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Trockenes Auge
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Oben genannte Symptome können einerseits durch eine verminderte Produktion von Tränenflüssigkeit ausgelöst werden, andererseits auf Basis einer fehlerhaften Zusammensetzung des Tränenfilms entstehen, was bewirkt, dass dieser zwischen zwei Lidschlägen vorzeitig aufreißt und somit zur Austrocknung der Hornhaut führt. Seltenere Ursachen können auch in einer veränderten Physiologie des Augenlides begründet sein: So führen eine ungleichmäßige Verteilung des Tränenfilms oder ein unvollkommener Lidschluss, ausgelöst durch Lidfehlstellungen, ebenso zu einer Keratoconjunctivitis sicca. Eine Ursachenabklärung erfolgt beim Augenarzt und sollte so früh als möglich in Anspruch genommen werden.
Therapeutisch steht derzeit die Tränenersatztherapie im Vordergrund: Die Palette ist beinahe unerschöpflich und reicht von dünnflüssigen über hochviskösen Augentropfen bis hin zu lange wirksamen Augengelen bzw. Gelees oder Salben, welche vorrangig über Nacht angewendet werden. Bei Unverträglichkeit bezüglich Konservierungsmitteln stehen kleine, konservierungsmittelfreie Einzeldosenphiolen zur Verfügung, welche – abgesehen von Unverträglichkeiten – auch immer dann bevorzugt verwendet werden sollten, wenn sich die Therapie über einen längeren Zeitraum hinweg erstreckt.
In besonders hartnäckigen Fällen können der vorübergehende Silikonverschluss von Tränenpünktchen ("punctum plugs") oder chirurgische Verödungsmaßnahmen angezeigt sein. Selbstverständlich muss eine eventuell vorhandene Grunderkrankung adäquat therapiert werden.

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