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Theater Blog 2013-14
Blogger: . Fotos: Stefan Smidt

Blog-Archiv mit Theaterkritik zu aktuellen Produktionen und Beiträgen zur Theaterszene in Österreich. Spielsaison 2013-14.

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23.06.2014. "Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone" von Mark Haddon wurde 2003 ein internationaler Bestseller. Die von Simon Stephens erarbeitete Bühenfassung seines Romans über einen jungen Autisten war heute am zu sehen. Stefans Eindruck: "Bühnenbild, Regie und Schauspieler gut bis sehr gut, das Stück interessant, aber ein wenig zu lang; durchaus sehenswert." Es findet sich auch am Spielplan für die Spielsaison 2014/15 des Volkstheaters.

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27.05.2014. Einen literarischen Leckerbissen mit beeindruckenden schauspielerischen Leistungen serviert die Probebühne Josefstadt (): "Sechsunddreißig Stunden", eine musikalisch unterstützte Bühnen-Performance des posthum erschienene Erstlingsroman von Ödön von Horváth. Termine: leider nur noch am 06.06.2014 und am 07.06.2014. Hoffentlich kommt das nochmals auf den Spielplan!

Zum Inhalt schreibt der Veranstalter: "Deutschland 1928: Die Inflation hat den Mittelstand um seine Ersparnisse gebracht, die Arbeitslosigkeit steigt dramatisch an. Auch die junge Agnes Pollinger [Raphaela Möst] ist betroffen. Da lernt sie vor dem Arbeitsamt Eugen Reithofer [Matthias Franz Stein] kennen, der sich ebenfalls schon lange auf Arbeitssuche befindet. Schnell kommen sich die beiden näher ...

Ödön von Horváth: Sechsunddreißig Stunden
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... doch zum vereinbarten Treffen am nächsten Tag kommt es nicht mehr. Agnes hat sich entschieden, "praktisch" zu werden und lässt sich fortan mit Männern ein, die ihr Arbeit und sozialen Aufstieg versprechen, sie letztlich aber ausbeuten:

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05.05.2014. Sehr vergnüglich, auch wenn die Neurosen des Till Firit nicht ganz an jene von Woody Allen herankommen: "Spiel's nochmal, Sam", im Rahmen der Initiative "Volkstheater in den Bezirken" in Wien. Viele köstliche Details und Ideen! Karten und Auskunft zu den verschiedenen Spielstätten: Tel. 01 / 52 111 Durchwahl 77.

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Weiters spielen: Clemens Matzka, Alexandra Maria Timmel und Marie-Christine Friedrich.

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30.04.2014. Morgen hat am ein ganz besonderes Theaterstück Premiere: "Die letzten Tage der Menschheit" von Karl Kraus. Thomas Schulte-Michels hat diesen Klassiker der Weltliteratur in eine Bühnenfassung verdichtet. Haymon Maria Buttinger, Marcello de Nardo, Erwin Ebenbauer, Günter Franzmeier, Rainer Frieb, Tany Gabriel, Thomas Kamper, Ronald Kuste, Patrick Lammer, Alexander Lhotzky, Roman Schmelzer und Günther Wiederschwinger stellen dar.

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Die ausgewählten Szenen führen das Publikum "in die Straßen Wiens und Berlins, in Kanzleien und Kasernen, in Hinterhöfe und großbürgerliche Wohnungen, in Lazarette und Wallfahrtskirchen, in Friseursalons und Redaktionen, an alle Fronten und in die Etappe". Als Protagonisten des Wahnsinns treten auf: Kaiser Franz Joseph I., Kaiser Wilhelm II., Kronprinzen, Erzherzöge, Militärs und Zivilisten aus verschiedenen sozialen Schichten. Das Stück zeigt auf drastische Weise, was Machtgelüste, faschistoider Patriotismus, Profitgier, Unvernunft und die Illusion vom Endsieg verursachen können: das Ende des Menschseins, das Ende der Menschheit, die Machtlosigkeit Gottes; die Apokalypse.

