Autor: Andreas Hollinek
Heute selbstversunken, Blick verliert sich im Licht,
Engel zieh'n vorbei, doch sie bemerken mich nicht.
wie in einem Boot, süßer Duft im Bug,
sie lachen meine Zweifel weg mit einem Atemzug.
Meine Hoffnung trägt Narben, meine Seele wird schwer,
jede Träne fällt leise wie ein Stern ins Meer.
Vielleicht sind sie Perlen, vielleicht nur Wasser im Wind,
doch ich frag mich, ob sie wissen, wer wir wirklich sind.
Wenn sie meine Tränen auf den Lippen tragen würden,
könnten selbst die dunkelsten Gedanken leiser werden.
Dann würd' ein Lied erklingen, sanft und klar zugleich,
und jeder Ton wär Gold auf dem Weg ins Himmelreich.
Es würde funkeln in der Nacht, heller als das All,
jede Wunde würde glänzen wie ein Sonnenstrahl.
Keine Krone aus Diamanten, kein Palast aus Stein,
nur ein bisschen Licht, um nicht allein zu sein.
Ich seh die Sterne, doch sie schweigen wie die Zeit,
jede Antwort scheint verborgen in der Ewigkeit.
Frag den Himmel nach dem Sinn, bekomm nur Wind zurück,
doch manchmal liegt die Wahrheit in 'nem kleinen Augenblick.
Wie still ... kann der Himmel heute sein.
Wie still ... hör ich mich selbst allein.
Zwischen Engel, Sternen und dem ewigen Licht
such ich eine Antwort – doch ich finde sie nicht.
Gott, bist du da oder nur ein ferner Klang?
Oder hörst du jeden Zweifel, jeden stillen Gang?
Ich schick Gedanken hoch wie Rauch in kalte Luft,
hoff, dass irgendeine Seele meinen Namen ruft.
Jeder Schritt ein Echo auf zerbrochenem Beton,
zwischen Hoffnung und der Angst liegt nur ein einziger Ton.
Und der schlägt in meiner Brust wie ein endloser Beat,
der mir sagt: "Gib nicht auf, auch wenn niemand dich sieht."
Vielleicht ist Schweigen keine Mauer, sondern Raum,
wo aus jeder kleinen Sehnsucht irgendwann ein Traum.
Vielleicht spricht Gott nicht laut, vielleicht spricht er im Wind,
in Momenten, die so leise wie Erinnerungen sind.
Engel zieh'n noch immer ihre Kreise über mir,
tragen all die Fragen weiter, Stück für Stück von hier.
Und ich lerne mit der Stille langsam umzugeh'n,
weil nicht jede Wahrheit Worte braucht, um zu besteh'n.
Also heb ich meinen Blick wieder Richtung Firmament,
jede Träne wird zu Tinte, jeder Schmerz Dokument.
Wenn die Nacht auch dunkel bleibt, geh ich trotzdem weiter,
denn selbst ein kleines Licht macht den Horizont schon breiter.
Heute selbstversunken hab ich Engel angeseh'n.
Sie mussten nichts erklären, mussten einfach nur besteh'n.
Und Gott?
Vielleicht liegt seine Antwort tief in jedem Stillsein drin.
Wie still.
Wie still.

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