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Hinduismus / Brahmanismus

Der Hinduismus, der auch als Brahmanismus bezeichnet wird, ist eine Vereinigung von zwei unterschiedlichen Entwicklungsströmen, die zu einer Einheit verschmolzen: die autochtone altindische Religion und die Religion der nach Indien vordringenden Arier. Beide Begriffe werden synonym verwendet, wobei Brahmanismus eine Eigenbezeichnung dieser Religion ist. Der Begriff wird abgeleitet von der indischen Priesterkaste, den Brahmanen. Die Bezeichnung Hinduismus ist eine Fremdzuschreibung, durch die nach Indien vorgedrungenen Muslime. Der Glaube der Arier beruhte auf dem sogenannten "veda", dem heiligen Wissen. In Österreich haben Hinduisten den Status einer .

Der Hinduismus ist als die vielgestaltigste Weltreligion bekannt und umfasst beinahe alle religiösen Ausdrucksformen der Menschheit. Angefangen von einem Polytheismus (Vielgötterglaube), der Verehrung von Naturgottheiten bis hin zu einem philosophisch anspruchsvollen Monotheismus (Eingottglaube) und dem Glauben an ein über alles herrschendes Weltgesetz, das Dharma genannt wird. Der Hinduismus ist eng mit den sozialen Ordnungen, dem Kastenwesen verknüpft und fordert ausgeprägte Opferriten. Er schreibt keine allgemein verbindlichen metaphysischen oder religiösen Anschauungen vor, sondern legt den Fokus auf Sittsamkeit im Rahmen universal gültiger Verhaltensvorschriften. Dabei spielt die Vergeltung von gutem und bösem Verhalten eine wichtige Rolle. Es bedingt das persönliche und hat Einfluss auf Lebenskreisläufe (die auch Wiedergeburt und Weltzeitalter miteinschließen).

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Zentrales Symbol des Hinduismus ist das Rad. Dieses repräsentiert den Lauf des Kosmos, die Zyklen von Geburt sowie Tod, Entstehen, Reifen, Verfallen, Sich-Auflösen und Widerhervorgehen. Es ist auch Symbol für den Kreislauf der 4 Hindu-Weltzeitalter, die jede Welt durchläuft, bis sie in Finsternis versinkt und wieder neu entsteht. Das Rollen des Rades bedeutet Kontinuität und Unabänderlichkeit des kosmischen Geschehens. Im Hinduismus basiert Weisheit durch die Einsicht in die unaufhörliche periodische Wandlung des Weltalls. Hindus verstehen ihren Glauben als ewige Religion, welche "sanatana-dharma" genannt wird. Diese impliziert, dass in allen Zeiten Weise und religiöse Lehrer auftreten, die durch unterschiedliche Formen lehren.

Die Bezeichnung "deva" steht im Hinduismus für Götter und wird von "div" abgeleitet, das Scheinen oder Strahlen bedeutet. Die vedische Götterwelt erfuhr im Laufe der Zeit eine Umwandlung: Die vedischen Götter Mitra und Varuna, Indra und Agni traten in den Hintergrund. Stattdessen kam den Göttern Brahma, Vishnu und Shiva eine größere Bedeutung zu. Diese werden auch als Dreiheit "Trimurti" bezeichnet. Die drei Götter stellen drei unterschiedliche Gestalten oder Formen des einen Urwesens in seiner Tätigkeit als Schöpfer, Erhalter und Zerstörer des Universums dar. Viele Hindu-Theologen bekennen sich in der heutigen Zeit als Vishnuiten oder Shivaiten. Sie sehen einen der beiden als höchsten Gott an, dem die anderen Götter als Untergebene oder Inkarnation untergeordnet sind.

Brahma, der auch als Schöpfergott bezeichnet wird, ist maßgeblich an der Entstehung der Welt beteiligt. Er erschaffte die Welt jedoch weder nach seinem freien Willen, noch aus dem Nichts. Deshalb ist er nur eingeschränkt als "Schöpfergott" zu nennen. Er verkündet die heiligen Veden. Er stellt eine personifizierte Form des ursprünglichen Neutrums "Brahma", welches in den Upanishaden erwähnt wird. Die Upanishaden gehören zu den heiligen Schriften des Hinduismus. In diesen stellt Brahma das Absolute dar, welches mit dem "Atman", dem innersten Kern jedes Wesens, also auch des Menschen, ident ist.

Vishnu bezeichnet den Erhalter. Dieser ist einer der bedeutendsten Götter des hinduistischen Vielgötterglaubens, da er mit unterschiedlichen Gottheiten identifiziert wird und seine Inkarnation in verschiedenen Helden der großen Epen Indiens verkörpert. Sobald die Welt oder die Menschheit in Gefahr sind und durch böse Mächte oder sittlichen Verfall dem Verderben nahe sind, erscheint Vishnu als Held (in Tier- oder Menschengestalt), um sie zu retten.

Shiva gilt als der Zerstörer. Sein Name bedeutet "Der Gnädige". In der heutigen Zeit gilt dieser neben Vishnu, als der volkstümlichste Gott des Hinduismus. Sein vedisches Urbild ist der furchtbare Bogenschütze Rudra, der Krankheiten sendet und wieder vertreibt. Mit ihm ist aber auch der vor-arische Naturgott der Zeugungskraft verschmolzen, der unter dem Symbol des Phallus (Linga) verehrt wird. Shiva stellt gleichzeitig die schöpferischen und zerstörerischen Kräfte des Kosmos dar, welche er je nach seinen verschiedenen Gestalten und Inkarnationen verkörpert. Wie Vishnu wird auch Shiva von seinen Anhängern als höchster Weltherr angesehen. Er ist die facettenreichste und vielgestaltigste Gottheit des Hinduismus und gehört zu den ältesten Göttern.

Im Hinduismus gibt unzählige Gottheiten, die oft als Kinder oder Diener der Trimurti-Götter bezeichnet werden. Besonders bekannt ist der elefantenköpfige und hängebäuchige Ganesha, der als Gott der Weisheit angesehen wird. Ganesha entfernt alle Hindernisse, ist klug, heiter und gemütvoll. Er wird besonders oft vor Prüfungen oder schwierigen Unternehmungen angerufen.

Das im Hinduismus in allen Dingen und Wesen waltende ewige Gesetz, das Dharma genannt wird, ist zugleich natürliche wie sittliche Weltordnung. Für die meisten philosophischen Systeme des Hinduismus ist das Dharma das höchste und letzte Prinzip, das in allem manifestiert und über alles herrscht. Auch die Götter unterliegen diesem und gelten daher wie die Menschen als "vergänglich". Sie sind dem Karma sowie Wiedergeburten unterworfen. Unabhängig von ihrem Gottesbild ist die Lehre vom Karma und der damit verbundenen Seelenwanderung in allen hinduistischen Systemen zentral. Das Ziel eines jeden menschlichen Lebens ist die Sicherung einer guten Wiedergeburt durch gute Taten. Da jedoch alle Existenzen in den Weltuntergängen ein Ende finden, ist jede Existenz auch die der Götter, zeitlich begrenzt. Wer als Weiser die Vergänglichkeit und Hinfälligkeit alles irdischen Daseins erkannt hat, strebt daher nach ewigem Heil.

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