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Karl Kraus: "Zu eurem unendlichen Schädelspalten haben wir bis zum Endsieg durchgehalten. Nun aber wißt, in der vorigen Wochen hat der Mars die Beziehungen abgebrochen. Wir haben alles reiflich erwogen und sind in die Defensive gezogen. Wir sind denn entschlossen, euern Planeten mit sämtlichen Fronten auszujäten und mit allen vermessenen Erdengewürmen, die sich erfrechten, die Sphären zu stürmen, und wie immer sie sich gewendet haben, das Bild der Schöpfung geschändet haben, die Tiere gequält und die Menschen versklavt, die Schande geehrt und die Würde bestraft, die Schlechten gemästet, die Guten geschlachtet, die eigene Ehre am tiefsten verachtet, sich als Hülle irdischer Güter benutzt, ihre Sprache durch ihr Sprechen beschmutzt, und Seele und Sinne, Gedanke und Wort und ihr Jenseits nur aufgemacht für den Export, und Tod und Teufel und Gott und die Welt und die Kunst in den Dienst des Kaufmanns gestellt, den Lebenszweck hinter dem Mittel versteckt, mit dem Leib ihre Fertigware gedeckt als Knechte ihrer Notwendigkeiten, die ihr Dasein mit ihrem Dasein bestreiten, sich selber für das Produkt verkauft und mit dem andern um den Rohstoff gerauft, und ihren Handel mit Haß nicht geendet, mit Geld und Gift sich die Augen geblendet, in ihrem ruchlos verblendeten Nichts sich unwert erwiesen des ewigen Lichts und unter den Strahlen der Sterne und Sonnen sich Schlachten geliefert und Schanden gewonnen, im Frevel geeint, von Süden bis Norden den Geist nur verwendet, um Leiber zu morden und einverständlich von Osten bis Westen die Luft mit Rache und Rauch zu verpesten, die beten konnten, um besser zu töten und nicht vor Scham, nur von Blut zu erröten, ihren Gott gelästert und ihrer Natur zertreten die letzte lebendige Spur, das Blaue vom Himmel heruntergelogen, mit Landesfarben die Landschaft betrogen, Eisen gefressen, jedoch zumeist mit siegreichen Lügen sich abgespeist, auf die Not des Nebenmenschen gepocht, am Brand des Nachbarn die Suppe gekocht, von fremdem Hunger die Nahrung genommen, und sich dabei selbst nicht satt bekommen, das Haupt des andern mit glühenden Kohlen beladen, um sich etwas Wärme zu holen und diese Empfindung frech zu besteuern und die Butter am eigenen Kopf zu verteuern, erpreßt und geplündert, gelogen wie gedruckt und als Kost nur den eigenen Wahn verschluckt, Invaliden auf allen Siegeswerkeln, Agenten mit Lues und frischen Tuberkeln, Händler und Helden und Menschenjäger, Bombenwerfer, Bazillenträger, Raubbauer am Schatze der Phantasie, Bankrotteure der eigenen Ökonomie, Buschräuber hinter dem Ideale, Glücksritter in einem Jammertale, gepanzert mit Bildung, gewandt und gelehrt, überbewaffnet und unterernährt, von Gnaden ihrer Maschine mächtig, hochmütig und dennoch niederträchtig, von sich überzeugte Untertanen, erbaute Erbauer von Bagdadbahnen. Hochstapler der Höhen und Schwindler der Tiefen, Hyänen, die Leben und Tod beschliefen, Flieger, die an dem Irdischen haften, Sklaven der neusten Errungenschaften, in Tort und Technik bestens erfahren, elektrisch beleuchtete Barbaren, die vor dem Tod noch den Einfall hatten, ihn mit allem Komfort fix auszustatten, so daß er bei jenen behaglich gelebt, die auf der Flucht vom Ursprung das Kriegsziel erstrebt!"

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  • Fazit: absolut sehenswert!

29.04.2014. "Ausnahmezustand Mensch Sein" ist ein "Community Arts"-Projekt von und Brunnenpassage (). Regie: Daniel Wahl. Die 30 DarstellerInnen sind in der Hauptzahl Laien.

Ausnahmezustand Mensch Sein
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Begleitet und unterstützt wurde es von Karl Markovics; geschrieben hat es Clemens Mädge, der als Ideengeber Shakespeare nennt. "Der Sturm" wird dabei in "Ausnahmezustand" übersetzt und dieser auf schrille, das Ensemble fordernde Weise verkörpert. Hauptthemen sind persönliche Verantwortung und Versöhnung.

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Auf und hinter der Bühne "spielt es sich ab" – und das in einer Vielzahl von Sprachen. Trotzdem will es laut Anne Wiederhold, der künstlerischen Leiterin der Brunnenpassage, kein "Migrantenstück" sein. Am 16.05. und 17.05.2014 gibt es noch zwei Gelegenheiten, sich selbst ein Bild davon zu machen: .

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03.04.2014. Das und die werden wie geplant "Die letzten Tage der Menschheit" von Karl Kraus koproduzieren (Premiere am 29.07.2014; ab Anfang September dann im Burgtheater). Nachdem Matthias Hartmann ja von seiner Regieverpflichtung entbunden wurde, musste für die Umsetzung von Karl Kraus' epochalem Werk ein neuer Regisseur gefunden wurde. Georg Schmiedleitner erklärte sich bereit dazu. Schmiedleitner wurde als Mitbegründer und Leiter des Linzer Theater Phönix bekannt.

Am Burgtheater inszenierte er erstmals 2005 Nestroys "Der Zerrissene" mit und . Als freier Schauspiel- und Opernregisseur arbeitet er im gesamten deutschsprachigen Theaterraum, unter anderem an den Schauspielhäusern Graz und Hamburg, am Staatstheater Nürnberg, Nationaltheater Mannheim, am und am . Für politisch und spezifisch österreichisches Theater steht sein Name auch als künstlerischer Leiter des Theaters Hausruck, einer Theaterinitiative, die regionale zeitgeschichtliche und aktuelle gesellschaftspolitische Themen aufarbeitet. 2005 erhielt er den Nestroy-Preis für seine Regie von "Hunt oder Der totale Februar" von Franzobel.

