltungsorten. Ermäßigte Tickets kosten 12,– Euro und gelten für Schülerinnen und Schüler, Studierende, Seniorinnen und Senioren, Menschen mit Behinderungen, Präsenzdiener und Ö1-Club-Mitglieder. Regionale Tickets kosten 6,– Euro und ermöglichen den Eintritt in regionale Museen eines Bundeslandes ohne Shuttlebus-Service. Regionale Tickets sind nicht für Wien erhältlich. Der Eintritt für Kinder bis 12 Jahre ist frei. Im Vorverkauf ist das Ticket bei allen teilnehmenden Museen und Kulturinstitutionen erhältlich, in diesen und am "Treffpunkt Museum" auch am Tag der Veranstaltung.

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: "Die ‚ORF-Lange Nacht der Museen‘ ist ein jährlicher kultureller Fixpunkt. Dieser Event zeigt, dass es dem ORF als wichtigstem Kulturträger des Landes auch abseits seiner Programme gelingt, mit seinen vielfältigen Off-Air-Aktivitäten einen greifbaren, sichtbaren und direkt erlebbaren kulturellen Mehrwert für die Österreicher/innen zu schaffen. Im Jahr 2000 zum ersten Mal veranstaltet, konnten wir seither fast sechs Millionen Besuche verzeichnen. Auch in diesem Jahr erwarten wir zahlreiche Gäste, denn die 18. ‚ORF-Lange Nacht der Museen‘ verspricht wieder ein umfangreiches Kulturprogramm – und das mit nur einem einzigen Ticket: 670 Museen, Galerien und Kultureinrichtungen öffnen am Samstag, 7. Oktober, von 18.00 bis 1.00 Uhr in ganz Österreich ihre Tore. Sonderausstellungen, Spezialführungen, ein abwechslungsreiches Kinderprogramm und vieles mehr erwarten das Publikum. Der ORF begleitet die ‚Lange Nacht der Museen‘ in Radio, TV und Online. ORF III berichtet am Tag der Veranstaltung in einer Sondersendung mit zahlreichen Live-Einstiegen."

In jeder Landeshauptstadt bietet sich ein "Treffpunkt Museum" als zentraler Sammelplatz für alle Besucherinnen und Besucher an – einzige Ausnahme ist Vorarlberg, hier ist er in Dornbirn. In Villach und Krems wird jeweils ein zusätzlicher "Treffpunkt Museum" eingerichtet. In Wien befindet sich der "Treffpunkt Museum" am Maria-Theresien-Platz. Bei jedem "Treffpunkt Museum" sind Tickets, Booklets mit umfangreichen Informationen zu den Programmangeboten und Infos zu den Bus- und Fußrouten der "ORF-Langen Nacht der Museen" erhältlich. Gleichzeitig nehmen hier die meisten Bus- und Fußrouten ihren Ausgang.

Den jungen Kunst- und Kulturfans wird bei der "ORF-Langen Nacht der Museen" auch dieses Jahr besonderes Augenmerk geschenkt: Rund 260 Museen in ganz Österreich sowie in Teilen von Slowenien, Liechtenstein, der Schweiz und Deutschland (Lindau am Bodensee) warten mit kindergerechten Zusatzangeboten auf. Alle Museen, die ein spezielles Kinderprogramm anbieten, sind in den Booklets durch das Icon "Kinderaktion" gekennzeichnet und somit leicht zu erkennen. Der Kinderpass, der die Jüngsten ab dem dritten Museumsbesuch mit einem kleinen Geschenk belohnt, findet sich im Booklet ab Seite 8.

Die Kulturberichterstattung des ORF-Fernsehens greift die "ORF-Lange Nacht der Museen" in diversen Beiträgen thematisch auf. Weiters berichten aktuelle Nachrichtensendungen, die "Seitenblicke" sowie "Bundesland heute" über dieses Kulturhighlight. Neben ausführlichen Informationen zur "ORF-Langen Nacht der Museen" auf berichtet auch das ORF.at-Netzwerk. Die ORF-TVthek wird in einem Video-on-Demand-Themenschwerpunkt Sendungen und Beiträge des ORF-Fernsehens rund um diesen Kulturevent der Sonderklasse bereitstellen. ORF TELETEXT bietet auf Seite 416 wieder eine kompakte Übersicht über den Kulturevent. Neben Allgemeinen Infos und Ticketpreisen sind auch die "Treffpunkt Museum"-Plätze aller Bundesländer aufgelistet.

