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Apnoe / Atemstillstand

Apnoe ist die fachmedizinische Bezeichnung für Atemstillstand. Anmerkung zur Aussprache: Es werden sowohl das o als auch das e ausgesprochen.

Folgende Faktoren können zu einem Atemstillstand führen: Zentrale Atemlähmung (Schädigung des Atemzentrums im Gehirn: im Rahmen von Gefäßerkrankungen, Blutungen, Tumoren, Schädelverletzungen, Hitzschlag, Unterkühlung, einigen Infektionserkrankungen usw.). Periphere Atemlähmung, d.h. Lähmung der Atemmuskeln (Zwerchfell, Muskeln im Brustkorbbereich): beispielsweise im Rahmen von neurologischen Erkrankungen, Vergiftungen und änderem. Fremdkörperaspiration (Verlegung der Atemwege durch einen Fremdkörper, Erbrochenes, Schleim, Blut).

Bei einer Apnoe ist schnelle Hilfe für den Betroffenen ist wesentlich: Freimachen bzw. Freihalten der Atemwege, Verabreichen von Atemspenden (kann auch von Laien erlernt werden), Beatmung, eventuell Reanimation.

Bevor Sie Erste-Hilfe-Maßnahmen einleiten, verständigen Sie den Notarzt oder bitten Sie womöglich weitere Anwesende, dies zu tun! Überprüfen Sie, ob der Betroffene tatsächlich nicht atmet: Hebt und senkt sich der Brustkorb, nehmen Sie Atemgeräusche wahr (hören!) bzw. fühlen Sie an Ihrer Wange einen Luftstrom aus dem Mund bzw. Nasenbereich des Betroffenen, so ist eine Atemspende nicht erforderlich.

Lagern Sie den Bewusstlosen in stabiler Seitenlage und überprüfen Sie in geringen Abständen dessen Zustand (Atmung, Puls), während Sie auf die Rettung warten.

Droht eine Erstickung durch Verlegung der Atemwege, so ist es wichtig, die Atemwege schnell frei zu bekommen: Die Grundidee der Heimlich-Methode besteht darin, mit Hilfe von stoßartig durchgeführten Druckausübungen auf das Zwerchfell einen Hustenreiz zu erzeugen (stellen Sie sich hinter den Betroffenen und drücken Sie mit beiden Armen ruckartig auf dessen Oberbauch). Wenden Sie die Methode nur an, wenn Hustenlassen des Betroffenen und gegebenenfalls Schläge zwischen dessen Schulterblätter keine Erleichterung bringen.

Aber auch bei Bewusstlosen kann diese Methode angewandt werden: Der Helfer kniet rittlings in Hüfthöhe über der verunglückten, am Rücken liegenden Person und drückt deren Bauchdecke im Oberbauchbereich stoßartig ein. Ziel ist es, den Druck im Oberkörper so stark zu erhöhen, dass der Fremdkörper ausgestoßen wird.

Achten Sie darauf, den Kopf des Betroffenen seitlich zu lagern, noch besser wäre es, die Methode, falls möglich, in Seitenlage des Bewusstlosen durchzuführen. Hierbei kniet der Helfer nicht über dem Patienten, sondern versucht einfach von hinten den Körper zu umschlingen und Druck auf die Bauchdecke auszuüben.

Sollte das Durchführen von Atemspenden notwendig sein, beachten Sie folgende Schritte:

  • Freimachen der Atemwege durch Überstrecken des Kopfes und Anheben des Kinns,
  • danach Einblasen der eigenen Atemluft über den Mund ("Mund-zu-Mund-Beatmung") oder die Nase des Betroffenen (Mund-zu-Nase-Beatmung).
  • Es sollten 12 bis 15 Atemspenden pro Minute verabreicht werden.
  • Achten Sie auf den Brustkorb des Beatmeten: Hebt und senkt er sich, so wird die Atemspende korrekt durchgeführt.
  • Bei Babys und Kleinkindern wird zeitgleich über Mund und Nase beatmet, die Luftzufuhr sollte verringert, die Zahl der Atemspenden po Minute allerdings erhöht sein.

Atemspenden führen als alleinige Maßnahmen in vielen Fällen zum Wiedereintritt der Spontanatmung bei Bewusstlosen. Beachten Sie, dass im Falle eines Herz-Kreislaufstillstandes zusätzlich Herzdruckmassage notwendig ist.

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Lektorat dieser Seite durch
Dr. med. Simone Höfler-Speckner

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