31.03.2014. Übermorgen hat am Theater in der Josefstadt das Stück "Die Schüsse von Sarajewo" seine Uraufführung. Anlässlich des 100. Jahrestages des Attentats von Sarajevo dramatisieren Milan Dor und Stephan Lack den Roman von Milo Dor "Der letzte Sonntag". Stefan war bei der Presseprobe und ist voll begeistert: "Sehr gutes und dichtes Stück, hervorragend inszeniert und gespielt, Bühnenbild toll." Termine siehe .

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Regie: . Bühnenbild: Walter Vogelweider. Kostüme: Birgit Hutter. Musik und musikalische Leitung: Christian Brandauer. DarstellerInnen: Leo Pfeffer, Untersuchungsrichter: ; Marija Begovic, seine Geliebte, Serbin: Julia Stemberger; Viktor Iwasiuk, Polizeichef von Sarajevo: Toni Slama; Dr. Sattler, Arzt: Siegfried Walther; Dr. Sutej, Schriftführer bei Gericht: David Jakob; Chmielewski, Gerichtspräsident: ; Gavrilo Princip, Student, Attentäter: Josef Ellers; Nedeljko Cabrinovic, Student, Attentäter: Alexander Absenger; Danilo Ilic, Lehrer, Organisator des Attentats: Matthias Franz Stein; Wiesner, k.u.k. Beamter des k.u.k. Außenministeriums: Michael Schönborn; Jasna, Kellnerin: ; Franz Graf von Harrach, Adjutant des Thronfolgers: ; Leopold Loyka, Chauffeur: Peter Scholz; Rabbiner: Gideon Singer.

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28.03.2014. Jetzt hat sich auch Miloš Lolić an Werner Schwabs "Präsidentinnen" versucht, und zwar am . Und das Stück bleibt, wie es ist: mehr ordinär als pointiert. Dazu kommt ein eher phantasie- und reizloses Bühnenbild sowie Kostüme, die wie aus ganz anderen Stücken entlehnt erscheinen. Die auf Wiener Bühnen gespielten Vorgänger-Inszenierungen konnte Lolić jedenfalls nicht übertreffen. Katja Kolm, Claudia Sabitzer und Martina Stilp spielen gut.

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27.03.2014. So berührend wie der gleichnamige Film (siehe ) von Eric Toledano und Oliver Nakache ist auch das Theaterstück. Das verdankt es vor allem der schauspielerischen Leistung von Michael Dangl als Philippe, Nikolaus Okonkwo als Driss (siehe auch ) und Silvia Meisterle als Magalie. Regie: Michael Gampe. Bühne: Wiener Kammerspiele ().

Ziemlich beste Freunde; Michael Dangl und Nikolaus Okonkwo
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26.03.2014. Das in Wien ist dafür bekannt, dass es immer wieder sehr gewagte Stücke zeigt. "Begin The Beguine" von John Cassavetes ist so eines. Zwei in die Jahre gekommene Männer wollen alles noch einmal spüren. Dabei bringen sie einiges Durcheinander: Sehnsüchte, Lustgefühle, Sex, Freundschaft, Liebe und mehr. Aber wenigsten sprechen sie darüber; und zwar zwei pausenlose Stunden lang. Und damit beim Publikum (jedenfalls beim männlichen Publikum) die Spiegelzellen und Hormondrüsen so richtig anspringen, gibt es zu den seelischen Einblicken auch jede Menge körperlicher Ein- und Ansichten.

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Die DarstellerInnen sind (Gito Spaiano), (Morris Wine), Inge van Bruystegem (Bibi Feller, Charlemane, Jocanda) und Sung-Im Her (Shelly Tonatsu, Benee, Kiko). Regie führt Jan Lauwers. Die nächsten Termine: Samstag 29.03.2014, Dienstag 01.04.2014, Donnerstag 03.04.2014 und Donnerstag 24.04.2014.

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25.03.2014. Übermorgen hat am OFF-Theater in Wien "Skinned" Premiere (www.off-theater.at). Es soll "ein Teufelsritt in der Achterbahn der schlimmsten " werden. Kann "Theater des Grauens" Mut machen? So als Bewältigungstherapie vielleicht. "Unterhaltung" darf man dabei bestimmt keine erwarten.

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16.03.2014. Wiedersehen ist schön: "Kunst" von Yasmina Reza fand 1996 sowohl beim Publikum als auch bei TheaterkritikerInnen großen Gefallen. (damals 35 Jahre alt), (damals 34) und (damal 40 Jahre) verkörperten darin drei Freunde, die ob der Diskussion, ob weiße Streifen auf weißer Leinwand "Kunst" sei, schlummender zwischenmenschliche Konflikte aufwecken. Bei der Aufführung von heute sind alle drei Darsteller 50plus. Das Ergebnis: So unterhaltsam und beeindruckend wie damals; in etlichen Aspekten sogar besser. Den Remake können Sie noch bis 06.04.2014 in den Wiener Kammerspielen sehen ().

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Nachbemerkung: Dass Schwarz auf Schwarz bzw. Weiß auf Weiß tatsächlich ein teurer "Kunst"-Spaß sein kann, habe ich in der "Langen Nacht der Museen" gesehen (05.10.2013, Galerie Hilger; siehe auch www.50plus.at/lange-nacht-blog.htm).

