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Gärten und Parks im Tessin

Im Frühling zeigt sich das () von seiner schönsten Seite. Während die Berggipfel schneeweiß leuchten, blühen an den Seeufern Blumen und Pflanzen in den buntesten Farben. BesucherInnen erwartet in den Parks und Gartenanlagen eine botanische Weltreise: Dank dem milden Klima bekommen sie Pflanzen aus allen Kontinenten zu sehen.

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Kamelienfest in Locarno

Kamelie ist die blühende Botschafterin des Frühlings. Mit dem Kamelienfest in der letzten März-Woche begrüßt Locarno traditionsgemäß die neue Jahreszeit. Locarno Camelie gilt als eine der weltweit wichtigsten Veranstaltungen dieses Genres, gleich hinter einem ähnlichen Event in Japan, dem Ursprungsland der zauberhaften Blüte. In Asien steht die Kamelie als Symbol für die Langlebigkeit, eine glückliche Ehe und Zufriedenheit. Bei der Veranstaltung "Locarno Camelie" in der Burg Castello Visconteo werden über 200 Kameliensorten gezeigt. Ein Spektakel sondergleichen bietet im Frühling auch der Kamelienpark von Locarno, einer der größten und reichhaltigsten Parks unseres Kontinents. Er wurde anlässlich des Weltkongresses der Kamelie im Jahr 2005 eröffnet und fünf Jahre später von der International Camellia Society mit dem begehrten Titel Garden of Excellence ausgezeichnet. Heute bietet er auf mehr als 10.000 Quadratmetern Platz für nahezu 1000 verschiedene Kameliensorten. Zwei Teiche mit Wasserspielen und ein romantischer Pavillon bereichern die Anlage. Ein botanisches Kunstwerk. Infos auch auf .

Gärten Parks Tessin

Parco Botanico Eisenhut

Der Pflanzenliebhaber und Baumschulist Otto Eisenhut hat auf der Gambarogno-Seite des Lago Maggiore, auf der Hügelterrasse zwischen Piazzogna und Vairano, mit viel Hingabe und Geschick einen prachtvollen, 17.000 Quadratmeter umfassenden botanischen Garten angelegt. An die 950 Arten und Sorten Kamelien, 800 verschiedene Magnolien, Azaleen, Pfingstrosen und Rhododendren gedeihen hier. Dazwischen wachsen Efeu, Kiefern, Wacholdergebüsch und andere zum Teil seltene europäische und exotische Pflanzen. Paradoxerweise schafft gerade die winterliche Sonnenabsenz die Bedingung für das botanische Wunder: Die Temperatur schwankt in der kalten Jahreszeit nur minimal. Das verhindert, dass die empfindlichen Pflanzen vorzeitig zu knospen beginnen und dann bei einem späteren Kälteeinbruch erfrieren. Mehr dazu auf .

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Parco San Grato

Im oberhalb des Künstlerdorfes Carona gelegenen Parco San Grato gedeiht auf gut 60.000 Quadratmetern eine äußerst vielseitige Sammlung an Azaleen, Rhododendren, Koniferen und Nadelbäumen. Ursprünglicher Besitzer dieses Grundstücks war der Sankt Galler Industrielle Martin Othmar Winterhalter, der 1923 das Patent für den modernen Reißverschluss erwarb. Doch sein Glück währte nicht lange: Winterhalter verschleuderte sein Vermögen, wurde von seinen Geschwistern entmündigt und in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, wo er 1961 starb. Mittlerweile gehört der Park dem Luganeser Tourismusverein, der einen Spielplatz errichtete und Themenpfade durch das bunte Blütenmeer anlegte. Im wahrsten Sinne des Wortes fabelhaft ist der Märchenweg, der Kindern eine spielerische Park-Erkundung erlaubt. Ein weiterer einfacher Pfad ist der Relaxweg, der die ebenen, leicht begehbaren Wegstücke verbindet. Entlang des Botanischen Wegs finden Ausflügler zahlreiche Informationstafeln zu Zierpflanzen und zur wilden Vegetation des Parks. Auf dem Sentiero Artistico wiederum können Werke verschiedener Künstler bewundert werden, und der Panoramaweg führt zu den schönsten Aussichtspunkten. Infos auf www.luganoturismo.ch.

