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Elektromopeds / E-Mopeds / E-Scooter

In Zeiten wie diesen dreht sich ja alles um Mobilität, Parkplatzsorgen, Parkpickerl, Verbrauch, und Ähnliches. Kaum einer kann sich der Diskussion erwehren, also einmal ran an die Sache:

Ich habe mir ein Elektro-Moped angeschafft, weil ich oft in der Woche nur wenige Kilometer (genauer gesagt 3 Kilometer hin und 3 Kilometer zurück) von Wohnort zur Arbeit und zurück fahre. Der Motor meines PKW kommt da gerade einmal auf halbe Betriebstouren, verbraucht also sicher dementsprechend viel Superbenzin. Ein Elektromoped, weil ich eigentlich zu faul zum Treten eines Bikes bin und doch schnell unterwegs sein wollte. Ein Elektromotorrad erschien mir in der Anschaffung wiederum zu kostspielig und würde sich niemals amortisieren. Auch braucht man dafür den A-Schein, den ich extra machen hätte müssen.

Also ein E-Moped sollte es werden. Da gibt es einige aber nur wenige Anbieter in Österreich. Die namhaften Peugeots und andere Japaner waren zu teuer, auch schien mir niemand wirklich kompetent und auskunftsfreudig. Nach einigen Recherchen blieb ich beim EOne von Jonway hängen. Dieser Hersteller hat eine kleine Palette von elektrisch betriebenen Vehikeln, von Fahrzeugen für Menschen mit besonderen Bedürfnissen, über kleine Roller, zu E-Mopeds und E-Motorrädern. Der Vertrieb wird in der Umgebung von Wien von "scooterman" in Baden organisiert, dort kann man auch die flotten Dinger zur Probe fahren. Und das ist es geworden: EOne der Elektroroller San Remo.

Elektro-Motorrad Elektroscooter
Fotos: © Stefan Mericka

Die technischen Daten: Motorkraft: bürstenloser Motor 1500W / 3000W; Batterie: 6 Stück Lithium-Batterien mit DC 48 Volt, 40 AH; Ladezeit: 4 bis 5 Stunden (nach 3 Stunden sind 80 Prozent aufgeladen; Lebensdauer der Batterie: 1100 Tiefenzyklen; Räder: 13 Zoll; Drehmoment: 135 Nm; maximale Geschwindigkeit: 45 km/h (bergab gehen sich auch 50 km/h aus, der Motor riegelt jedoch ab); Reichweite: 100 Kilometer bei gemäßigten 25 km/h, 75 Kilometer bei Maximalgeschwindigkeit; Gewicht: 120 Kilogramm samt Batterien; Bremsanlage: vordere und hintere Scheibenbremsen; Preis (im Jahr 2011): 2400,- Euro inklusive Steuern. Förderungen beim Ankauf eines Elektro-Motorrades gibt es derzeit (2012) leider keine mehr.

Als Führerschein genügt der Autoschein B. Das E-Moped bekommt ein rotes Nummernschild. Die Versicherung kostet etwas 80,- Euro pro Jahr. Für den Verbrauch, meint der Hersteller, braucht man nur so um die 50 Cent pro 100 Kilometer einzukalkulieren.

Und er hat nichts geschönt. Ich habe bei jedem Ladevorgang ein Messgerät dazwischen geschaltet und den Verbrauch sowie die damit verbundenen Kosten überprüft. Es sind wirklich nur 52 Cent auf 100 Kilometer, also weit weniger als etwa das Trinkgeld in einem Caféhaus ausmacht.

Die Fahrleistungen lassen sich ebenfalls sehen. Wer an der Ampel in der Poleposition steht, zieht bei grün ebenso schnell weg wie jedes andere Verkehrsmittel. Schneller als ein LKW auf alle Fälle, Autos kann man auch die ersten 100 Meter hinter sich lassen, und weil man ja sehr rasch auf die Maximalgeschwindigkeit von 45 bis 50 km/h kommt, dürften die PKW ja auch nicht schneller unterwegs sein (eigentlich...). Lediglich starke Motorräder haben eine bessere Beschleunigung.