Kunst

12.03.2014. Jetzt kommt zu den zum Finanzdebakel geführt habenden Eitelkeiten am die künstlerische Eitelkeit von Frank Castorf hinzu. Er setzt seinem (?) Publikum auf Teufel komm raus ein von Hans Henny Jahnn verfasstes 6-stündiges (!) Gekrächze und Gebrülle vor, das ein Hauptbotschaft hat: "Da Mensch is a Sau!". Wer "Die Krönung Richards III." durchsteht, bekommt für diese – beeindruckend gespielte – ZuMUTung vielleicht eine Tapferkeitsmedaille des Ensembles.

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10.03.2014. Wer den Film gesehen hat ("Calendar Girls; Nigel Cole, GB/USA; mit Helen Mirren und Julie Walters in den Hauptrollen), dem wird auch das Theaterstück im Wiener Gloria Theater bestens unterhalten. Mehr dazu beim Stichwort und bei der .

Kalender Girls 02
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21.02.2014. Kann der Aufstieg einer Diktatur verhindert werden? Bertolt Brecht hat mit seiner "Historien-Farce" diesem Thema ein literarisches DENKmal! gesetzt, hat es am in Szene gesetzt. Stefans Eindruck: "Das Stück beginnt – wie bei der Mausefalle in den Kammerspielen – als Schwarzweißfilm-Vorspann. Dieser Brecht ist ideenreich, wunderbar grotesk und überhöht inszeniert. spielt die Titelrolle mit vollem Einsatz (gelegentlich an der Grenze zur Übertreibung), was auch aus fotografischer Sicht ergiebig war. Bühnenbild, Beleuchtung, Kostüme und Masken sind toll. Hingehen!"

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Brecht: "Die großen politischen Verbrecher müssen durchaus preisgegeben werden, und vorzüglich der Lächerlichkeit. Denn sie sind vor allem keine großen politischen Verbrecher, sondern die Verüber großer politischer Verbrechen, was etwas ganz anderes ist."

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Dass das Stück hoch aktuell ist, zeigt ein Blick auf die Inhaltsangabe auf der Website des Volkstheaters (): "Dargestellt wird dies am Aufstieg des miesen kleinen Gangsters Ui und seiner Gang, denen es gelingt, in den Karfioltrust einzusteigen, da Politik und Wirtschaft durch unlautere Verflechtungen erpressbar geworden sind. Schließlich übernehmen die Gangster, nun im bürgerlichen Habitus, den Trust: Der Siegeszug des Monopolismus beginnt." als Arturo Ui (links im Bild) und Patrick O. Beck als Ernesto Roma, sein Leutnant (rechts):

Maria Bill und Patrick O. Beck
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09.02.2014. Die Tochter / Kamera: Liliane Amuat. Die Mutter: Dorothee Hartinger. Stimme des Sohnes: Peter Knaack. Stimme der Mutter: Petra Morzé. Der Pfarrer: Robert Reinagl. Schwiegersohn / Kamera: Laurence Rupp. Der Sohn: Daniel Sträßer. Diese Bühnenfassung von Peter Handkes "Wunschloses Unglück" ist etwas Besonderes. Das war auch zu erwarten, wenn eine Katie Mitchell Regie führt.

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Will man den Selbstmord der eigene Mutter verstehen, ist man auf die Vergangenheit angewiesen; auf Er-Innerungen. Peter Handke schreibt die Innerungen heraus; sucht und versammelt sie. Mitchell siedelte sie hinter der Bühne an und lässt sie auf eine große Leinwand projizieren.

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Links und rechts der Bühne gibt es Kabinen. Aus der linken hört man die Stimmen der Mutter und des Sohnes, aus der rechten werden simultan die dazugehörigen Geräusche produziert. Der Kopf wird zur Bühne, die Bühne zum Kopf. Genial! Noch bis Ende März im Kasino des .

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  • Wer diese großartige Bühnenbearbeitung von Duncan MacMillan voll in sich aufnehmen will, sollte nochmals das Originalwerk gelesen haben. Wer es noch nicht im Buchregal hat, kann es z.B. bei Amazon bestellen.

06.02.2014. Der APA-Redakteur Wolfgang Huber-Lang bringt es auf den Punkt: "Tatsächlich geht es in diesen 100 pausenlosen Minuten um weit mehr als um die bloße Huldigung des Lustprinzips. Es geht um alles. Um Himmel und Hölle, Tod und Teufel, Liebe und Laster." Heiner Müller trägt auf; trägt alles auf. Und man muss alt geworden sein, um in jeden Abgrund einer Beziehung geblickt zu haben. Miteinander alt gewordene Paare können da noch viele Giftpfeile aufeinander abfeuern, die die Jungen noch nicht im Köcher haben.

Helmuth Lohner und Elisabeth Tressenaar
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Helmuth Lohner (siehe auch ) als Valmont und als Merteuil spielen gewaltig; eben wie welche, die wissen, dass es hier um weit mehr geht als nur um ein Theaterstück. Es geht im Endeffekt um nicht weniger als um die Rettung von Liebe, Zärtlichkeit und Zuwendung, weil das Stück – wie viele Theaterstücke – ein vorgehaltener Spiegel ist, in dem wir uns selbst erkennen könnten.