Parco Scherrer

Für viele ist es das schönste Dorf des Tessins: Morcote am Luganersee. Es klebt im Windschatten des Arbostora-Hügels und kommt daher auch im Winter in den Genuss eines sehr milden Klimas. Zu einer der größten Attraktionen Morcotes avancierte der wahr gewordene Traum von Herrmann Arthur Scherrer, der als Textilhändler (1881-1956) viel in der Welt herumkam. Bei diesen Reisen entwickelte er eine besondere Liebe für Kunst und Kultur des Orients. Am Steilhang nördlich von Morcote kaufte er sich Stück für Stück Land zusammen und begann, einen kleinen Garten Eden anzulegen. Was bis dahin ein Gewirr aus Weinberg und Gestrüpp war, entwickelte sich unter Scherrers künstlerischer Anleitung zu einem subtropischen Park aus Zypressen, Zedern, Palmen und Bambushainen. Um für die vielen Kunstwerke und Plastiken, die Scherrer im Laufe der Jahre gesammelt hatte, ein passendes Ambiente zu schaffen, ließ er in seinem Park mehrere kleine Gebäude nach klassischen und fernöstlichen Vorbildern errichten. Neben einer Kopie des Erechtheions, eines kleinen griechischen Tempels mit Säulen in Frauengestalt, gehören dazu ein siamesisches Teehaus, ein arabischer Palast, ein kleiner Sonnentempel und sogar ein ägyptisches Mausoleum. Seit den 1970-er Jahren ist der Parco Scherrer öffentlich zugänglich und bietet somit jedem Besucher die Möglichkeit, ein wenig in Paradiesphantasien zu schwelgen. Website: www.morcote.ch.

Parco Gole della Breggia

Der Parco Gole della Breggia, der erste Geo-Park der Schweiz, lädt zu einer speziellen Zeitreise ein: Die vom Fluss Breggia freigelegten Felsformationen dokumentieren fast lückenlos einen Zeitbogen von 100 Millionen Jahren, was im Alpenraum einmalig ist. In der 1,5 Kilometer langen Schlucht im Mendrisiotto finden sich zahlreiche Spuren der Urmeere: Felsschichten mit Fossilien, Reste von unterseeischen Lawinen und Vulkanausbrüchen sowie Beweise für Klimaveränderungen, die stattfanden noch bevor der Mensch auf der Bildfläche erschien. Von Menschenhand geschaffen wurde hingegen die Zementfabrik Saceba. Sie entstand in den 1960-er Jahren, als Umweltschutz noch kein Thema war. Jahrelang war der Industriekomplex denn auch ein Schandfleck. Nun wurde die Fabrik zurückgebaut und ein didaktischer Lehrpfad angelegt, der BesucherInnen die Herstellung des Zements erklärt. Der "Percorso del cemento" beinhaltet auch eine Führung in die Stollen, in denen einst der Kalkstein abgebaut wurde. Homepage: www.parcobreggia.ch.

Parco nazionale del Locarnese

Die Bundesbehörden haben der Gegend rund um Locarno das Label "Offizieller Kandidat für einen Nationalpark" verliehen. Das bedeutet, dass sich der Park in der Errichtungsphase befindet , die mit einer Volksabstimmung (voraussichtlich im Jahr 2017) endet. Das Parkgelände reicht von den Brissago-Inseln im Lago Maggiore bis zum Gipfel des 2863 Meter hohen Wandfluhhorns und wechselt dabei von einem subtropischen zu einem alpinen Klima. Ziel ist es, diese außergewöhnlich schöne Natur- und Kulturlandschaft, zu der u.a. das Centovalli, das Onsernone-Tal und das Walserdorf Bosco Gurin gehören, nachhaltig zu schützen und aufzuwerten. Im Gegensatz zum bisher einzigen Schweizer Nationalpark im Engadin, einem klassischen Naturreservat, werden dem Menschen im Parco Nazionale del Locarnese Arbeits- und Lebensräume zugestanden. Internet: www.parconazionale.ch.

