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Tauernkraftwerk Kaprun

Das Tauernkraftwerk Kaprun (Hohe Tauern, Salzburg) besteht aus einer Gruppe von mehreren Wasserkrafwerken und vier Stauseen: Margaritze, Mooserboden, Wasserfallboden und Klammsee. Das Wasser schießt über 850 Meter ins Tal. Mächtige Pelton-Turbinen erzeugen die Energie. In Zeiten des Stromüberschusses wird das Wasser von den Pumpspeicherkraftwerken Limberg I und Limberg II zurückgepumpt.

Baugeschichte

Das Kraftwerk wurde von den ehemaligen Tauernkraftwerken errichtet und befindet sich seit 1999 im Besitz der Verbund Hydro Power AG. Der Großteil des zur Stromerzeugten Wassers ist Schmelzwasser der Pasterze, eines mächtigen Gletschers am Fuß des Großglockners. Von der Zentralwarte in Kaprun aus werden die Elektrizitätswerke überwacht und fernbedient.

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Die Geschichte des Kraftwerkes Kaprun geht auf ein ehrgeiziges Projekt zurück, das von der Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschaft Berlin (AEG) in den Jahren 1926 bis 1928 entwickelt wurde. Die Idee war, mit Hilfe von Hangkanälen sämtliche abfließende Wässer der Hohen Tauern auf einer Höhe von 2000 Meter Seehöhe zentral zu fassen und in zwei Speichern in das Kapruner Tal abzuleiten.

Zunächst wurde das Projekt aber als maßlos und unrealistisch abgewiesen und stand lange vor dem endgültigen Aus, bis es durch die Nationalsozialisten freigegeben wurde. So wurde der Bau des Kraftwerkes Kaprun durch schonungslose Ausnutzung der Arbeitsleistung von über 6000 jüdischen Zwangsarbeitern begonnen. Unter sehr schweren Bedingungen arbeitend, ließen in dieser Zeit über 83 Menschen ihr Leben. Das Leiden dieser Zwangsarbeiter wie auch das Verdrängen dieses Leidens durch die ortsansässige Bevölkerung wurde durch das Theaterstück "Das Werk" von Elfriede Jelinek thematisiert.

Nach dem Krieg wurde der Bau des Kraftwerkes dringender den je und bekam beim wirtschaftlichen Wiederaufbau des Landes Priorität. Mit Förderungen aus dem Marshall-Plans konnten die Arbeiten fortgesetzt werden und wurden beispielgebend für viele anderen Anstrengungen der Nachkriegszeit. Bis heute ist der gewaltige Bau ein Symbol der Schaffens- und Willenskraft des Menschen. In diesem Kontext wurde auch den verunglückten Bauarbeitern ein Denkmal gesetzt. Dessen Inschrift: "Aus Arbeit und Opfer ein Werk". Das Kraftwerk wurde 1955 in Betrieb genommen und ist heute ein wichtiger Bestandteil des österreichischen Elektrizitätsverbundes.

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