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Unter der Regie von Hans Neuenfels laufen sie auf der Bühne des Theaters in der Josefstadt zu Hochform auf.

Elisabeth Tressenaar
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Ein Muss für alle, die um Veständnis ringen, wenn sogenannte "Liebschaften" gefährlich werden. Termine für dieses Stück siehe http://www.josefstadt.org.

30.01.2014. Regisseur Antú Romero Nunes hätte die Chance gehabt, geist(er)reiche Dramatik auf die Bühne eines Landes zu bringen, das von 1938 bis 1945 selbst Geisterhaus war. Fast hätte er sie verspielt, wären da nicht , , , , , , und gewesen. Dreieinhalb Stunden spielen sie gegen allzu Plakatives an. Theater könnte mehr als nur Geschichte(n) erzählen. "Das Geisterhaus" wird noch bis Ende März am Wiener gezeigt. Aufgrund der herausragenden schauspielerischen Leistungen sehenswert! Auf den Szenenfotos zu sehen sind und :

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und :

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und :

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14.01.2014. Morgen hat auf der Bühne des das Stück "Der diskrete Charme der smarten Menschen" Premiere. Frei nach Luis Buñuels Film "Der diskrete Charme der Bourgeoisie", beleuchtet es ein Stück gutbürgerlicher urbaner Identität.

Theater Blog 094
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"Originalzitate aus Interviews mit Menschen des kreativen Mittelstands stehen fiktiven Elementen aus alltäglichen Erzählungen, Gerüchten und Traumerzählungen gegenüber. Dabei sollen Antworten auf die surrealen Überhöhungen Buñuels aus einer gegenwärtigen Logik gefunden werden. Die gelebte Verbürgerlichung im Kontrast zum neurotischen Bedürfnis, Engagement zu demonstrieren. Ein Widerspruch? Nein – ein Versuch, das Lebensgefühl einer Generation darzustellen." (Werkbeschreibung)

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Stefan hatte die Presseprobe besucht und die hier präsentierten Szenenfotos geschossen. Sein Gesamteindruck: "überaus skurril und streckenweise umwerfend komisch".

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Es spielen: (knieend, im weißen T-Shirt), (blond), Raphael Nicholas (der jüngere der beiden Männer), Julia Schranz (schwarze Kurzhaarfrisur), Georg Schubert (der Mann zwischen den beiden Damen) und Elisabeth Veit (am untenstehenden Foto mit herausgestreckter Zunge).

Der diskrete Charm der smarten Menschen
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22.12.2013. Und noch ein Theater-Klassiker hatte gestern Premiere: Shakespeares "König Lear" am ; ein royales Geburtstagsgeschenk von Peter Stein an , der am 22. Juni 70 wird. Der Beschenkte und die anderen SchauspielerInnen dankten es mit einer großartigen schauspielerischen Leistung. Die überwiegende Anzahl der Theaterkritiken war jedoch in Summe negativ; einige sogar auffallend aggressiv: "eine merkwürdig fantasiearme, leblose Angelegenheit" (Ronald Pohl vom "Standard"); "Peter Steins biedere Märchenstunde bleibt alle Antworten schuldig, außer, dass sie das Alter und wohl auch sich selbst feiert." (Karin Cerny vom "Profil"). Findet das Stück in der wirklichen Theaterwelt seine Fortsetzung? Beginnt ein Kampf um die Macht am Burgtheater? Wer macht wen und sich selbst zum Narren? Man darf gespannt sein.

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Am Foto oben, von links nach rechts: der Herzog von Albany (), Cordelia (), König Lear (), Regan () und der Herzog von Cornwall (). Auf den beiden Fotos unten: Graf von Gloster () und Edmund () bzw. König Lear () und der Narr (; mit Brille [!]).

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Theater Blog 093
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20.12.2013. Premiere von Friedrich Schillers "Maria Stuart". Ewig starkes Stück. Dieses Mal unter der Regie von Stephan Müller am inszeniert. Stephans Kommentar: "Sehr gut gemacht. Alle, besonders aber (als "Elisabeth, Königin von England") und (als "Maria Stuart, Königin von Schottland, Gefangene in England"), exzellent und rollendeckend besetzt. Bühnenbild minimalistisch, Kostüme modern. Sehenswert!"

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19.12.2013. Heute hatte "Die Mausefalle" von Agatha Christie in den Wiener Kammerspielen Premiere. Ein Klassiker, den man sich immer wieder gerne ansieht – auch wenn die Täterschaft als bekannt vorausgesetzt werden kann. Mit Ausnahme des roten Telefons und eines roten Blutflecks ist das Bühnen-Setting fast komplett in Schwarz-Weiß gehalten. Eine großartige Idee! Gut besetzt, spannend inszeniert und mit etlichen Schüssen Humor noch unterhaltsamer gemacht. Regie: Folke Braband. Termine: noch bis 24.06.2014. als Detective Sergeant Trotter:

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Von links nach rechts: als "Mollie Ralston", Siegfried Walther als "Mr. Paravicini" und als "Mrs. Boyle" (mit dem Messer im Rücken; rechts von ihr nochmals Alexandra Krismer).

