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Hundertwasser Krawina Haus Wien

Seit seiner Fertigstellung in den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts ist das Hundertwasser-Krawina-Haus im dritten Wiener Gemeindebezirk, Ecke Kegelgasse 34–38 / Löwengasse 41-43, einer der größten touristischen Anziehungspunkte Wiens geworden. Im Gebäude befinden sich Privatwohnungen und das . Eigentümer des Gebäudes: Stadt Wien. Baukosten: 26,6 Mio. Euro. Bauzeit: 6.8.1983 bis 15.10.1985. Gesamtnutzfläche: 3556 Quadratmeter. Wohnungen: 50 plus 37 Garagenabstellplätzen. Gemeinschaftsräume: 2 Kinderspielplätze, 1 Wintergarten; 5 Geschäftslokale + eine Arztpraxis, 900 Tonnen Erde auf den Dachterrassen, 250 Bäume und Pflanzen.

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"Kunst ist seit Beginn des kommunalen Wohnbaus in Wien ein fixer Bestandteil in der Planung der Wohnbauten. Fassadengestaltung, Skulpturen, Wandmalereien oder Reliefs prägen das Gesicht der Stadt. Bei diesem Wohnbauprojekt ist die Stadt einen Schritt weiter gegangen und hat den Maler Friedensreich Hundertwasser selbst - gemeinsam mit Architekten - ein Wohnhaus nach seinen Vorstellungen planen und gestalten lassen: Das Hundertwasser Haus Wien im dritten Bezirk", erklärte Wohnbaustadtrat Werner Faymann anlässlich des 20jährigen Bestehens des Hauses.

Friedensreich Hundertwasser hat mit diesem Haus einige seiner Grundsätze umgesetzt. So zum Beispiel das "Fensterrecht". Demnach hat ein Bewohner das Recht, "sich aus dem Fenster zu lehnen und außen an der Fassade alles umzugestalten, so wie es ihm entspricht, soweit sein Arm reicht. Damit man von weitem von der Straße sehen kann: Da wohnt ein Mensch." 16 private und drei allgemeine Dachterrassen mit insgesamt 1000 Quadratmeter Fläche stellten Mitte der 1990-er Jahre noch eine Besonderheit im urbanen Wohnbau dar.

Am 7. September 1985 wurde das Hundertwasser Haus Wien mit einem "Tag der offenen Tür" der Öffentlichkeit übergeben. 70.000 Besucher haben damals das eigenwillige Wohnhaus bestaunt. Mit mehr als 1 Million Besuchern aus aller Welt ist das Hundertwasser Haus Wien die viert beliebteste Sehenswürdigkeit in Wien. Es hat sich schon kurz nach seiner Eröffnung zu einem Besuchermagneten entwickelt.

Friedensreich Hunderwasser

Friedensreich Hundertwasser wurde am 15. Dezember 1928 in Wien als Fritz Stowasser geboren. Den Künstlernamen ("Sto" bedeutet in einigen slawischen Sprachen "hundert") legte er sich 1949 zu. 1929 starb sein Vater, der als technischer Beamter berufstätig war. 1943 wurden 69 jüdische Familienangehörige mütterlicherseits deportiert und in Vernichtungslagern umgebracht. Hundertwasser besuchte 1936 die Montessori-Schule in Wien. 1948 machte er die Matura (Abitur) und verbrachte anschließend drei Monate an der Wiener Kunstakademie bei Prof. Robin Christian Andersen. Nachhaltigen Eindruck hinterließen eine Walter-Kampmann-Ausstellung in der Albertina sowie Schiele-Ausstellungen.

Ausgedehnte Studienreisen führten Hundertwasser von 1949 bis 1951 nach Paris, Marrakesch, Tanger, Tunis, Italien und Spanien. Von 1983 bis 1985 entstand im Wiener 3. Bezirk das berühmte "Hundertwasser-Haus", das bis heute in Wien zu den beliebtesten Touristenzielen zählt.

Seit 1990 arbeitete er unter anderem an folgenden Architektur-Projekten: "KunstHausWien", "Raststätte Bad Fischau", "AGIP-Tankstelle Wien", "Fernwärmewerk Spittelau", "Einkaufszentrum Village Wien", "Textilfabrik Muntlix", "Rogner-Bad Blumau" sowie an der Umgestaltung des "Martin-Luther-Gymnasiums" in Wittenberg. Friedensreich Hundertwasser erlag am 19. Februar 2000 auf dem Weg von Neuseeland zurück nach Europa an Bord eines Schiffes einem Herzversagen.

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