Auch ORF III Kultur und Information ist wieder mit dabei und präsentiert am Tag der Veranstaltung bereits ab ca. 9.00 Uhr Früh einen umfangreichen Programmschwerpunkt. Neben zahlreichen Dokumentationen zu den interessantesten Schauplätzen Österreichs sind acht Live-Einstiege bzw. Schaltungen zum Geschehen in den Bundesländern sowie – als Höhepunkt des Tages – eine 45-minütige Live-Sondersendung zu sehen. Die ORF-III-Moderatoren Ani Gülgün-Mayr und Peter Fässlacher sowie ORF-III-Chefredakteurin Ingrid Thurnher melden sich von der Hauptbühne des Museumsquartiers in Wien, empfangen rund 30 hochkarätige Interviewgäste und mischen sich unter die Besucherinnen und Besucher.

Detaillierte Informationen zu den teilnehmenden Museen und den speziellen Programmen finden sich in den bundeslandspezifischen Booklets und im Internet unter . Auf https://www.facebook.com/ORFLangeNachtderMuseen können sich Kulturinteressierte vor und während der "ORF-Langen Nacht der Museen" über Programm und Aktionen bei der "Langen Nacht" informieren.

01.10.2016. Tipp für die heurige "ORF Lange Nacht der Museen": die Entdeckungstouren zu ausgewählten Exponaten der MAK-Sammlung. Die Touren führen zu Highlights wie Gustav Klimts Entwurfszeichnungen für den Mosaikfries im Speisesaal des Brüsseler Palais Stoclet, Margarete Schütte-Lihotzkys Frankfurter Küche oder zum Dubsky-Zimmer. Außerdem wird man die Ausstellung "Friedrich Kiesler: Lebenswelten" erkunden und in das faszinierend komplexe Werk des austro-amerikanischen Allround-Künstlers eintauchen können. Auch ein Workshop und zwei "Mini-MAK-Touren" für Enkelkinder bzw. Kinder widmen sich Friedrich Kiesler. Auf Erwachsene warten ab 18.00 Uhr ein Lange Nacht-Drink im Salonplafond sowie Koffeinhaltiges in der Coffee Lounge by CaffèCouture. Der Ausklang im MAK wird laut: Terror+Martina (der Name ist Programm) und "FOR DJ BOOKING CALL".

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04.10.2015. Bereits zum 16. Mal fand gestern die auf Initiative des ORF Marketings ins Leben gerufene "ORF Lange Nacht der Museen" in ganz Österreich sowie in Teilen Liechtensteins und der Schweiz statt. In der Zeit von 18.00 bis 1.00 Uhr Früh präsentierten 731 Museen, Galerien und Kulturinstitutionen ihre Sammlungen. Die Bilanz ist beeindruckend: In Wien waren es 163.520 Besuchernnen, im Burgenland 6.945, in Kärnten 33.066, in Niederösterreich 17.165, in Oberösterreich: 19.452, in Salzburg: 38.420, in der Steiermark: 37.221, in Tirol: 31.103, in Vorarlberg, in Liechtenstein und Schweiz: 25.575.

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03.10.2014. Das Belvedere in beteiligt sich morgen mit einem besonders vielseitigen Programm an der "ORF Langen Nacht der Museen". Kunstinteressierte Nachtschwärmer können sich ab 18.00 Uhr in den vier Häusern des Belvedere (Oberes Belvedere, Unteres Belvedere, Winterpalais und 21er Haus) neben zahlreichen Ausstellungsführungen auch auf Highlights wie die Modenschau "Barock auf dem Catwalk", Tanztheater-Aufführungen "Im Zeichen des Herkules" oder auf Fotostationen am Staatsvertrags-Balkon freuen.

Seit einem Jahr sind nämlich die prunkvollen Räumlichkeiten des ehemaligen Stadtpalais des Prinzen Eugen von Savoyen in der Himmelpfortgasse der Allgemeinheit zugänglich. Nun eröffnet die Konfrontation von historischem Ambiente und zeitgenössischer Kunst neue Perspektiven. Es bietet sich die einzigartige Gelegenheit, Anthony Gormley im barocken Spiegel des Goldkabinetts oder Olafur Eliasson in der restaurierten Sala Terrena zu sehen. Welche Schätze sich im Winterpalais noch verbergen, erfährt man an den Infopoints vor Ort.

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05.10.2013. Mein Ausgangspunkt war heuer die Hilger BROTKunsthalle in der Absberggasse 27, im 10. Wiener Gemeindebezirk. Toll, welches Leben man der ehemaligen Brotfabrik eingehaucht hat!