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11.12.2013. Nicht alle Skandalstücke dieser Theaterwelt werden zu Bühnenklassikern. "Warten auf Godot" von Samuel Beckett wurde es. Kein Wunder: Es verdichtet die tragischen und faschistoiden Komponenten der menschlichen Existenz in einer subtilen Weise, wie das vorher kein Theaterschriftsteller geschafft hat.

Im Wiener Ateliertheater (Burggasse 71, 1070 Wien) war es bereits einmal ein großer Erfolg gewesen. Das wird auch dieses Mal so sein, denn es ist eine bemerkenswerte Aufführung.

Ateliertheater Wien, Warten auf Godot 03
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Ateliertheater Wien, Warten auf Godot 02
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Wladimir: Hubsi Kramar (der auch die Regie führt; am untenstehenden Foto oben links), Pozzo: Oliver Vollmann (oben Mitte), Estragon: Markus Kofler (oben rechts), Lucky: Hannes Lengauer (am Boden liegend). : ?

Ateliertheater Wien, Warten auf Godot 01
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05.12.2013. Wer sich alle vier Teile von Thomas Manns "Joseph und seine Brüder" vorlesen lassen will, muss 30 CD in den Player einlegen (bestellbar z.B. bei Amazon). Die Urformen des Lebens zu ergründen, das mythische Bewusstsein antiken Kulturen zu beleuchten, archaischen Muster im Verhalten der Menschen zu entschlüsseln, ist nicht einfach und braucht Zeit; viel Zeit.

Günter Krämer inszenierte an der Josefstadt nun Herbert Schäfers Theaterfassung des Kapitels "Die Berührte", das das Zusammentreffen von Potiphar, Mut und Joseph schildert. Als Dialog verwendet er ausschließlich Originaltexte aus der Mannschen Tetralogie. Brilliant: als Joseph (Osarsiph) und als Mut-em-Enet. Siehe auch die .

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Mut, Potiphars Frau, gibt sich zunächst damit zufrieden, mit einem kastrierten Mann verheiratet worden zu sein. Die Zuneigung zu ihrem Sklaven Joseph nährt jedoch ihr geschlechtliches Verlangen. Der im Kindesalter ritualkastrierte Potiphar (dargestellt durch Tonio Arango; siehe auch ) leidet unter der Bürde seines Amtes und sehnt sich nach Ruhe, Liebe und Menschlichkeit.


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Die Meinungen der Theaterkritiker sind unterschiedlich. Ronald Pohl in der Tageszeitung "Der Standard" vom 07.12.2013: "Günter Krämers wunderbar gedankenreiche Reise an die Ufer des Nil ist eine der wirklichen Überraschungen dieses Theaterherbstes." Thomas Kramar, "Die Presse", Ausgabe vom 07.12.2013: "Potiphar als Décadent, seine Frau als Nervöse, Joseph als Tölpel: Günter Krämer will aus Thomas Manns Meta-Erzählung ein Meta-Lustspiel machen. Das geht nicht." Wie dem auch sei, dieses Theaterstück sollte man gesehen haben. Bis zum 25.06.2014 bleibt Gelegenheit dazu: .

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22.11.2013. Eine Sternstunde am : "Woyzeck" nach dem Stück von Georg Büchner. Großartige Regieführung durch , beeindruckende Schauspielkunst, ein Ensemble wie aus einem Guss: , Christoph F. Krutzler und Hanna Binder (oberstes Foto); Haymon Maria Buttinger (mit Hanna Binder am zweiten Foto); und (drittes Foto); (unterstes Foto); sowie Tany Gabriel und Matthias Mamedof.

Susa Meyer, Christoph F. Krutzler und Hanna Binder
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Die Songs und Liedtexte im Stück stammen übrigens von Tom Waits und seiner Frau Kathleen Brennan. Hervorragend (in Englisch) gesungen und gespielt.


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Thomas Bauer
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08.11.2013. Bertolt Brecht (1898-1956) war ein Kind jener Generation, die gleich zwei Weltkriege mitmachen musste. Die Fratzen des Krieges sickerten ihm aber erst nach und nach ins Bewusstsein. Mit Fortdauer des Wahnsinns wusste er, dass es Leute gibt, die gut am Krieg verdienen und bereit sind, ihm ihre Kinder zu opfern. (Mutter Courage), (Kattrin, ihre stumme Tochter), (Eilif, der ältere Sohn), (Schweizerkas, der jüngere Sohn, Junger Bauer), (Der Werber, Soldat), (Der Feldwebel, Soldat), (Der Koch), (Der Feldhauptmann, Bauer), (Der Feldprediger) und (Yvette Pottier, Die Bäuerin) sind – mit kleinen Einschränkungen – ein Dream-Team für dieses Stück. Derzeit zu sehen am .

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07.11.2013. Dass Begeisterung und Engagement in der Musik Großes bewirken kann, wurde schon mehrmals offenbar (siehe dazu auch den Abschnitt über "El Sistema" auf der Seite ). Manchmal sind die Erfolgsgeschichten so beeindruckend, dass sie verfilmt und/oder als Theaterstück auf die Bühne kommen.

