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Atomkraft / Atomkraftwerke

Oft hört man den Satz: "Im Nachhinein ist man immer klüger." Nach dem Super-GAU am 26. April 1986 in Tschernobyl hätte die Welt die Chance gehabt, klüger zu sein. Nicht überall in Europa ist das so.

Alibi-Aktionen wie ein "Stresstest für Atomkraftwerke" sind absolut zu wenig. Schon überhaupt, wenn man die Gefahr eines Terroranschlages nicht mit einbezieht. Österreich ist da anders. Ab 2015 wird kein Atomstrom mehr nach Österreich geliefert. Durch eine im Juli 2013 parlamentarisch beschlossene 100-prozentige Stromkennzeichnung wird das sichergestellt. Die Pläne für den Ausbau der grenznahen Atomkraftwerke in Temelin (Tschechien), Mochovce (Slowakei) und Paks (Ungarn) geraten damit zunehmend unter Druck. Weil Österreich als Kunde wegfällt, wird die Wirtschaftlichkeit dieser Projekte selbst dann in Frage gestellt, wenn man die Kosten für die Endlagerung des Atommülls ausklammert (wie das unverständlicherweise immer noch geschieht).

Wir fordern wir von allen Staaten dieser Erde einen sofortigen Ausstieg aus der Atomkraft und möchten für uns, unsere Kinder und Enkelkinder sichere Lebensräume! Wir wollen nie in die Situation kommen, dass uns ein AKW-Unfall zu Flüchtlingen macht und wir unseren Lebensabend als Fremde in einem anderen Land verbringen müssen. Berechnungen haben ergeben, dass die Menschheit mit und Windkraftwerken das Auslangen finden.

Atomkraftwerk

Ein Umstieg auf Bio-Strom ist möglich, die Mehrkosten sind akzeptabel, vor allem wenn man mit einrechnet, dass immer noch ein gehöriges Energie-Einsparpotenzial vorhanden ist. Der Umstieg würde auch die Wirtschaft ankurbeln. Vor allem Klein- und Mittelbetriebe vor Ort würde von den Umstiegsvorgängen stark profitieren.

Es wäre gerecht, wenn Staaten mit Atomkraftwerken für Schäden und Verdienstentgang (z.B. Einnahmen aus dem Tourismus!) in vollem Umfang haften und im Schadensfall völkerrechtlich verbindliche Kompensationszahlungen an die geschädigten Staaten zahlen müssen.

Anti-Atomkraft

Alles andere ist ein Prolongieren der Gefahren und ein tagtägliches Anhäufen von radioaktivem Abfall, für dessen Endlagerung es nach wie vor (!) weder sichere noch wirtschaftlich vertretbare Möglichkeiten gibt.

Anmerkung: Würde man die sichere Entsorgung von Atommüll mit in die Wirtschaftlichkeitsrechnung von Atomkraftwerken hinzunehmen (wie das eigentlich geschehen müsste!) wäre Atomstrom völlig unrentabel.

Gefahr Terroranschlag

Die Betreiber von Atomkraftwerken beteuern immer, dass ihr Werk auch im Falle eines Erdbebens oder eines Hochwassers absolut sicher sei. Selbst wenn das stimmen sollte, bleibt immer noch der Fall eines Terroranschlages. Dass es hasserfüllte Wahnsinnige in dieser Welt gibt, die ihren Feinden ein Maximum an Unglück zufügen wollen, ist spätestens seit 09/11 bekannt. Und dass es nicht möglich ist, alle Atomkraftwerke in Europa so zu bewachen, dass man einen Terrorüberfall oder Terroranschlag absolut ausschließen kann, ist auch klar. Greenpeace und Reporter-Teams konnten mehrfach beweisen, dass Anschläge aus der Luft und von einem Schiff aus leicht realisierbar wären.

Anmerkung: Die Katastrophenpläne der umliegenden Städte und Orte für einen solchen Fall sind absolut unzureichend. Befragungen von Journalisten haben ergeben, dass die EntscheidungsträgerInnen im Katastrophenfall völlig überfordert wären.

Illegale Geschäfte mit strahlendem Material

Drogen- und Menschenhandel, Organraub, Prostitution, Kinderschändung: Die Liste an Abscheulichkeiten, die Menschen anderen Menschen zufügen, nur um zu viel Geld zu kommen, ist lang. Dass hier ausgerechnet der Handel mit strahlendem Material ausgenommen bleibt, ist mehr als unwahrscheinlich. Schmutzige Bomben (das sind Bomben, die mit strahlendem Material versetzt sind) können einiges anrichten.

