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Ausstellungen und Vernissagen Blog
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Ausstellungen und Vernissagen können das Leben bereichern. Ich meine nicht nur die ausgestellten Bilder, Fotos, Objekte und Installationen, ich meine speziell auch den Gedankenaustausch, der beim oder nach deren Betrachten stattfindet. Dieser Blog soll auf Anregungen dazu bieten und auf interessante Veranstaltungen hinweisen.

21.06.2022. In der Halle A der Messe Graz gibt es noch bis 4. September 2022 eine große James-Rizzi-Ausstellung zu sehen. Unzählige seiner Werke sowie Einblicke in sein Leben, sein Denken, sein Arbeitsumfeld und seine Privaträume sowie Schaustück und Info-Tafen zu seiner Arbeitsweise machen den Besuch zu einem Erlebnis. Sehr empfehlenswert!

James Rizzi Ausstellung Graz
Foto © Andreas Hollinek

28.04.2022. Mit Brigitte Kowanz (1957–2022) wird im Schlossmuseum Linz eine der renommiertesten und wichtigsten Künstler:innen Österreichs ausgestellt. Die vielfach ausgezeichnete Kunstlerin hat ihre Arbeiten mit Licht in einem Zeitraum von uber 40 Jahren entwickelt und nimmt in der jungeren Kunstgeschichte eine unverwechselbare Position ein. Ihr Werk gilt als konzeptuelle Poesie. Dauer und Ort der Ausstellung: 29. April bis 24. Juli 2022, im Schlossmuseum Linz.

In Wien geboren, studierte sie von 1975 bis 1980 an der Universität für angewandte Kunst Bildhauerei, wobei schon damals ihr Hauptinteresse den lichterzeugten Medien Video, Film und Fotografie galt. Die Wechselwirkung zwischen Licht, Sprache, Raum und Zeit war wesentlich in ihrer konzeptuellen Kunst, die nie eindeutig sein sollte, sondern auf verschiedenen Ebenen rezipiert werden kann. Die Werke von Brigitte Kowanz sind stark ortsbezogen, und so hat sie sich intensiv mit den räumlichen und architektonischen Gegebenheiten im Linzer Schlossmuseum auseinandergesetzt. "ISTR" ist eine zusammenhängende Rauminstallation, an der Brigitte Kowanz bis kurz vor ihrem Tod arbeitete und die nun ihren Entwürfen entsprechend realisiert wird.

14.04.2022. Lust auf einen Kunsttrip? Der Q202-AtelierRundgang am 23. und 24. April 2022 führt zu 37 verschiedenen Ateliers – bei freiem Eintritt! Ein vom Multikünstler Hans Heisz und seinem Team initiiertes Kunst-Wandern-Radeln im 2. und im 20. Bezirk, zu "Atelier-Satelliten" in weiteren Bezirken Wiens und – heuer erstmalig – mit "Q202-Satelliten" in Reichenau an der Rax und in Graz.

Q202-AtelierRundgang
Foto © Hans Heisz / ONA B

Q202 steht dafür, das künstlerische Potenzial auf persönliche Art erleben zu können. In Künstlerwohnungen, Werkstätten-WG, Tonstudios, Hinterhofateliers und auf historischen Donauschiffen. Sogar die Taborstraße selbst präsentiert sich als "lebendiges Kunstwerk". Ziel der Veranstaltung ist es, Publikum und KünstlerInnen zugleich ein breites Begegnungs- und Vergleichsfeld zu schaffen. Dafür bieten KünstlerInnen im Rahmen von Q202 auch heuer wieder eine perfekte Mischung aus Events, Performances, Ausstellungen, Video-Installationen, Musik, Literatur und eine Reihe von Kunstaktionen an.

  • "Wanderkarten" für den Q202 AtelierRundgang liegen in vielen Lokalen auf und können unter heruntergeladen werden.
  • Info: Hans Heisz, Tel. 0650/2127920 oder per E-Mail an hans.heisz@drei.at.