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"Wie im Himmel" ist so ein Fall. spielt den einstmals gefeierte Dirigenten Daniel Daréus, der nach einem Herzinfarkt in seinem schwedischen Heimatdorf als Kirchenchorleiter eine neue Herausforderung sucht. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten schaffte er es, aus wenig gesangsaffinen Menschen einen Chor zu formen, dessen Aufführungen die ZuhörerInnen begeistern.

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2005 wurde der erfolgreiche Kinofilm für den Oscar in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" nominiert. Heute hatte die Geschichte am Premiere. Autor: Kay Pollak, Regisseur: Janusz Kica, Musik: Kyrre Kvam. Vor allem Dank der brillianten schauspielerischen Leistung von eine durchaus sehenswerte Produktion.

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03.10.2013. Eduardo De Filippo meinte einmal zu seinen Stücken: "Ich bin davon überzeugt, dass meine Komödien zutiefst tragisch sind, selbst dann, wenn sie zum Lachen reizen." Sein ab heute im gespielte Stück "Hochzeit auf Italienisch" legt Zeugnis davon ab. Die Hauptdarsteller sind gut in Szene gesetzt, das Stück gibt etwas her. Nur einige Nebendarsteller wurden von der Regie (Thomas Birkmeir) vernachlässigt. Das Stück kann man sich anschauen. Auf dem oberen Foto: und . Unteres Szenenfoto: und .

Hochzeit auf Italienisch
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Anmerkung zu den Theaterfotos: Noch besser als bei der Darstellung von einzelnen SchauspielerInnen oder bei Aufnahmen von Gruppen, zeigen Szenenfotos von Bühnenpaaren die Inszenierung von Interaktionen der Akteure und Akteurinnen. Wir haben solchen Interaktionen eine eigene Fotostrecke gewidmet: die .

Theater Blog 078
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29.09.2013. "Hamlet" ist der ganz große Theaterklassiker. Und so lange es Mord, Rache, Verstellung, Unvernunft, Wahnsinn und Sinnleere unter den Menschen gibt, wird er es auch bleiben. Am spielen sie ihn wieder; mit einem herausragenden Titelhelden: (hier am Foto mit , die Hamlets Mutter spielt). Andrea Breth führt Regie. Den Gastronomiebetrieb im Burgtheater freut das: Das Stück dauer (mit Pausen) 6 Stunden (im Oktober jeweils von 18.00 bis 24.00 Uhr; am 01.11.2014 ist der Beginn bereits um 16.00 Uhr, am 24.11.2013 um 15.00 Uhr und am 30.11.2013 um 17.00 Uhr).

Theater Blog 077
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29.09.2013. Die Geschichte der Florence Foster Jenkins ist eine wahre, eine rührende, eine (nicht unbedingt im guten Sinn) belustigende. Sie macht uns wissen, dass wir nicht alles vermögen, was wir uns vornehmen; und dass das Auseinanderklaffen von Eigenwahrnehmung und Fremdwahrnehmung bis zur Verwund(er)ung gehen kann. Darüber hinaus beweist sie die Tatsache, dass man sich bis ins hohe Alter hinein mit Geld (mit viel Geld!) ein Publikum kaufen kann, das einem beim Traumtanzen bzw. Finden des Selbstwertes helfen soll. Dem hat Peter Quilter mit "Glorious!" ein Stück gewidmet. Sehen kann man es bis 26.12.2013 am Wiener . Spaßig und unterhaltsam; in sehr guter Form.

Theater Blog 076
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Ein ganz ähnliches Theaterstück gibt es übrigens auch von Stephen Temperley. Es kam im Frühjahr 2010 unter dem Titel "Souvenir" in den Wiener Kammerspielen zur Aufführung (Regie: Torsten Fischer). Die Florence Foster Jenkins spielte damals .

15.09.2013. Weltwirtschaftskrise ab 1932, Weltwirtschaftskrise ab 2006. Schön langsam müssen wir BürgerInnen bezahlen, wohin uns die Finanzschrecken gebracht haben. Abgefedert und maskiert, schleicht sich die Armut auch in Österreich ein. Und wie das so ist, hatte Rudolf Ditzen alias Hans Fallada in seinem Roman "Kleiner Mann – was nun?" eindrücklich geschildert. Viermal verfilmt, gibt es den Stoff auch als Theaterstück, das ab heute am Wiener zu sehen ist.

Volkstheater, Kleiner Mann, was nun?
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Regie führt Georg Schmiedleitner. Die Rollen spielen Hanna Binder, Annette Isabella Holzmann, und Claudia Sabitzer (oberes Foto); Thomas Bauer, Patrick O. Beck (oberes und unteres Foto), , (unteres Foto), , Alexander Lhotzky und Jan Sabo.

Theater Blog 075
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14.09.2013. In drei Tagen hat im das Stück "Das Interview" von Theodor Holman und Theo van Gogh Premiere. Dabei handelt es sich um ein packendes (bereits zweimal verfilmtes) Kammerspiel, bei dem die Grenzen von Fiktion und Wirklichkeit verschwimmen. Stefan war bei den Proben. Sein Eindruck: spannend inszeniert von Christina Tscharyiski, toll gespielt von (als Pierre) und Alma Hasun (als Katja). Sehenswert!