Bolle di Magadino

Zwei Auenwälder und über ein Dutzend Moorbiotope bilden die größte Feuchtwasserzone der Schweiz: die Bolle di Magadino. Das italienische Wort "bolle" bedeutet "Sümpfe" und rührt von den Gasblasen her, die in sumpfigen Gewässern an die Oberfläche steigen. Solche Feuchtgebiete mit stehenden Gewässern säumten den Unterlauf des Ticino vor dem Lago Maggiore während Jahrhunderten; was davon übrig geblieben ist – das Kerngebiet von einem Quadratkilometer bei der Mündung – bildet heute das wichtigste Schutzgebiet der italienischen Schweiz. Für die "mustergültige Renaturierung der Ticino-Mündung" erhielt die Stiftung Bolle di Magadino den Gewässerpreis 2011. Erreichbar ist das Naturschutzgebiet von Gordola und von Magadino aus auf markierten Pfaden, die nicht verlassen werden dürfen. Alle Jahreszeiten eignen sich für einen Besuch, der Frühling speziell zur Vogelbeobachtung. Bis zu 250 verschiedene Vogelarten nutzen die Bolle als Rastplatz auf ihrer Durchreise. Mehr dazu auf www.bolledimagadino.com.

Isole di Brissago

Wie zwei im See verankerte Schiffe ruhen die Inseln von Brissago im Blau des Lago Maggiore. Beide sind veritable Naturparadiese. Während die kleinere der beiden Inseln nicht betreten werden darf (seltene einheimische Pflanzen sollen hier ungestört gedeihen), dient die größere als botanischer Garten des Kantons Tessin. Rund 1500 Pflanzenarten, die son st nur in subtropischem Klima gedeihen, werden hier seit dem 19. Jahrhundert gezogen. Der vorzügliche Windschutz der umgebenden Bergketten und das dank des Sees milde Klima machen das Wunder möglich. Erschaffen hat diesen Garten Eden zwischen 1885 und 1928 die russische Baronin Antoinette Saint-Léger. Viele der Pflanzen, die sie auf die Insel brachte, sind immer noch zu bestaunen, so der Zimtbaum vom Himalaja, der nach Kampfer duftet, die Gladiole aus Madagaskar, die nackte Zypresse aus den nordamerikanischen Sumpfgebieten, deren Stamm ins Wasser taucht, und weitere exotische Pflanzen. Ihr Nachfolger, der deutsche Kaufhauskönig Max Emden, setzte dieses Werk fort. In seiner neoklassischen Villa sind heute ein Restaurant und die Verwaltung des Botanischen Gartens untergebracht. Ab Ende März nimmt das Linienschiff mehrmals täglich von Locarno, Ascona und Ronco aus Kurs auf die schwimmenden Gärten. Weiterführende Informationen auf www.isolebrissago.ch.

Parco del Museo Vela

Das Grenzdorf Ligornetto im Mendrisiotto beherbergt ein kunsthistorisches Juwel: das Museo Vincenzo Vela. In der herrschaftlichen Villa, die am 23. April 2015 nach einer umfassenden Renovierung wieder ihre Pforten öffnet, wird das Erbe des Bildhauers Vincenzo Vela (1820-1891) aufbewahrt. Im so genannten Künstlerpantheon stehen Modelle für Statuen italienischer Nationalhelden wie Garibaldi oder Mazzini, die heute vielerorts in Italien die Hauptplätze schmücken. Eine Attraktion für sich ist der Park, der das Museum umgibt. Zusammen mit dem botanischen Garten auf den Brissago-Inseln und dem Scherrer-Park in Morcote gehört er zum renommierten Netzwerk Grandi Giardini Italiani. Website: www.museo-vela.ch.

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