E-Moped
Foto: © Stefan Mericka

Also bin ich zur Erkenntnis gelangt, dass man mit dem E-Moped im Stadtverkehr genauso schnell unterwegs ist wie mit dem Auto. Manchmal werden mir ungläubige Blicke zugeworfen, weil sich da ein vollkommen geräuschloses Etwas neben einen stellt, das sich dann noch dazu schnellstens aus dem Staub macht. Das könnte am Ego so manchen Verkehrsteilnehmers kratzen. Am schönsten ist es, wenn man sich schmunzelnd spätestens bei der nächsten Ampel wieder trifft.

Zum Fahren eines E-Mopeds gibt es aber einige prinzipielle Bemerkungen: Unbedingt aufpassen muss man beim Fahren in der Nähe von Straßenbahnschienen. Die Reifengröße passt ziemlich genau in die Schienenweite, sodass es tunlich erscheint, rasch in einem kleinen (von den nachfolgenden Verkehrsteilnehmern nicht immer goutierten) Schwenk das Hindernis zu überwinden.

Geschwindigkeit, Beschleunigungsvermögen und Reichweite sind auch vom Gewicht des Fahrers / der Fahrerin abhängig. Schlanke kommen weiter und sparen Energie. Im Schubbetrieb, also ohne Gas, pardon Strom, zu geben, schaltet sich der Elektromotor von selbst ab. Leider wird dabei keine Energie rückgewonnen. Elektrofahrräder und E-Mopeds, die das können, gibt es aber bereits.

Jede Betätigung einer oder beider Bremsen schaltet ebenfalls den Motor ab. Auch kann das Moped nicht fahren, wenn die Standvorrichtungen ausgefahren sind. Das ist gut so, denn dann kann es nicht passieren, dass einem das Moped davonfährt. Manchmal schleifen die Klötze der Scheibenbremsen ein wenig an den Scheiben. Man hat mir aber versichert, dass ein leichtes Schleifgeräusch durchaus in Ordnung und auf Bremsstaub zurückzuführen sei. Eine regelmäßige Reinigung mit einem Bremsenspray empfiehlt sich daher.

Das Fehlen eines Motorgeräusches ist für andere Verkehrsteilnehmer (vor allem Fußgänger und Radfahrer) sicherlich gewöhnungsbedürftig. Mein Tipp: Besonders gut aufpassen, wenn kein Sichtkontakt da ist.

Ich empfehle auf jeden Fall einen Gepäckskasten auf dem hinteren Ende des Mopeds zu installieren. Unter dem aufklappbaren Sitz ist zwar ein gewisser Stauraum vorgesehen, doch gar viel bringt man da nicht hinein. Mit dem zusätzlichen Kasten geht sich durchaus ein kleiner Einkauf aus. Auf Wunsch gibt es den auch in der gleichen Lackierung wie das Moped selbst.

Mitgeliefert wird auch das Ladegerät. Dabei handelt es sich um eine kleine schwarze Box, die entweder unter dem Sitz mitgeführt oder an der heimischen Stromtankstelle gelassen werden kann. Mit dem Kabel auf der einen Seite stellt man eine einfache Schraubverbindung mit dem Moped her, das Kabel auf der anderen Seite führt zur Steckdose. Am besten lädt man nach jeder Tagesfahrt auf, denn damit nutzt man die maximale Lebensdauer der Batterien am besten aus. Also niemals – wie bei manchen Akkus üblich – gänzlich entladen. Über Nacht erhält das Gefährt dann wieder seine volle Kapazität.

Zu beachten wäre noch, dass man unbedingt einen Helm tragen muss. Kosten: so ab 60,- Euro aufwärts. Ein Vollvisierhelm schützt am besten – auch was fliegende Insekten betrifft.

Das Moped braucht eine Rote Nummerntafel. Die Anmeldung erfolgt problemlos bei den vielen Anmeldestellen innerhalb maximal einer halben Stunde. Die Versicherungsbestätigung, Meldezettel und Daten zum Modell sind vorzulegen. Apropos Versicherung: Da gibt es große Preisunterschiede (meine Recherchen ergaben 80,- bis 125,- Euro pro Jahr). Bei der Anmeldung erhält man – wie bei anderen Mopeds – eine weiße Begutachtungsplakette. Die technische Begutachtung ist jährlich zu wiederholen.

Auch kein Unterschied zu "normalen" Mopeds: Der Gesetzgeber schreibt noch vor, dass man ein Erste-Hilfe-Paket sowie eine leuchtende Notfalljacke mitführen muss.

Stefan Mericka

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