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Shintoismus

Der Shintoismus ist die ursprünglich in vorherrschende Religion. Er ist geprägt von seiner ästhetisierenden Naturverehrung, seiner Bewunderung für herausragende Ereignisse, Menschen und Handlungen, seinen Herkunftsmythen rund um die Sonnengöttin Amaterasu und den Kaiser als Abkömmling der Göttin sowie von seinem Ahnen- und Seelenkult. Der Shintoismus ist in den pragmatischen Bedürfnissen des täglichen Lebens verwurzelt. In der Geschichte Japans hat der Shintoismus als Religion unterschiedliche Ausprägungen erfahren. Zwischen 1868 und 1945 war der Shintoismus als Staatskult für die Politik Japans mitbestimmend. Seit dem 6. Jahrhundert breitete sich der in Japan aus, welcher auf vielfache Weise mit dem japanischen Denken verschmolz. Heute engagiert sich der japanische Shintoismus in Weltfriedensbewegungen.

Die archaischen Religionen , und Koreas zeigen Gemeinsamkeiten wie zum Beispiel Elemente des Ahnenkultes, des Schamanismus und der Agrikulturmagie auf. Ein weiteres gemeinsames Merkmal ist, dass die sogenannte niedere Seele auch nach dem Tode mit dem Körper verbunden bleibt oder sich in seiner Nähe aufhält. Diese kann als Dämon oder Gespenst wiederkehren und den Lebenden Schaden anrichten. Daher müssen ihr Opfergaben oder ehrende Gedanken dargebracht werden. Die Beherrschung der Naturkräfte erfolgte durch Schamanen. In späterer Folge durch den mit oberpriesterlichen Funktionen ausgestatteten Kaiser. Auch in der heutigen Zeit führt der japanische Kaiser in der Neujahrsnacht Gebete in alle vier Himmelsrichtungen durch, um die Ordnung des Universums sowie einen guten Ablauf des kommenden Jahres zu gewährleisten.

Im Shintoismus wird das Universum als ein Spiel unzerstörbarer Energien gesehen, die in stetem Wandel mit den Naturphänomenen in Erscheinung treten. Alle Phänomene gelten als göttliche Wesen und sollten verehrt werden. Ihre Zahl ist unendlich und erweitert sich ständig durch die Vergöttlichung der Ahnen und Heroen aus Geschichte sowie der Kultur. Der Shintoismus sieht die Darbringung von Opfergaben vor wie beispielsweise Speisen und Früchte. Ebenfalls die Rezitation von Gebeten, um eine gute Ernte, Schutz vor Krankheiten sowie Gefahren und den Hausfrieden zu erbitten. Der Shintoismus wird als Praxis und Ritual ausgeübt. Im Mittelpunkt steht die Verbindung mit der Natur. Dabei geht es um Harmonie. Die Menschen sollen nicht im Gegensatz zu der Natur handeln.

Unterteilungen des Shintoismus

Volkstümlicher Shinto (Minkan-Shinto). Dieser stellt die Volksreligion auf der Ebene des Dorfes und der Familie dar. In diesem haben Naturphänomene und Vegetationszyklen eine wichtige Bedeutung. Ebenso Orte wie zum Beispiel Ackerland, Wälder, Berge und Gewässer. Es gibt lokal unterschiedlich ausgeprägte Kulte wie die Dämonenabwährung und den Fruchtbarkeitszauber.

Schrein-Shinto (Jinja-Shinto). Dieser ist eine streng organisierte Religion, welche eine besondere Prägung in der Meiji-Zeit erhielt, als das kaiserliche Amt für den Shinto-Kult wiederbelebt wurde.

Staats-Shinto (Kokka-Shinto). Dieser entwickelte sich aus den nationalen Formen des Schrein-Shinto. Er basiert in engster Verbindung mit dem Shinto des Kaiserhauses (Koshitsu-Shinto). Der Tenno wurde als Nachfolger der Sonnengöttin Ameterasu und der großen kaiserlichen Ahnen gefeiert. Prägend für den Staats-Shito ist die Abstammung des Kaiserhauses von der Sonnengöttin. Dadurch entstand die Göttlichkeit des Kaisers. Der Shinto wurde als "nationaler Kult" definiert und bemühte sich um die Herausstellung der ethischen Reinheit und Aufrichtigkeit des "wahren Herzens".

Sekten-Shinto (Kyoha-Shinto) umfassen heute 13 anerkannte neuere Gruppen und unzählige Untergruppen, die teilweise esoterisch ausgerichtet sind.

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