![]() |
Blutzucker / NüchternblutzuckerDie Konzentration von Glukose (Traubenzucker) im venösen Blutplasma nennt man Blutzucker (BZ). Da eine Nahrungsaufnahme vor der Blutzuckermessung das Ergebnis beeinflusst, wird die Zuckerkonzentration des Blutes routinemäßig im nüchternen Zustand gemessen. Dies bedeutet für den Patienten, mindestens für 8 Stunden vor der Blutabnahme auf jegliches Essen und Trinken (Ausnahme: Schluck Wasser) zu verzichten – also in der Regel keine Nahrungsaufnahme nach Mitternacht sowie kein Frühstück am Tag der Untersuchung.
Erhöhte Werte ( >125 mg/dl im Blutplasma) deuten auf Diabetes mellitus ("Zuckerkrankheit") hin. Allerdings sollte man sich durch einen erhöhten Blutzucker-Wert, etwa im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung festgestellt, nicht sofort aus der Ruhe bringen lassen. Da vorübergehende Blutzuckererhöhungen möglich sind, kann die Diagnose eines Diabetes mellitus nur dann gestellt werden, wenn mehrere Wiederholungsbestimmungen des Nüchternblutzuckers ebenso krankhaft auffallen bzw. gleichzeitig typische Symptome der Zuckerkrankheit vorliegen. Erhöhte Nüchternblutzuckerwerte (NBZ) sind nicht zu bagatellisieren und müssen unbedingt durch weiterführende Diagnostik abgeklärt werden. Ein lange unentdeckter Diabetes mellitus kann zu erheblichen Schädigungen des Körpers führen (z.B. Nierenerkrankungen, Augenveränderungen, Herzinfarkt, Schlaganfall, usw.), deren Behebung im fortgeschrittenen Stadium mühsam bis unmöglich ist und welche die Lebensqualität (z.B. lebenslange Dialyse), als auch die Lebenserwartung massiv einschränken. Das Erzielen von konstanten NBZ-Normwerten dient der Prophylaxe diabetischer Spätkomplikationen.
|
||||