Wien ist eine der internationalen Hochburgen herausragender Graffitikunst. Grund dafür ist, dass die Stadtverwaltung genügend attraktive Flächen für ganz legales Sprayen zur Verfügung stellt – wohl wissend, dass es in der Stadt genügend Talente gibt, deren Werk absolut das Prädikat "Kunst" verdienen. Meine Bilder sollen zeigen, wie unterschiedlich die Künstler:innen ihre Botschaften und Ästhetik ausdrücken. Viele der Werke sind knallig bunt, mit starken Kontrasten und surrealen Elementen; einige erinnern an Comic- oder Pop-Art-Stile; andere wiederum sind sehr schlicht gehalten und auf das Wesentliche fokussiert. Einige Motive sind signiert, andere anonym – aber alle tragen eine unverwechselbare Handschrift. Die meisten legalen Graffitis sind eingebettet in das Stadtbild von Wien, z.B. entlang des Donaukanals, an Straßenpfeilern und an leer gebliebenen Nachbarhaus-Flächen.
2014 bemalte der brasilianische Graffiti-Künstler Speto 14 U-Bahn-Säulen der Linie U2 zwischen Trabrennstraße und Stella-Klein-Löw-Weg. Thema: eine Hommage an die Brüder Villas-Bôas und die Erzählkulturen der indigenen Bevölkerung Brasiliens.

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