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Die gewölbe Holzdecke der Hilgerschen Ausstellungshalle ist im Original erhalten. Neu ist einzig allein ein Feuerschutzanstrich der Holzteile.

Viele der ausgestellten Kunstwerke sind teilweise immer noch starken Reduzierungstendenzen unterlegen:

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Dann ging es in die Innenstadt, direkt zum "museum moderner kunst stiftung ludwig wien", wie in seiner Langfassung heißt. Homepage: . Da ist gerade dem 1954 in Krefeld geborenen Albert Oehlen eine große Ausstellung gewidmet. Auf Level -2 ist Simon Denny mit "The Pesonal Effects of Kim Dotcom" zu sehen, die anderen Levels sin "in progress" (Werke aus der mumok-Sammlung).

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Das scheint ein witziger und zugleich bescheidener Mensch zu sein. Darauf deuten jedenfalls die Namen hin, die er seinen Bildern gibt. Viele mit Humor oder Augenzwinkern, viele ganz einfach "Ohne Titel".

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Bei seinen Spiegelbildern kommen Betrachter mit ins Bild. Zum Beispiel dieser hier:

Albert Oehlen / Andreas Hollinek

Dann fuhr ich mit dem Lange-Nacht-der-Museen-Bus zum Künstlerhaus. Für 22.00 Uhr war da im Programm-Buch eine "performative Vorstellung" angekündigt. Nach dreimalige Nachfragen sagte man mir dann, dass der "Fachbereich Performative Kunst" (Prof. Carola Dertnig, Akademie der Bildenden Künste, Wien) die Vorführung auf 20.00 Uhr vorverlegt hatte. Schade; hätte mich interessiert.

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Als Ersatzprogramm blieb mir die Fleischeslust des Alfred Kornberger:

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Im Wien Museum "Die Einfalt im höchsten Grad", Nummer 9 von 69 "Charakterköpfen", die Franz Xaver Messerschmidt (1736-1783) ohne Auftrag (also aus eigenem Antrieb) schuf:

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Und Kephalos und Prokris, deren Geschichte eine ist. Kephalos (ein Heros) war der Geliebte der Göttin Eos. Für seine Dienste beschenkte sie ihn mit der Gabe, sich verwandeln zu können. Kephalos verliebte sich in Prokris, der Tochter des attischen Königs Erechtheus. Nach der Hochzeit prüfte er per Verwandlung ihre Treue. Unklugerweise bestand sie den Test nicht und wurde nach verstoßen. Dort schenkte ihr Artemis (kann auch Minos gewesen sein) einen Hund und einen Jagdspeer. Dieser Speer war ein ganz besonderer: Niemals verfehlte er sein Ziel. Die Zeit verging und wie das Leben so spielt, fanden Kephalos und Prokris doch wieder zueinander. Aus Freude über die Versöhnung schenkt Prokris ihrem Mann den den Wunderspeer. Kephalos war bezüglich der Treue seiner Frau immer noch misstrauisch und spionierte ihr bei ihren Jagdausflügen in den Wald hinterher. Da geschah das Unglück: Ein Rascheln im Unterholz ließ in vermuten, dass dort ein Wild sei. Er nahm den Speer, schoss ihn ab und Prokris ward tödlich getroffen. In den Armen Kephalos' sieht man sie verbluten:

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Zurück zu Profanerem. Im Wien-Museum sind auch zwei große Stadtmodelle zu sehen, die Wien vor und nach der Schleifung des Glacis und der Errichtung der monumentalen Ringstraßenbauten zeigen. Echt sehenswert! Die Website des Wien Museums: .

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Am Weg zurück zum Auto kam gerade die Lange-Nacht-der-Museen-Nostalgie-Straßenbahn vorbei, die mich in meine Volksschulzeit zurückversetzte:

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Nachsatz, um zu zeigen, welche Dimensionen die Lange Nacht der Museen bereits angenommen hat: Heuer wurden sage und schreibe 416.366 Tickets verkauft. Nicht schlecht.

* * *

06.10.2012. Heute wird meine "Lange Nacht der Musen". Genauer gesagt: Klimt und seine Musen. Zugegeben, ein sehr männlicher Zugang zur "Langen Nacht der Museen". Aber schließlich hatten ja Klimt, Schiele, Schnitzler und Freud auch keinen anderen Zugang.

