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Menière-Krankheit / Morbus Menière

Morbus Menière ist einer Erkrankung des Innenohres, deren Auslöser weitgehend ungeklärt sind. Die Beschwerden häufen sich jedoch bei psychisch labilen Personen oder in Zeiten großer Stressbelastung, in manchen Fällen wird auch ein Zusammenhang mit Föhneinbrüchen, Alkohol- oder Nikotinexzessen sowie allergischen Phänomenen beobachtet.

Die Menière-Krankheit betrifft Männer häufiger als Frauen und etabliert sich in der zweiten Lebenshälfte, wobei oft Jahre vor der ersten Schwindelattacke Ohrgeräusche oder fluktuierende Hörminderungen bemerkt werden. Typisch für den Morbus Menière ist sein anfallsartiger Charakter, d.h. es kommt immer wieder zu Krankheitsschüben, abgelöst von Phasen der weitgehenden Beschwerdefreiheit oder - minderung. Die Symptome kehren ohne Vorwarnung in unregelmäßigen Abständen von Tagen, Wochen oder Monaten wieder und halten pro Anfall für Minuten bis Stunden an.

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Krankheitsbild

  • Schwindelanfälle (meist Dreh-, selten Schankschwindel), Fallneigung
  • Einseitiges Ohrgeräusch =
  • Einseitige Schwerhörigkeit (vor allem tiefer Frequenzbereich betroffen - "Bass-Schwerhörigkeit")
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Dumpfes Druck- bzw. "Verstopfungsgefühl" im betroffenen Ohr

Verlauf

Die während eines Anfalls auftretenden Beschwerden bessern sich anfangs im Intervall, allerdings neigt das Hörvermögen dazu, sich im Laufe der Jahre fortschreitend zu verschlechtern, was letztlich in eine Ertaubung münden kann. Auch bleibt der Tinnitus in weiterer Folge bestehen, wenn auch etwas weniger intensiv als im Anfall selbst. Im Gegensatz dazu nehmen die Schwindelanfälle im Krankheitsverlauf deutlich ab. Meist ist vorerst nur ein Ohr betroffen, doch in bis zu 50 Prozent der Fälle erkrankt innerhalb von 5 bis 10 Jahren auch die gegenüberliegende Seite.

Diagnostik

  • HNO- und neurologische Untersuchungstechniken
  • Internistische Begutachtung
  • Abklärung eventuell vorhandener Abweichungen im Bereich des Kiefergelenkes oder der Halswirbelsäule
  • Ausschluss einer Infektionserkrankung
  • Eventuell: CT, MR

Therapie

Man unterscheidet die Behandlung im Anfall von jener im Intervall:

  • Im Anfall: Bettruhe, Medikamente gegen und Übelkeit, Lasix-Infusionen
  • Im Intervall: Durchblutungsfördernde Infusionen, Betahistingabe, salzarme Kost, optimale Blutdruckeinstellung, eventuell Diuretikagabe, Therapie einer womöglich vorhandenen Allergie, psychologische Betreuung

Kommt es während einer medikamentösen Behandlung zu keinerlei Besserung, besteht die Möglichkeit eines operativen Vorgehens (in 1 Prozent der Fälle indiziert).

Prophylaxe weiterer Anfälle

  • Vermeidung großer psychischer Belastungen / Stressreduktion
  • Weitgehender Verzicht auf , , Kaffee
  • Salzarme Kost
  • Eventuell: Physikalische Therapie (Halswirbelsäule), Allergenelimination

Achtung: Bei wiederkehrenden Anfällen besteht Fahruntüchtigkeit!

Lektorat dieser Seite durch
Dr. med. Simone Höfler-Speckner

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