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Anamnese

Die Anamnese (griech. "Erinnerung") ist die Schilderung der Vorgeschichte von Erkrankungen aus der Sicht des Patienten. Bei Kleinkindern oder bei Personen, deren Zustand kein Gespräch zulässt (Bewusstlosigkeit, Demenz, Erinnerungslücken usw.) sind Angaben von Verwandten, Freunden oder auch zufällig Anwesenden (z.B. Unfallhergang) im Sinne einer Fremdanamnese von Bedeutung. Wichtig ist, im Rahmen dieses Gespräches eine gute Arzt-Patient-Beziehung herzustellen. Der Arzt sollte seinem Patienten ausreichend Möglichkeit geben, mit eigenen Worten sein Problem zu schildern.

Nach einiger Zeit wird der Mediziner in speziellen Bereichen genauer nachfragen, um ein vollständiges Bild der Krankheitsgeschichte zu erlangen und womöglich bestehende Vermutungen seinerseits zu bestätigen oder zu verwerfen. Im Rahmen der Anamnese wird zunächst nach der aktuellen Erkrankung gefragt:

  • Symptome: Lokalisation, Qualität, Quantität.
  • Beginn der Symptome: schleichend oder akut, plötzlich einsetzend (Auslöser?), seit wann die Beschwerden bestehen.
  • Verlauf: Wird es immer schlimmer oder hat es sich gebessert, bzw. ist Symptomatik gleichbleibend?
  • Sind die Beschwerden für den Patienten völlig neu oder kennt er das Krankheitsbild schon von früher? Wenn ja, was wurde bereits unternommen (Untersuchungen, Therapie).
  • Der Arzt wird aber auch allgemein nach der medizinischen Vergangenheit des Patienten fragen: Frühere Erkrankungen und Operationen?
  • Grunderkrankungen, die bereits diagnostiziert wurden (sie können mit der aktuellen Symptomatik zusammenhängen oder aber auch zusätzlich bestehen).
  • Medikamente, welche ständig eingenommen werden.
  • ggf. Missbrauch von Medikamenten, Nikotinmissbrauch, Alkohol, Drogen usw.

Eine vegetative Anamnese (Gewichtsveränderungen, Fieber, Schweißausbrüche, Harnverhalten, Stuhlverhalten, Übelkeit, Erbrechen, bei Frauen: Geburten, erste Regel, Menopause usw.), aber auch Fragen nach dem familiären und beruflichen Umfeld (Belastungen am Arbeitsplatz oder bereits angetretene Pension) ergänzen die Anamnese.

  • Tipp: Falls es Ihnen möglich ist, bereiten Sie sich etwas auf das bevorstehende Arztgespräch vor, so kann z.B. das Mitbringen der ständig eingenommenen Medikamente oder von entsprechenden Vorbefunden eine große Hilfe sein.

Lektorat dieser Seite durch
Dr. med. Simone Höfler-Speckner

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