Muse Nummer 1 – eine Sphinx. Schon im 2. Jahrtausend vor Christus wussten Phöniker, Hethiter und Assyrer um die Tatsache, dass in jedem Menschen auch Animalisches und Unergründliches wohnt. Prinz Eugen von Savoyen (ab 1697 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Truppen im Großen Türkenkrieg) wollte ganz viele Sphinxen in seinem Garten haben.

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Den original Kuss durfte man nicht fotografieren. Daran habe ich mich auch gehalten. Aber ich habe ein Foto einer (ganz legalen) original Kuss-Fälschung. "Voilá!", wie François-Eugène de Savoie-Carignan gesagt hätte:

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Bei Nacht im Schlossgarten. Das gibt es nur selten. Daran hatten auch Kinder ihren Spaß.

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Der Mensch ist ein verspieltes Wesen. Ein starker Scheinwerfer, die Empfangsräume des Prinzen als Projektionsfläche (Unteres Belvedere) und schon gab es Schattenspiele. Bei dieser Gelegenheit ein Tipp: das Stichwort .

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Die Ausstellung hier war matt. Eine Hineinnahme von Gegenwartskunst ins gewählte Thema "Orient & Okzident; Österreichische Künstler auf Reisen" wäre spannend gewesen. Chance verpasst.

Aber zurück zu Klimt und seinen Musen. Im Wien-Museum am Karlsplatz ist dem musisch veranlagten Meister eine Sonderausstellung gewidmet. Hier seine Büste. Wer das Liebes- und Sexleben des Künstlers kennt, weiß, warum immer ein Feuerlöscher in seiner Nähe sein sollte.

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Wo Liebe, da Tod. Klimt konnte auch anders. Noch besser als Fotorealismus. Unter den Texten, die rund um Klimt hier präsentiert wurden, auch ein Gedicht von Nietzsche.

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Wir nähern uns einem der Hot-Spots der Langen Nacht. Was im oberösterreichischen Kopfing der Baumkronenweg, ist im Kunsthistorischen Museum ein Aufbau, der musisch veranlagte BesucherInnen hinauf zu den Deckengemälden dieses Prachtbaus führt. "Aug in Aug mit Gustav Klimt": So habe ich das Kunsthistorische Museum noch nie gesehen! Eine tolle Sache!

Gut passend zum Thema Sexualität: Zutritt auf eigene Gefahr!

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Und dann sie. Die ultimative Muse. Frei, selbstbewusst, selbstsicher und auf gleicher Augenhöhe. Monatelang hatten wir sie schon auf den Plakaten der Stadt gesehen. Auch eine Sphinx.

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Es waren wohl die Kuratorinnen, denen es aufgefallen ist, dass im Spannungsfeld von Mystik, Liebe, Sexualität, Gewalt, Schicksal, Bestimmung und Vergänglichkeit nackte Frauenkörper im Vordergrund des musealen Exhibitionismus stehen. Jetzt ist also er dran: der nackte Mann. Angekündigt vor dem Leopold-Museum im Wiener Museumsquartier.

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Meine vordergründigen Beobachtungen: Nur-flüchtig-Hinsehende, Neugierige, Verlegene, Belustigte, Heitere, Kichernde, Fotografierende, Fotografiert-sein-Wollende, Davor-Verweilende und Teil-der-Installation-sein-Wollende.

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Drinnen im Leopold-Museum habe ich zwei sehr junge Musliminnen gesehen. Mit Kopftuch und knöchellangem Umhang. Weil sie die einzigen durch ihre Kleidung erkennbaren Musliminnen unter den Tausenden Leuten waren, die mir in der "Langen Nacht der Museen" unter die Augen kamen, fielen sie mir auf. "Ganz schön mutig, die beiden", dachte ich mir. "Wie sie wohl reagieren werden, wenn sie vor den so freizügigen Akten Egon Schieles stehen?" Aber sie blieben nicht stehen. Sie huschten eiligen Schrittes durch die Ausstellungsräume, ohne auch nur eines der Bilder genauer anzusehen. In zwei Minuten waren sie wieder draußen. Das erinnerte mich an meine Jugend, als ich wissen wollte, was es in der Über-18-Abteilung von Videotheken eigentlich zu sehen gab.

Die ersten Schritte sind immer die mutigen. Dann die vernünftigen. Hin und wieder auch die übermütigen. Es stimmt: Sexualität ist eine vielschichtige Sache. Kunst und Gespräche können uns dabei helfen, das zu erhellen, was dahinter steckt. Die Frage, ob VER-Hüllungen oder ENT-Hüllungen der Gesellschaft gut tun bzw. schaden, scheint eher nebensächlich zu sein.

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