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Abstrich / PAP / Papanicolaou-AbstrichEine gynäkologische Routinemaßnahme im Sinn von Krebsvorsorge ist der sogenannte PAP-Abstrich. Benannt ist er nach dem griechischen Pathologen George Nicolas Papanicolaou. Mit Hilfe einer Spatel (unter Umständen in Kombination mit einer speziellen Bürste) entnimmt der Gynäkologe / die Gynäkologin aus der Region des Gebärmutterhalses (Portiooberfläche und Zervikalkanal) Schleim, um dann im Labor die darin vorkommenden Zellen auf bösartige Veränderungen hin zu untersuchen. Der Abstrich wird nach der Methode von Papanicolaou eingefärbt, um die Zellveränderungen im Mikroskop besser beurteilen zu können.
Anmerkungen: Auch in der Menopause ist eine jährliche gynäkologische Vorsorgeuntersuchung notwendig. Ein Ausbleiben der Regel mindert nicht das Krebsrisiko.
Die Wahrscheinlichkeit, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, steigt mit der Zahl der Sexualpartner. Man weiß heutzutage, dass Gebärmutterhalskrebs durch ein Virus, das sogenannte Human Papilloma Virus, kurz HPV, ausgelöst wird. Unter anderem verursacht es auch die Feigwarzen. Je mehr Geschlechtpartner man im Laufe des Lebens hat, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit sich anzustecken. Auch mangelhafter Penishygiene des Mannes kann das Infektionsrisiko erhöhen. In Kulturen, in denen Knaben beschnitten werden, tritt Gebärmutterhalskrebs nur sehr selten auf.
Das empfohlene Intervall für Vorsorgeabstriche ist einmal pro Jahr; ab PAP II sollte der Abstrich halbjährlich durchgeführt werden. Ein positiver Befund– also gefundene Zellveränderungen – sollte nicht gleich beunruhigen oder gar schockieren. Erst eine Kontrolluntersuchung bzw. eine Prüfung des Feingewebes sichert oder widerlegt ein PAP-Test-Ergebnis. Gebärmutterhalskrebs hat große Heilungschancen. SchutzimpfungGegen die HPV-Infektion gibt es eine Schutzimpfung – die im Moment leider noch recht teuer ist. Es ist sinnvoll, Mädchen noch vor Aufnahme der Sexualaktivität zu impfen. Aber auch die Impfung von bereits sexuell aktiven Frauen macht Sinn, um einer Infektion vorzubeugen. Man erhofft sich dadurch einen drastischen Rückgang der Gebärmutterhalskrebserkrankungen.
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