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Samsara

"Wenn alle Dharmas das Buddha-Dharma sind, gibt es Illusion und Verwirklichung, Praxis, Leben und Tod, Buddhas und lebende Wesen", lehrte Eihei Dogen, Genjokoan. Keine andere Lehre des ist den anderen Religionen mit ihren klaren Konzepten von Gut und Böse so nah, wie die von Samsara und , welche den ewigen Kreislauf der leidvollen Existenz und die Befreiung aus diesem Kreislauf darstellt.

Der Prozess von Samsara ist also ein endloser Prozess, wo die Skandhas (Aggregate) ständig erscheinen und vergehen. Es ist ein Zyklus, in dem kein Zustand von Dauer ist, weil alles im ständigen Wandel ist. Und weil der eine Religion des Hier und Jetzt ist, hat Samsara in jeden Augenblick mit uns selbst zu tun, denn in jedem Augenblick können wir uns in einem Stadium oder mehreren Stadien von Samsara befinden, und das mehrmals pro Tag. Wenn also Samsara hier und jetzt präsent ist, was ist also zu tun, um aus diesen unendlichen Zustand des Leidens auszubrechen? Eine Frage, welche die Wichtigkeit des Studiums des Kreislaufs von Samsara deutlich macht.

Samsara

Im , so auch im oder im tibetischen Buddhismus, wird Samsara häufig als ein Rad des Lebens dargestellt. Auf tibetischen Tanka können wir kunstvoll Samsara als einen Kreis abgebildet sehen, der wiederum aus drei Kreisen mit jeweils mehreren Bereichen besteht. Im Herzen der Tanka, im mittleren Kreis, stehen die Gier (dargestellt durch einen Hahn), der Hass (symbolisiert durch eine Schlange) und die Unwissenheit (repräsentiert durch ein Schwein). Es handelt sich dabei um die drei Gifte, die untereinander verbunden sind und welche die Menschen verblenden und vergessen lassen, dass auch wir dem kontinuierlichen Wandel ausgesetzt sind sowie ebenfalls altern und sterben müssen.

Im zweiten Kreis befinden sind die sechs Königreiche der Wiedergeburt; Reiche, in denen wir je nach Karma wiedergeboren werden; sei es als "Deva", die reich und schön sind, aber durch ihr Glück an Faulheit und Niederlage gebunden sind; oder als Halbgötter, die geblendet sind von Stolz und Neid und welche die Überlegenheit der Deva nicht akzeptieren können. Anschließend kommt das Reich der Menschen; Menschen, die nicht immer versuchen etwas zu erreichen, geblendet von der Täuschung. Dem Reich der Menschen folgend, kommen die niedrigen Reiche, zunächst das Reich der Dämonen, die sich ständig bekriegen; anschließend das Reich der Tiere sowie das Reich der Gakis, welche ewig gierige und frustrierte Wesen sind.

Im Äußeren Kreis von Samsara befinden sich die zwölf Innen ("nen" bedeutet im Japanischen "wechselseitige Abhängigkeit"). Dieser Kreis erklärt bildlich die zwölf Gründe für unsere Konditionierungen und Bindung an Samsara:

Das erste im Kreis abgebildete Innen ist (1) Avidya, die Ignoranz. Damit gemeint ist in erster Linie die Ignoranz über die wahre Essenz unserer eigenen Existenz. Als nächstes erscheint die Absicht (2). Die Absicht, die vor der Handlung kommt und die Karma verursacht. Weiterhin finden wir das "Ich"-Bewusstsein (3). Das "Ich", das mit Erinnerungen und Wünsche assoziiert ist. Oft wird dieses "Ich"-Bewusstsein durch einen von einer Ecke in die andere springenden Affen dargestellt. Als nächstes kommen der Name und die Form (4). Dargestellt wird dieser Zustand oft von einem Schiff, welches durch den Ozean des Lebens, Samsara schwimmt. Anschließend finden wir die sechs Sinne (5): Augen, Ohr, Mund, Nase, fühlen und Bewusstsein. Sie werden symbolisch durch offene Fenster dargestellt. Als nächstes kommt der Kontakt (6) zwischen Form und Sinnen.

Anschließend finden wir die Auswahl (7), die aus dem Kontakt zwischen Sinnen und Form resultiert; der Dualismus der zwischen diesem und jenem auswählt. Aus dieser Auswahl, entsteht die Anhaftung (8) – der Durst, einen Wunsch zu stillen. Damit kommt als nächstes das Erreichen des Zieles (9) oder des Wunsches. Oft wird dieser Zustand im Kreis des Lebens durch ein Liebespaar oder einen Menschen dargestellt, der Früchte aus einem Baum nimmt. Als nächstes kommt das Karma (10), welches oft durch eine schwangere Frau illustriert wird. Was zum nächsten Innen führt: die Geburt (11) oder die Erscheinung in der Welt der Phänomene. Mit dem zwölften Innen wird der Kreis durch das Leben (12) geschlossen. Das Leben, das sowohl Leben als auch Tod bedeutet und uns deshalb als ungerecht erscheint und deswegen an die Ignoranz anschließt.

Die Buddhistische Lehre über Samsara besagt also, dass in diesem unendlichen Kreis nichts von anhaltender Dauer und alles im ständigen Wandel ist. Und weil wir diese Tatsache nicht akzeptieren können, leiden wir und befinden uns in Samsara. Was aber passiert, wenn wir sämtliche Kategorien und Begriffe, gut und schlecht, Leid und Glück, Leben und Sterben, loslassen? Vielleicht ist das, was übrigbleibt nur dieser Augenblick so wie er ist. Und in diesem Augenblick jenseits von jedem Begriff sind Samsara und nicht voneinander getrennt, sondern zwei Seiten von ein und derselben Wirklichkeit.

Meiyo Pedro Perez Vargas

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