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Taoismus

Der Begriff "Tao-te-king" bedeutet "Das Buch vom Weltgesetz und seinem Wirken". Es stellt die überlieferte Schrift von Lao-tse dar und gehört zu den meist übersetzten Werken der chinesischen Sprache bzw. der chinesischen Philosophie.

Das Werk enthält 81 Abschnitte, die teilweise gereimt sind, welche die Gedanken ohne feste Gliederung in aphoristischer Form in poetischen Bildern und einer sehr anspruchsvollen Sprache transportieren. Die Abschnitte 1 bis 37 beschäftigen sich mit Definitionen des Weltgesetzes (Tao). Die folgenden Abschnitte behandeln das "Wirken des Weltgesetzes", welches oft auch mit "Tugend des Tao" übersetzt wird. Ebenso erörtert das Schriftstück die Beziehung von "Tao und Te" (das Weltgesetz und das Wirken des Weltgesetzes).

Der Name "Lao-tse" wird übersetzt mit "der alte Meister". Lao-tse gilt als geheimnisvolle und historisch umstrittene Persönlichkeit. Der Überlieferung nach soll er zwischen 604 und 517 v.Chr. gelebt haben und im Dorf Chu Jen, in der Provinz Hu geboren worden sein. Sein ursprünglicher Name soll Li Erh Tan gewesen sein. Viele Legenden ranken sich um seine Persönlichkeit sowie um sein Leben. Die bekannteste Legende ist, dass Lao-tse gegen Ende seines Lebens auf einem schwarzen Ochsen reitend China verlassen wollte und von einem Grenzposten aufgefordert wurde, vorher seine Gedanken niederzuschreiben, woraus das Tao-te-king entstanden sei.

Im Mittelpunkt des Denkens von Lao-tse steht der Begriff des Tao, welcher als ewiger Urquell allen Seins und als die Kraft, die allem zugrunde liegt, verstanden wird. Zugleich gilt das Tao aber auch als das Weltgesetz und stellt eine ethische Richtlinie für das Handeln dar. Es umfasst ein "ewiges All-Eines" und gilt als das höchste Prinzip der natürlichen und der sittlichen Welt. Dieses wird mit Weg, Leben, Gott, Gesetz oder auch natürlicher Ordnung übersetzt. Ebenso wird es auch als namenlos und undefinierbar bezeichnet. Es kann im Sinne eines Universalgesetzes oder auch als göttlicher Wille verstanden werden. Jedoch ist es kein statisches Ideal, sondern eine tätige Kraft.

Versteht man das Tao als etwas Absolutes, muss man ein unpersönliches Prinzip annehmen, jedoch wird das Tao-te-king auch als "Gott" oder "Mutterkönigin" verstanden. Dies steht im Zusammenhang mit der altchinesischen Bilderwelt. Seine Undefinierbarkeit als kosmische und ethische Autorität wird durch zahlreiche widersinnige Erscheinungen beschrieben. Diese wurden in späterer Zeit zu einem begehrten Stilmittel der taoistischen Schule.

Das Tao ist der Urgrund der Welt, aus welchem alles entstanden ist. Aus dem reinen, die Grenzen der sinnlichen Erfahrung überschreitenden, Nicht-Sein geht das Sein, das Tao, hervor. Diese erzeugt als Einheit in sich die Zweiheit von Yin und Yang. Aus dem Dualismus dieser Prinzipien entsteht der Atem des Leben, welcher die Harmonie der beiden antagonistischen Kräfte bewirkt. Yin, Yang und der Atem des Lebens erzeugt die Vielheit, die als "die zehntausend Wesen" beschrieben werden.

Das Tao ist aber nicht nur Ursprung aller Wesen, es nährt darüber hinaus diese mit Kraft und vollendet sie durch sein Wirken. Indem das Tao zur Vielheit wird, kommt die Welt der Gegensätzlichkeit in Erscheinung. So verhält es sich auch mit der menschlichen Tugend. Die taoistische Ethik geht davon aus, daß die bestehenden Gegensätzlichkeiten in der Welt die Loslösung der Welt und des Menschen von der ursprünglichen natürlichen Einheit anzeigen. Daher sollen die Mensch vom weltlichen Streben absehen und Freiheit von allen irdischen sowie sozialen Bindungen anstreben.

Das Tao gilt als das einzig Beständige in einer Welt des Wandels. Die Menschen sollen sich das Tao versenken und in ihm aufgehen. Das Handeln eines vom Tao durchdrungenen Weisen ist ein "Nicht-Handeln" im Sinne von Wirken durch vorbildhaftes Sein und dem Ablassen von kurzfristigen weltlichen Handlungen. Dieses ist ein sanftes Prinzip. Jedoch ist es nicht Abwesenheit von Handeln, sondern eine Haltung des Nicht-Eingreifens in den Lauf der Dinge. Es ist die Kunst, mit dem Wirken des Tao in Einklang zu sein.

Ideale des Taoismus sind das Unsterbliche, ein Zurückziehen von der Welt, Friedfertigkeit, Beschaulichkeit, Zurückhaltung und ein Versenken ins Tao als Kontrapunkt zum "rauhen" Alltag. Innerhalb des Taoismus ist nicht nur die Weisheit des Einzelnen wichtig, sondern auch die sittliche Erneuerung der Gemeinschaft, des Staates und letztlich der Welt. Der Taoismus sieht das Übel der Welt in der Tendenz, dass sich die Menschen von der frühen Natürlichkeit und Sittlichkeit entfernt haben.

Als politisches Ideal des Taoismus gilt ein kleines Reich, in dem die Leute friedlich und überschaubar leben, ohne Kriege oder Beziehungen zu ihren Nachbarvölkern zu führen. Der gute Fürst im Sinne des Taoismus regiert nicht durch machtvolle Handlungen, sondern wirkt allein durch sein ethisches Vorbild als Weiser. Auch und gerade er läßt das Tao in aller Ruhe wirken.

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