Theater in der Josefstadt, Das Interview
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Theater Blog 074
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07.09.2013. Ellida will Freiheit und mehr. Ihre Sehnsucht bleibt unbefriedigt. Statt eines Ozeans bekommt sie einen Teich, statt Weite nur Enge. Um der Tragik des Lebens und zu entrinnen, müsste sie die Mächte der Vergangenheit besänftigen und ihre Traumwelt der harten Realität anpassen. Eine Aufgabe, die so schwierig ist wie der Umgang mit Wasser. Was Lebensquell sein kann, kann uns ersticken, was unfassbar ist, kann uns erdrücken. Wunderbare Ibsen-Inszenierung, großartig gespielt. Die 2013-14 fängt mit "Die Frau vom Meer" richtig gut an.

Theater Blog 070
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Die Regisseurin Anna Bergmann scheint eine Tradition von Christoph Schlingensief (1960-2010) fortsetzen zu wollen, ihren SchauspielerInnen alles, aber auch wirklich alles abverlangen zu wollen; am Foto oben als Oberlehrer Arnholm.

Theater Blog 071
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Überall Meer; umfangen von menschlichen Unzulänglichkeiten und Desillusionen: als Bezirksrat Doktor Wangel und als Ellida, seine zweite Frau.

05.09.2013. Wenn Faschismus Bollwerk sein sowie Macht und Übergriffigkeit demonstrieren will, "funktioniert" das sehr gut auch in den eigenen vier Wänden. Elmar Goerden inszenierte Thomas Bernhards "Vor dem Ruhestand" am ; anders als dies Claus Peymann und seine SchülerInnen getan hätten (eh klar); dennoch gebührend bedrückend, gebührend brutal und am Ende sehr spannend. Tolle schauspielerische Leistungen von Michael Mendl, Nicole Heesters und Sona MacDonald!

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Theater Blog 073
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09.08.2013. Stefan war in Gutenstein in Niederösterreich und sah dort im Rahmen der Gutenstein Festspiele () "Der Verschwender" von Ferdinand Raimund. Seine Eindrücke: "Gut gespielt, Boris Eder sympatisch und brilliant, Katja Reichert schön anzusehen und stimmgewaltig, Johannes Terne sehr gut. Die Inszenierung ist aber nicht wirklich animierend, Kürzungen hätten der Aufführung gut getan."

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02.08.2013. Der beste "Lumpazivagabundus" aller Zeiten! Wer Karten bekommt, sollte sich dieses Stück unbedingt ansehen. Wer es in Salzburg nicht schafft, bekommt eine zweite Chance in Wien (; Premiere am 06.09.2013). Dort steht das Stück am Programm der neuen Spielsaison. Grandios: . Er macht sich mit dieser Vorstellung zum absoluten Kult-Schauspieler im deutschsprachigen Raum. Gratulation auch an Matthias Hartmann für die hervorragende Regie. Die Salzburger Festspiele im Internet: .

Theater Blog 069
Foto: © Salzburger Festspiele / Reinhard Werner

Am obenstehenden Szenenfoto: , (Knieriem), (Leim) und (Zwirn).

22.07.2013. Sowohl in Bregenz, als auch in Salzburg fielen die Kritiken für die "Kernstücke'" auffallend kontroversiell aus. Bei David Pountneys "Zauberflöten-Märchen-Comic-Show" orteten manche eine Verwässerung der Protagonisten-Charaktere und einen Mangel bei der musikalischen Umsetzung, andere fanden das Spektakel "cool". Den in Salzburg empfanden einige als naiv und oberflächlich in Szene gesetzt; für andere war er packend und in die Tiefe gehend wie noch nie. Wie auch immer, als und Brigitte Hobmeier als Buhlschaft spielten hervorragend und bekamen "standing ovations". Die Festspiele im Internet: und . Salzburg im Radio: .

Theater Blog 067
Foto: © Salzburger Festspiele / Forstert

21.07.2013. Gibt gern an, trinkt viel und belustigt sein Publikum: Sir John Falstaff, die wohl komischste aller von William Shakespeare geschaffenen Figuren, erlangte durch "Heinrich IV.", "Die lustigen Weiber von Windsor" und Verdis gleichnamige Oper Weltruhm. Noch bis 04.08.2013 wird ihm in einer Collage auf der Leben eingehaucht. Und zwar durch Intendant Alexander Waechter (der ihn auch selbst spielt) und unter der Regie von . Sehenswert!

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14.07.2013. In einer Übersetzung und Bearbeitung von Luc Bondy und Peter Stephan Jungk wird am 15.09.2013 und am 26.09.2013 im Wiener Molières "Tartuffe" aufgeführt werden. Der Kartenvorverkauf erfolgt ausschließlich über die Wiener Festwochen. Stefan war bei der Fotoprobe und meinte, dass die gezeigten Ausschnitte zwei großartige Theaterabende erwarten lassen. Trefflich besetzt sind vor allem und . Dass (69) die Mutter von (72) spielt, stärkt den Glauben an die Zeitlosigkeit der Schauspielkunst.

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