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Odeon Wien

Schon in der Antike waren Theateraufführungen den Menschen so wichtig und lieb, dass sie dafür eigene Häuser bauten. Wäre Aischylos auch als Mensch unsterblich geblieben und hätte er in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts eine Städtereise nach Wien unternommen, er hätte mit Staunen beobachten können, wie die Architekten des den großen Saal der Wiener Getreidebörse in einem Baustil erschufen, der jenem entsprach, den er aus seinen Jugendjahren gut kannte: fast quadratisch, mit vielen Säulen und Steinboden. Die Stuckatur an der Decke hätte er bestimmt auch ganz nett gefunden.

Zu Kriegsende 1945 brannte das Gebäude aus. Gottlob blieb die Bausubstanz jedoch so weit erhalten, dass man es restaurieren konnte. Das dauerte aber eine Weile. Erst 1988 war alles wieder so weit gediehen, dass man darin Theater spielen konnte. Das Serapions Ensembles machte es sich zur Heimspielstätte und nannte es "Odeon". Seither ist es fixer Bestandteil des Wiener Kulturlebens.

Leiter und maßgebende Persönlichkeiten des Aufführungsgeschehens: Erwin Piplits und die 2014 verstorbene Ulrike Kaufmann, die mit enormem Schaffensdrang und poetischer Kreativität dem Bühnenbild und den Kostümen Seele einhauchte und selbst auf der Bühne auftrat. Hier eine kurze YouTube Video-Fotostrecke von einer Sternstunde am Odeon:

Beispiele

Um Xenophobie und Philoxenia geht es beispielsweise im Stück "Xenos". "Um ein integriertes Glied der Gesellschaft sein zu können, muss die Gesellschaft dem Menschen die Möglichkeit bieten, bewusst aus ihr in das Individuelle, in einen Freiraum heraustreten zu können, denn nur bewusst und selbstverantwortlich handelnde Menschen können eine lebenswerte Gesellschaft bilden", heißt es im Beschreibungstext zu dieser Aufführung. Um das zu erreichen, gibt es verschiedene Wege. Die Voraussetzung, dass ein gedeihliches Miteinander gelingt: Bereitschaft zur Öffnung für Neues und bislang Unbekanntes. Fotos © Stefan Smidt (www.foto-smidt.at).

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Eine der schönsten Aufführungen der letzten Jahre war "Voilà". In diesem, nach einer persischen Erzählung inszenierten Stück geht es um Selbstfindung und Menschwerdung. Imagination und Poesie spielen dabei eine wichtige Rolle und können einem helfen, Hindernisse zu überwinden und persönliche Wandlung zuzulassen.

"Serapion, mon amour" beschäftigt sich mit dem Dasein eines Kunstschaffenden. Die Motive: Erinnerung, Fremdsein und "das Ewige Kind", das bewahrt sein will. Stilmittel: visuelle Poesie. Mit dabei: das Publikum. Und die Botschaft an ältere Menschen, die mit der sich rasant wandelnden Zeit nicht ganz mitkommen: Erinnerungen sind wie Schmetterlingespuppen, die schlüpfen wollen. Einmal Schmetterlingen geworden, wollen sie zusammengeführt werden, sonst bleiben sie Einlinge. Und Zusammenführen kann man nicht allein, da wird man wohl Hilfe annehmen müssen. Fotos © Stefan Smidt (www.foto-smidt.at).

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