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E-Bike Blogging Tour Reichraminger Hintergebirge
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Es war unsere erste E-Bike-Tour überhaupt. Und dann gleich 70 Kilometer; 22 davon bergab auf einer Schotterstraße. Durchaus eine Herausforderung für Leute, die die meiste Zeit ihres Lebens vor dem Computer sitzen.

Um 11 Uhr ging es los. Das Radtaxi brachte uns und die ausgeliehenen E-Bikes von über den Hengstpass nach Unterlaussa und von dort auf die Mooshöh. Schreiben tut man die Anhöhe "Mooshöh", wer Einheimisch kann, sagt "Moosheh" dazu.

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Von der Heh geht es auf einer mittelsteilen Schotterstraße bergab. Da muss man aufpassen, dass man nicht zu stark bremst und zu Sturz kommt. Ein gewisses Risiko besteht auch für die Reifen. So mancher spitze Stein hat der Radtour hier eine Flickpause oder ein vorzeitiges Ende beschert. Mit guten Reifen und dem richtigen Reifendruck kann man das Risiko eines "Patschens" aber minimieren.

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Bei der Hirschkogelkreuzung fuhren wir nach rechts; auf der ehemaligen Trasse der Waldbahn. Hier ist der Schotter feiner. Das ist auch gut so, denn die Landschaft hier ist so schön, dass wir nur noch Augen für die Felsen, die Wälder, den Bach und die historischen Tunnel haben wollten. Und natürlich für den ersten Hotspot der Tour durch das Reichraminger Hintergebirge: den Schleiferfall. Der war zum Absteigen schön.

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Die vielen für die Holzbringung händisch geschlagenen Tunnel sind es, die diese Tour zu etwas ganz Besonderem machen. Hier drinnen ist es kühl wie einem Weinkeller. Kondenswasser und Sickerwasser halten die Piste feucht. Bei der Einfahrt in den Tunneln brauchen die Augen zwei, drei Sekunden bis sie sich an das Dunkel gewöhnt haben. Wenn einem genau in diesem Moment RadfahrerInnen entgegenkommen, kann das für alle Beteiligten spannend sein. In den langen Durchfahrten gibt es jedoch eine Beleuchtung. Die ihre Energie übrigens aus einer Photovoltaikanlage. Weiter unten sieht man die Solarpanele rechts neben der Straße nach Süden schauen.

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Apropos Energie: Die blieb den Akkus unserer E-Bikes bisher voll erhalten, denn es ging ausschließlich bergab. Das sollte sich bis Reichraming großteils so bleiben.

Nicht weil wir so erschöpft gewesen wären, sondern weil Mittagszeit war, machten wir beim Nationalparkstützpunkt Große Klause Halt und gönnten uns Topfenbrote, Speckbrote und gespritzten Most. Unweit der ÖBf-Hütte war sie dann, die Große Klause. Ein schmaler Durchbruch durch den Fels, wie von Top-Landschaftsarchitekten gestaltet. So schön, dass man ihm und dem "Großen Bach" (weiter unten vereint er sich mit dem Plaißabach zum Reichramingbach) eine Ehrentribüne gebaut hat. Ein toller Platz zum Innehalten, Lauschen und Naturbewundern!

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Zügig kommt man von hier aus ins Tal. Beim Anzenbachschranken fuhren wir nach links, Richtung Reichraming. Bald war die Schotterstraße zu Ende, und wir hatten Asphalt unter den Rädern. Der Reichramingbach ist nun linker Hand. Er ist zu einem wunderschöner Fluss "angewachsen". Die Ufer bestehen aus großen, rundgeschliffenen Kalksteinen. Vom Rad aus konnten wir sehen, dass viele hier Picknicken bzw. Grillen. Wagemutige erfrischen sich im glasklaren Wasser. Bestimmt nicht lange. Ein wild-romantisches Treffen von Urzeit und Neuzeit: spärlich bekleidete Menschen auf Schotterbänken rund um rauchende Feuerstellen; am Straßenrand die Autos.