11.03.2022. Am Samstag, dem 12. März, eröffnet in der Landesgalerie Niederösterreich die Schau "Die Erde lesen. The Dissident Goddesses' Project" in der Landesgalerie Niederösterreich, Etage 3, Museumsplatz 1, 3500 Krems an der Donau. Die bis zum 01.05.2022 dauernde Ausstellung geht aus dem mehrjährigen Forschungsprojekt "The Dissident Goddesses' Network" der Akademie der bildenden Künste Wien in Zusammenarbeit mit dem Forum Morgen hervor. Künstlerische und wissenschaftliche Positionen thematisieren den feministischen Blick auf die weltweit einzigartigen Venusfunde in Niederösterreich, die Verwobenheit der Menschen mit ihrem reichhaltigen Land und die ökologische Krise heute. Die Forschungsergebnisse werden in einer Forschungslounge gezeigt. Kuratiert wurde die Schau von Felicitas Thun-Hohenstein, die 2019 für den österreichischen Beitrag auf der 58. Biennale von Venedig verantwortlich zeichnete. "Die ökologische Krise fordert uns heraus, uns der Erde zu widmen, ihr zuzuhören und sie neu zu lesen. Der Prozess einer offenen, interaktiven Interpretation der Erde, ihrer vielfältigen Bewohner:innen und der ökologischen Systeme am Beispiel des Weinviertels und des Göttinnenlandes sind zentrale Botschaften unseres Projektes", betont die Kuratorin.

Seit Sommer 2021 erforscht, belebt und bewirtschaftet ein Kollektiv von Kulturschaffenden das sogenannte "Land der Göttinnen", ein vier Hektar großes Land im niederösterreichischen Alberndorf im Pulkautal. Die ökofeministische Künstlerin und Philosophin Elisabeth von Samsonow entwirft für die Ausstellung eine installative Kartographie dieses Biotops. Performancefotos von großen Aktionen, Videos, Bodenproben, Porträts von Mikroorganismen, Lössbilder und Skulpturen vereint sie zu einem zentralen Kunstwerk. Ida-Marie Corell protokolliert in einer Fülle an Zeichnungen den Prozess des Verstehens einer weiblichen Geschichte. Ihre poetischen, collagierten und illustrierten Blätter bilden eine Chronik eines zeitgenössischen Feminismus der jüngeren Generation. Weiters am Projekt beteiligt sind Angela Melitopoulos, Romana Schuler, Federica Matta, Alma Heikkilä und Arantzazu Saratxaga Arregi.

Gerda Ridler, künstlerische Direktorin der Landesgalerie Niederösterreich, hält fest: "Die Ausstellung ist ein wertvoller Beitrag für die Landesgalerie Niederösterreich. Niederösterreich bildet den Nährboden für diese hochkarätige künstlerisch-wissenschaftliche Auseinandersetzung. Es ist mir eine Freude, so profunde Expertinnen der Akademie der bildenden Künste mit diesem Projekt bei uns im Haus zu Gast zu haben."

  • Tipps: Am Eröffnungstag ist der Eintritt bis 13.00 Uhr grats. Ab April wird es eine Publikation mit wissenschaftlichen Gastbeiträgen und einer Dokumentation der Ausstellung "Die Erde lesen. The Dissident Goddesses Project" geben. Sie wird dann im Museumsshop der Landesgalerie erhältlich sein.
  • Website der Landesgalerie NÖ:

