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Brauchtum / Brauchtumsveranstaltungen Schweiz

In kaum einem anderen Land dieser Erde wird Brauchtum so flächendeckend gepflegt wie in der Schweiz. Darunter etliche Bräuche, die es sonst nirgendwo gibt. Auf dieser Seite finden Sie eine Liste ausgewählter Brauchtumsveranstaltungen. Für Ergänzungen sind wir Ihnen sehr dankbar. Bitte einfach an hollinek@50plus.at schicken, mit "Brauchtum Schweiz" in der Betreffzeile. Vielen Dank!

Alpfahrt und Alpabfahrt

Entspechend den Almabtrieben in Österreich gibt es beinahe allen Schweizer Regionen, wo es Almen gibt auch Festveranstaltungen an den Tagen, an denen das Vieh auf bzw. von der Alm getrieben bzw. gebracht wird.

Alpstobede

Um die Sommermitte herum wird auf vielen Schweizer Almen im Freien musiziert und getanzt; und das fast ausschließlich im Trachtgewand. Ein spezieller Brauch ist der "Hierig", bei welchem ein Tanzpaar nach einer traditionellen Melodie die Höhen und Tiefen einer Partnerschaft pantomimisch darstellt; Happy end inklusive. Da gibt es den Versöhnungskuss.

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Babanía

Eine Besonderheit ist das Babania Fest in Ardez. Mehr dazu siehe das Stichwort .

Betruf

Auf mehreren Alpen in Appenzell Innerrhoden wird noch der Betruf gepflegt. Der Senner (Schweizerisch "Senn") "singt" durch einen Holztrichter ein Gebet und fleht Gottes Segen für Mensch und Vieh herab.

Bloch, Blochziehen, Buebebloch

Am Montag nach dem Aschwermittwoch / Fasnachtsmontag, dem sogenannten Blochmontag, wird ein Baumstamm durch verschiedene Dörfer getragen bzw. – auf einen Wagen gebunden – gezogen. Da und dort findet das Blochziehen als Wettbewerb statt.

Gidio Hosestoss

In Herisau und Waldstatt (Appenzell) wird am Nachmittag des Aschermittwochs eine Figur des Gidio Hosestoss, der vor vielen Jahrzehnten an einem gestohlenen Leckerbissen erstickt war, als Strohpuppe auf einem Wagen aufgebahrt und in einem fasnächtlichen Umzug zur Abdankung geleitet. In einer Art Bühnenspiel fahren begleiten die trauernden Angehörigen den Wagen. Zusätzliche Karren stellen wichtige Ereignisse des vergangenen Jahres dar.

Eringer Kuhkämpfe

Die Eringer Kühe sind etwas Besonderes: Sie sind relativ klein, muskulös, trotzen gut den Wetterumschwüngen in den hochgelegenen Regionen des Wallis und rangel gern in ihrer Herde um ihre Machtposition. Das sieht spektakulär aus, führt aber bei den schönen Tieren selten zu gravierenden Verletzungen. Seit den 1920-er Jahren gibt es in den Hauptzeiten der Kuhkämpfe allerlei Volksfeste, in die diese Kuhkkämpfe eingebunden sind. Oft finden sogar Wettbewerbe statt, wo die stärkste Kuh in der Region ermittelt wird. Und weil die Rangeleien offenbar "ansteckend" sind, messen da und dort auch hochgewichtige Männer ihre Kräfte in Ringkämpfen.

Fahnenschwingen

Zum Älplerchilbi der Innerschweizer, bei Volksfesten aller Art, bei Jodelwettbewerben, am 1. August (Bundesfeier) und anlässlich eigener Schwingfeste zeigen Fahnenschwinger ihre Künste; Musikbegleitung durch Alphörner und Büchelklänge. Die fünft Hauptgruppen der über 50 Schwungarten sind Unterschwünge, Leib- und Körperschwünge, Tellerschwünge, Mittelhohe Schwünge und Hochschwünge.

Fronleichnamsumzüge

Die Fronleichnamsprozessionen sind ein rein katholisches Fest. Dabei wird das Allerheiligste in der Monstranz unter einem Baldachin vom Pfarrer und seinen Ministraten durch den Ort getragen. Hinter ihnen marschieren Bannerträger, diverse (Musik-) Gruppen, gegebenenfalls Schützenvereine und honorige Personen in ihren Trachten und Festtagsgewändern. Siehe dazu auch das Stichwort .