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Gleich bei der Reichraminger Pfarrkirche überquerten wir den Reichramingbach. Nun war die Zeit für den elektrischen Hilfsmotor gekommen. Locker unterstützte er uns bei der ersten "echten" Steigung. Wenig später war der Blick frei auf die Enns. Hier merkt man diesem "Strom" kaum an, dass er fließt. Weil er an vielen Stellen heimlich, still und leise "Strom" produziert. Das freut die vielen Produktionsbetriebe an seinen Ufern – und natürlich auch unsere E-Bikes.

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In einer Art Hochschaubahn ging es am linken Ufer der Enns via Losenstein nach Ternberg. Auf der Grünburger bzw. Ternberger Straße dann "hinüber" ins Steyrtal. Das war sicherlich der anstrengste Teil der Strecke. Lange Steigungen und Gegenwind brachten uns ordentlich ins Schwitzen.

Am Kaiblinger Kogel ist man dann im wahrsten Sinne des Wortes "über dem Berg". Zum Glück gibt es dort das Gasthaus "Sandner Linde". Ein halber Liter gespritzer Apfelsaft, Melange und Kuchen und schon waren Flüssigkeitshaushalt, Blutdruck und Blutzuckerspiegel wieder im grünen Bereich. Mühelos hinunter ins Steyrtal.

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Steinbach an der Steyr zeigt sich hier von einer besonders lieblichen Seite. Und wer bisher nur mit dem Auto die B140 die Steyr flussaufwärts gedüst ist, wird staunen, wie beschaulich und lauschig hier unten das Leben am Fluss ist.

Fast unmerklich "verwandelt sich" die Uferstraße in einen Radweg. Nun also sind wir auf der ehemaligen Trasse der Steyrtalbahn, einem Radweg der Extraklasse. Im mild-orangen Licht der Nachmittagssonne fuhren wir wie einst die Dampfzüge gefahren waren. Nur mussten wir weniger schnaufen. Der Motor hilft uns nämlich gut über die Steigungen und gibt uns die Gewissheit, dass wir es bis nach Klaus schaffen werden.

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Und tatsächlich: Zwanzig vor Sieben hatten wir das Ziel unserer E-Bike-Tour erreicht. Die E-Bikes in den ÖBB-Waggon gehoben (was wahrlich keine leichte Aufgabe ist) und zurück nach . Drei der vier Akkus hatte noch genug Strom, um damit zur E-Bike-Verleihstelle (Windischgarstnerhof s.moritz; Homepage: www.wdghof.at) zu kommen. Einer "woar goar" (oberösterreichisch für "war gar") – aber zum Glück kommt man mit einem E-Bike auch ohne Hilfsmotor ans Ziel!

E-Bikes aufladen in der Pyhrn-Priel-Region

In der Pyhrn-Priel-Region gibt es ein dichtes Netz an E-Zapfsäulen. Woran es jedoch noch mangelt: Information und Kommunikation darüber, was man zum Aufladen eines E-Bikes hier so alles braucht und wo man es bekommt. Ohne spezieller Karte mit Code, einer im Radrucksack mitgeführten Ladestation und Ladekabel geht nämlich nichts. Es wäre toll, wenn die in den E-Bike-Tourismus eingebundenen Stellen diese Infos bereitstellen könnten (z.B. in den Tourismusbüros, beim Quartiergeber, bei den Verleihstationen, auf den Bahnhöfen, dort wo Radtaxis losfahren und Ladestationen sind).

Alle E-Bike-Ladestationen der Pyhrn-Priel-Region auf . Informationen, Wünsche und Beschwerden: Energieautarke Region Pyhrn-Priel, DI Leopold Postlmayr – Sekretär, Linzerstraße 5, 4582 Spital am Pyhrn, Tel.: +43 / (0)664 / 8516589, office@energieregion.eu.

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