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Warten hat keine Ende

Autor: Andreas Hollinek (mit etwas Hilfe von ChatGPT)

Andreas Hollinek: Waiting Never Ends
Foto © Andreas Hollinek

Meine Seele flackert, die Nacht steht still.
Nur Bahnsteige vor mir.
Ich warte und warte –
doch kein Zug fährt mehr zu dir.

Ich stehe an den Gleisen, den Rucksack leer,
alle Fahrplan-Monitore zeigen "Nichts geht mehr".
Jede Lampe verspricht mir: „Gleich wird es gescheh’n“,
doch ich seh’ nur die Schienen – kein Zug kommt zu mir.

Der Priester lügt und sagt: „Ich weiß.“
Der Banker gibt vor, sein Kapital sei heiß.
Doch die Zeit nimmt sich gern alles,
egal, wer du bist; egal, was du willst,
sie kennt keine Grenze, kein „Warte auf mich“,
keinen Deal, keine Schuld, nur: „Gib auf und zerbrich!“

Ich fühle die Stille wie Staub in der Lunge,
ich atme sie ein, während draußen die Stunde
sich weiterbewegt, als wäre niemals was war,
und Versprechen liegen wo – tot offenbar.

Du kannst nach den Sternen werfen,
kannst den Himmelsbogen hassen,
kannst dem Schicksal E-Mails schreiben –
doch es wird nie dein Ende wissen lassen.
Denn es setzt seine Unterschrift
nicht unter deinen Plan.
Du kannst feilschen, kannst erfleh’n –
doch es es lässt niemand an sich ran.

Ich schrieb dem Morgen Briefe,
voll Hoffnung, voll Licht,
doch der Wind trug sie fort.
Es blieb nurLeere,
nicht mal ein Wort.

Und das Morgen schaut zurück,
sieht die Auren des Knalls,
all die Leben, die wir waren,
all die Fehler, jeden Fall.

Wir schreien in die Nacht:

„Planet Erde, schenk mir noch Runden!
Und du Wind, heile meine Wunden!
Dunkelheit verkrieche dich,
mache auf dem Licht!“

Und im Kopf vibriert es:
"Mehr nicht, mehr nicht!"

Das Warten nimmt kein Ende,
es fängt höchsten wieder an,
wie ein verlorener Hund,
der nur seiner eig'nen Fährte
folgen kann.

Das Warten nimmt kein Ende,
es windet sich durch jeden Weg,
wie ein Gebet ohne Einsicht,
das im leeren Himmel steht.

Die Liebenden verloren ihre Stimmen im Wind,
die Dichter ihre Zeilen, weil die Worte Schilder sind.
Ob das, was du begraben hast, noch irgendwo lebt,
oder nur dein Kopf die Schatten weiterträgt?

Ich spielte mit den Jahren,
doch verlor bei jedem Spiel
ein Stück von meiner Beute
für ein Morgen ohne Ziel.

Wollte den Momenten etwas geben,
was wirklich zu mir passt.
Doch das Schicksal blieb stumm,
weil es falsche Fragen hasst.

Also sprech ich mit dem Mond,
während Regen auf mich fällt,
frag’ nach Leuten, die mich lieben,
doch das widerliche Ding,
ist wie immer stumm geblieben.

Vielleicht wartest du dein Leben
auf etwas, das längst ging.
Vielleicht ist das, was du suchst,
genau das, was dich zwingt:
Loszulassen.

Das Warten nimmt kein Ende,
es fängt höchsten wieder an,
wie ein verlorener Hund,
der nur seiner eig'nen Fährte
folgen kann.

Das Warten nimmt kein Ende,
es windet sich durch jeden Weg,
wie ein Gebet ohne Einsicht,
das im leeren Himmel steht.

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