Funkensonntag

Der Funkensonntag ist eine der beliebtesten Brauchtumsveranstaltungen in der Schweiz – besondes bei Kindern und bei Jugendlichen. Er wird am 3. Sonntag vor Ostern gefeiert. Besonders schön sind die Feuer im Appenzell und seinen Außengemeinden.

Hexen

Auch in der Schweiz führte die Angst vor Hexen zu allerlei Bräuchen und Riten, die helfen sollten, diese Angst zu bewältigen bzw. zu bannen. Unglückseligerweise kam es dabei – wie auch in vielen anderen Gegenden Europas – zu sehr unguten Dingen.

  • Tipp: In Auenstein AG gibt es im Hexenmuseum (Website: ). Der Ort ist über Rupperswil, Aarau / Rohr oder Wildegg / Fahr zu erreichen; Autobahnausfahrten Mägenwil, Lenzburg und Aarau Ost.

Mittelalterfest

Jedes Jahr im September verwandelt sich Schloss Lenzburg in Aargau für drei Tage in einen farbigen Mittelaltermarkt. Marktleute bieten authentische Waren wie Leder- und Holzprodukte, Schmuck, Beerenwein, mittelalterliche Mode und vieles mehr. Marktfahrer zeigen ihr Handwerk, Spielleute sorgen für mittelalterlich Unterhaltung und in der Schlossküche gibt es historische Kost. Am Klostermarkt in Königsfelden gibt es Kunsthandwerk aus aktiven und ehemaligen Klöstern der Schweiz.

Räuchle

Von den vielen Rauchnächten von früher haben sich bis heute jene zu Weihnachten, Silvester und Dreikönig erhalten. Das Familienoberhaupt geht mit einer Räucherpfanne durch alle Wohnräume und gegebenenfalls Stallungen und bitte um den Segen Gottes. Früher wollte man mit dem Rauch (meist Weihrauch) die bösen Geister vertreiben.

Silvesterchlausen

Das Silvesterklausen wird am 31. Dezember sowie am 13. Jänner – dem Silvestertag gemäß Julianischem Kalender – im Ausserrhodischen Hinterland begangen. Dabei handelt es sich um ritualartige Schellenläufe, deren Protagonisten imposanten Kopfschmuck tragen sowie festgelegte Charaktereigenschaften und ein bestimmtes Aussehen haben. mit Besonders schöne Silvesterchlausen gibt es in den Gemeinden Herisau, Hundwil, Schönengrund, Schwellbrunn, Stein, Waldstatt und Urnäsch.

Viehschau

Was beim Militär eine Truppenparade ist, ist bei den Schweizer Bauern und Bäuerinnen die Viehschau (im Herbst, etwa Anfang Oktober). Mit Stolz und farbenprächtig geschmückt, wird alles gezeigt, was vier Beine hat. Die schönsten Exemplare einer Gattung werden prämiiert.

Ausgewählte Regionen mit gelebtem Brauchtum

Appenzell / Appenzellerland: In keiner anderen Region der Schweiz werden Tradition und Brauchtum so intensiv gelebt wie im Appenzellerland. Im Kranzrock mit Kameeschmuck und Mailändertuch geht es beispielsweise zur "Stobete", einem typischen AppenzellerTanz mit Streichmusik. Ab Mitte Mai fahren dann die Sennen in ihrer traditionellen Tracht mit den Tieren auf die Alp. Und im Herbst wird an den Viehschauen die schönste Kuh gekürt. Viele der oben kurz beschrieben Brauchtumsfeste werden speziell bzw. auch im Appenzallerland gepflegt. Homepage: www.appenzellerland.ch.

Toggenburg: Alpsegen und Viehschauen, Sennentrachten und Älplerchilbis – im Toggenburg gehört die gelebte Tradition auch heute noch zum Alltag. Und so begegnet man den Sennen bei der Viehschau in der Tracht, hört auf einer Wanderung Alpsegen und Juchzer. Das Brauchtum mit Sorgfalt zu pflegen und zu leben, gehört zum Toggenburger Selbstverständnis. Besonders farbenprächtig: der Alpabzug im Herbst. Höhepunkt für die Bauern und Bäuerinnen: die Viehschau in Nesslau (größte Viehschau der Ostschweiz; rund 1300 Stück Vieh werden präsentiert und bewertet; Rahmenprogrfam: ein richtiges Volksfest). Homepage: www.toggenburg.org.

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Siehe auch

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