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Koran

Der Koran ist die heilige Schrift aller Menschen muslimischen Glaubens. Er enthält wortwörtlich und vollständig all das, was Gott dem 569 oder 570 nach Christus in Mekka geborenen Mohammed ab seinem 40. Lebensjahr offenbarte. Er ist in 114 Suren und 6219 Verse gegliedert.

Die in Mekka geoffenbarten Verse lassen sich von jenen in Medina geoffenbarten unterscheiden. Erstere sind in ihrem Grundton streng und voll Drohungen, während die Medina-Verse verbindlicher sind, mehr im Sinne einer lyrisch gehaltenen Belehrung. Vieles wird wiederholt. Begebenheiten aus der Thora und dem Neuen Testament kommen vor, finden aber bisweilen zu einem unterschiedlichen Ende oder führen zu einer differenzierten Aussage. Für Muslime, die der arabischen Sprache mächtig sind, gilt ausschließlich die Originalausgabe. Übersetzungen werden im Sinne eines missionarischen Wirkens toleriert, gelten aber nicht als gleichwertig.

Ein Moslem ist nur der, der in voller Überzeugung daran glaubt, dass der Koran das Wort Gottes ist. Dort, wo es um Gesetze und Verhaltensregeln geht, ist jedoch eine moderne Sicht und Relativierung legitim (z.B. zu Fragen der Einehe, der Todesstrafe usw.).

632, anlässlich seiner ersten und einzigen Pilgerfahrt (der Hadsch) und drei Monate vor seinem Tod, verkündete Mohammed vor einer großen Menge an Pilgerern das Ende aller Offenbarungen Gottes. Der genaue Wortlaut der Offenbarungen wurde sowohl mündlich (durch genaues Auswendiglernen) als auch schriftlich (in arabischer Originalsprache) dokumentiert. Die Sortierung der Offenbarungen erfolgte nicht nach der Chronologie der Offenbarungen oder in Themengebiete aufgeteilt, sondern nach deren Textlänge (die kürzeren zuerst, die längeren am Schluss). Der Koran ist für Muslime absolut heilig. Schändung, Zerstörung oder negative Kritik an dessen Inhalten wird als Gottesfrevel empfunden. Auch eine Umordnungen der Textabschnitte oder Teilveröffentlichungen (z.B. nur die schönen Stellen für einen "Kinderkoran") werden eher negativ beurteilt. Gott oder Mohammed zu zeichnen oder zu malen, ist für Muslime absolutes Tabu.

Die Grundpfeiler der Botschaft Gottes an die Menschen: Es gibt nur einen – und zwar genau jenen, den auch und haben. "Allah" ist also kein eigener bzw. kein anderer Gott, sondern nur das arabische Wort für Gott. Er hat den Menschen für sich geschaffen, die Dinge jedoch für den Menschen. Nach Wissen zu suchen ist religiöse Pflicht. Alle Geschöpfe sind Gottes Familie. Juden, Christen und Muslime sollten deshalb zueinander wie Brüder und Schwestern sein. Männer sollen gut zu ihren Frauen sein. Männer haben in gesellschaftlichen Belangen und Erbangelegenheiten eine Vormachtstellung. Sexuelle Verfehlungen außerhalb der Ehe zählen zu den schweren Sünden, innerhalb der Ehe wird Sexualität in liberaler Weise praktiziert. Das Herz ist das Haus Gottes. Kein Glaube ohne Liebe. Erlittenes Unrecht kann mit Einwilligung der Opfer auch mit Kompensationsleistungen abgegolten werden. Nach einer Auseinandersetzung ist Versöhnung geboten. Es gibt strenge Gebetsvorschriften, Waschrituale, Verhaltens- und Ernährungsregeln (darunter auch ein Verbot von Alkohol und Nikotin). Einmal im Jahr soll streng gefastet werden (). Der Mensch soll sich Gott unterwerfen, seine Gebote beachten, über die Schöpfung nachdenken, aber nicht über den Schöpfer selbst. Er soll sich weder ein Bild bzw. Bildnis vom Schöpfer noch von Mohammed machen. Gott ist immanent (in sich seiend, von Äußerem unbeeinflusst) und transzendent (die Grenzen der menschlichen Erfahrung und der mit den Sinnen erkennbaren Welt überschreitend), gütig, ohne Nachkommen. Jesus Christus bewirkte zwar Wunder, ist aber nicht Sohn Gottes, sondern einer der Propheten. Jesus wurde nicht gekreuzigt, sondern zu Gott "entrückt". Einst wird es Aufgabe von Jesus sein, das Ende der Welt zu verkünden. Das Ende der Welt ist gewiss und kündigt sich in kleinen und direkten Vorzeichen an.

Weiters: Es gibt ein Leben nach dem Tod. Gute Menschen kommen in den Himmel, schlechte in die Hölle. Jeder Mensch ist dabei nur Gott und sich selbst verantwortlich. Gott weiß genau zwischen wahrem Glauben und Heuchelei zu unterscheiden. Sinn des Lebens ist die Erkenntnis Gottes und Gotteslob. Mohammed sieht sich als den letzten aller Propheten und als eindringlicher Warner. Die Botschaft, dass nur Rechtgläubige und sozial Handelnde von Gott belohnt werden, während bösartigen Ungläubigen, Falschgläubigen und asozial Handelnden das Feuer der Hölle droht, wird oftmals wiederholt und zieht sich wie in roter Faden durch den Koran. Mohammed stellt im Auftrag Gottes den unverfälschten Eingottglauben von Stammvater Abraham wieder her und gibt ihm seine Vollendung.

Kritische Nachbetrachtung zu den Rechten, der Rolle und der soziale Stellung von Frauen in Staaten, in denen der Islam Staatsreligion bzw. weit verbreitet ist

Völlig unakzeptabel ist die Behandlung von Frauen in den allermeisten Staaten, in denen der Islam Staatsreligion ist. So sind einem Bericht der UNO aus dem Jahr 2013 zufolge in Ägypten 99,3 Prozent der Frauen und Mädchen schon einmal Opfer sexueller Belästigung geworden. Das Erschreckende dabei ist, dass dieses Verhalten der Männer weitgehend toleriert wird und kaum ein Geistlicher es wagt, Initiativen gegen diese Zustände zu unternehmen. Noora Flinkman von der Menschenrechtsorganisation HarassMap: "Die soziale Akzeptanz von sexueller Belästigung im Alltag betrifft jede Frau in Ägypten, unabhängig von Alter, beruflichem oder sozio-ökonomischen Hintergrund, Ehestatus, Kleidung oder Verhalten. Das beeinträchtigt die Teilnahme von Frauen am öffentlichen Leben. Es beeinflusst ihre Sicherheit, ihr Wertempfinden, Selbstbewusstsein und ihr Gesundheitswahrnehmen."

Völlig unakzeptabel sind auch Genitalverstümmelung und Zwangsverheiratung. Im Koran gibt es keine Textpassage, die diesen grausamen Dingen das Wort redet. Obwohl gesetzlich verboten, werden in Ägypten 91 Prozent der Mädchen gezwungen, diesen Eingriff über sich ergehen zu lassen. In muslimisch geprägten Ländern Afrikas liegt diese Rate noch darüber. Es wird viel zuwenig unternommen, um diesen Wahnsinn zu beenden.

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