Illegale Entsorgung von atomarem Müll

Das die Entsorgung von atomarem Müll kostspielig ist, liegt auf der Hand. Und dass die illegale Entsorgung dieses Mülls für manche Firmen ein absolutes Mega-Geschäft ist, kann man sich gut vorstellen. Beliebteste Methode derzeit: einfach irgendwo ins Meer kippen.

Anmerkung: Frankreich kippt zwar nicht mehr seinen Atommüll ins Meer (das ist mittlerweile verboten), leitet aber bei küstennahen Atomkraftwerken kontaminierte Abwässer mittels Entsorgungsrohr ins Meer (das ist nämlich derzeit immer noch nicht verboten).

Beschwichtigen und Lügen

Was im Fall eines Atomunfalls passiert, wird uns derzeit in Japan vor Augen geführt. Grenzwerte für gesundheitsschädliche Dosen an Radioaktivität werden einfach per Verordnung hinaufgesetzt, die Kollaterallschäden im Umkreis von hunderten Kilometer um das AKW verharmlost, Rettungsarbeiter gegen besseres Wissen in die kontaminierten Gebiete geschickt. Wenn Strahlenwerte, die um das Millionenfach erhöht sind, als nichtgesundheitsschädlich dargestellt werden, ist das ganz einfach eine Lüge. Es wird – wie auch in Tschernobyl – Tausende von GAU-bezogenen Krebsfällen geben. Die betroffenen Familien werden bestenfalls eine basismedizinische Versorgungen bekommen, ein Abgeltung oder Wiedergutmachung des erlittenen Schadens und Leides gibt es nicht. Untersuchungen haben ergeben, dass die gegenüber dem Normalmaß drastisch erhöhten Krebsraten auch 25 Jahre nach dem Reaktounfall von Tschernobyl nicht gesunken sind.

Sonderfall Tourismus: Die radioaktive Strahlung rund um einen Reaktorunfall bleibt über 200 bis 300 Jahre (gegebenfalls auch länger) weit über dem gesundheitsverträglichen Wert. Damit ist klar, dass der Tourismus in diesen Gebieten völlig zum Erliegen kommt. Was das z.B. für die Alpenregionen bedeuten würde, kann man sich gut vorstellen.

Grenznahe Atomkraftwerke rund um Österreich

Würde eines der folgenden Atomkraftwerke Probleme bekommen, die eine sofortige und gegebenenfalls auch langjährige Evakuierung erfordern, wären definitiv zahlreiche ÖsterreicherInnen davon betroffen (Atomkraftwerke innerhalb der 200-km-Zone rund um Österreich):

  • Temelin (im Nahbereich von Linz und Wien)
  • Dukovany (im Nahbereich von Wien)
  • Bohunice (im Nahbereich von Wien und Eisenstadt)
  • Mochovce (im Nahbereich von Wien und Eisenstadt)
  • Krsko (im Nahbereich von Klagenfurt und Graz)
  • Beznau (im Nahbereich von ganz Vorarlberg und Tirol)
  • Leibstadt (im Nahbereich von ganz Vorarlberg und Tirol)
  • Fessenheim (im Nahbereich von ganz Vorarlberg und Tirol)
  • Grundremmingen (im Nahbereich von ganz Vorarlberg und Tirol)
  • Isar I (im Nahbereich von Tirol, Salzburg und Oberösterreich; im Zuge des Reaktorunfalls von Fukushima vom Netz genommen)

Kommt es auch nur einem dieser Kraftwerke zu einer Kernschmelze (z.B. infolge eines nichtkontrollierbaren Stromausfall) mit starkem Austritt von radioaktivem Material und ungünstigen Witterungsbedingungen, wäre ganz Österreich von einem Tag zum anderen von den direkten und indirekten Folgewirkungen betroffen.

Auswirkungen von Unfällen in Atomkraftwerken für Österreich

Die Behauptung, dass z.B. die Reaktorkatastrophen in Japan keine Auswirkungen für Österreich haben, ist falsch. Mit jedem Austritt radioaktiver Substanzen beginnt eine globale Verteilung der Strahlen. Früher oder später wird man dann in allen Ländern dieser Erde eine Erhöhung der Radioaktivität in Luft und Wasser messen können. Es gibt Vermutungen, dass z.B. Allergien bzw. die damit zusammenhängenden Lungenkrankheiten (Asthma, Bronchitis, COPD usw.) auch mit einer höheren radioaktiven Aufladung der Trägersubstanzen (Pollen, Staub, Rauch usw.) zu tun haben. Während früher Pollen eher harmlos für den Menschen waren, können sie bei Menschen mit entsprechender Disposition durch die radioaktive Aufladung "aggressiver" wirken, d.h. Schleimhäute und Lunge reizen. Die fortwährende Gewebereizung führt dann zu diversen Allergien und den bekannten Folgekrankheiten.

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