27.01.2022. Wird ab Mitte Frebruar bezüglich Corona alles besser? Die Chance stehen durchaus gut – auch wenn Omikron in zwei Varianten für sehr hohe Fallzahlen sorgen wird. Diesen Optimismus teilen auch die VeranstalterInnen von Ausstellungen und Vernissagen. Die Tiroler Landesmuseen zum Beispiel haben haben bereits 21 neue Ausstellungen in ihrem Programm und versprechen gemeinsam mit hochkarätigen Veranstaltungsreihen und ausgewählten Events ein lebendiges Kulturjahr: Der Startschuss für die neue Ausstellungssaison fällt im März, wenn das Volkskunstmuseum Ostertraditionen rund um den Globus erkundet. In der Weiherburg beim Innsbrucker Alpenzoo stellt die Naturwissenschaftliche Sammlung ab Frühjahr 2022 alpine Überlebenskünstler der Tier- und Pflanzenwelt vor. Das Zeughaus steht mit der Ausstellung "... uuund Schnitt!" hingegen ganz im Zeichen von Kino und Film in Tirol. Auf zwei Ausstellungshighlights können wir uns ab Juni freuen: Das Ferdinandeum präsentiert das grafische Werk Maria Lassnigs mit einer Reihe an Zeichnungen, die erstmals überhaupt in einem Museum zu sehen sind. Das Volkskunstmuseum widmet sich währenddessen der Volksmusik und erkundet deren Rolle für den Tourismus in Tirol. Mit dem "Ausstellungsdesign" von René d'Harnoncourt sowie einer Präsentation der neuesten Kunstankäufen des Landes Tirol geht es durch den Kulturherbst, bevor mit "Im Detail" ein Highlight auf dem Programm steht, das den Besucher:innen den Bereich der Restaurierung und Konservierung von Kunstwerken näher bringt. Zusätzlich wird es wieder eine Reihe von Konzerten im "musikmuseum" geben; weiters den Kultursommer im Zeughaus, das Bergiselfest und die ORF Lange Nacht der Museen.

10.11.2021. Seit vier Jahrzehnten hält uns Gerhard Haderer mit seinen Karikaturen den Spiegel vor: Er kommentiert den spießbürgerlichen Alltagswahnsinn mit gleicher Schärfe wie die Weltpolitik. Ungeschönt und gnadenlos realistisch nimmt er es mit allen und jedem auf und auch wenn er es bedauert, die Mächtigen nicht mit dem Bleistift in Grund und Boden zeichnen zu können, also gerne dem ein oder anderen den Kopf zurechtrücken würde, so gelingt es ihm sehr wohl für sein Publikum, die Welt mit ihren Zumutungen und Verdrehungen zu entlarven.

Auch mit 70 Jahren ist keine Altersmilde zu befürchten, wie die rund 80 vom Karikaturisten selbst ausgewählten Zeichnungen im Schlossmuseum zeigen. In einem eigens dafür geschaffenen, Haderer-spezifischen Rahmen: Die OÖ Landes-Kultur GmbH nutzt den anstehenden Umbau im Schlossmuseum für eine räumliche Zwischennutzung. Dem bunten Haderer-Kosmos soll entsprochen werden, mit vom Künstler persönlich gestalteten Wänden sowie einem quietschroten Plastikboden. Ausstellungsdauer: ab heute bis 27. Februar 2022. Ort: Schlossmuseum Linz.

10.11.2021. Seit vier Jahrzehnten hält uns Gerhard Haderer mit seinen Karikaturen den Spiegel vor: Er kommentiert den spießbürgerlichen Alltagswahnsinn mit gleicher Schärfe wie die Weltpolitik. Ungeschönt und gnadenlos realistisch nimmt er es mit allen und jedem auf und auch wenn er es bedauert, die Mächtigen nicht mit dem Bleistift in Grund und Boden zeichnen zu können, also gerne dem ein oder anderen den Kopf zurechtrücken würde, so gelingt es ihm sehr wohl für sein Publikum, die Welt mit ihren Zumutungen und Verdrehungen zu entlarven.

Auch mit 70 Jahren ist keine Altersmilde zu befürchten, wie die rund 80 vom Karikaturisten selbst ausgewählten Zeichnungen im Schlossmuseum zeigen. In einem eigens dafür geschaffenen, Haderer-spezifischen Rahmen: Die OÖ Landes-Kultur GmbH nutzt den anstehenden Umbau im Schlossmuseum für eine räumliche Zwischennutzung. Dem bunten Haderer-Kosmos soll entsprochen werden, mit vom Künstler persönlich gestalteten Wänden sowie einem quietschroten Plastikboden. Ausstellungsdauer: ab heute bis 27. Februar 2022. Ort: Schlossmuseum Linz.

31.08.2021. Der "Q202-AtelierRundgang 2021" startet aus dem Corona-Zeitloch und bekommt "Diese Straße ist Kunst – Literatur Herbst 2021" als Ergänzung. Die Termine für den AtelierRundgang sind Freitag 24.09. und Samstag 25.09 jeweils von 14.00 bis 21.00 Uhr sowie Sonntag 26.09. von 14.00 bis 18.00 Uhr. Motto: "Die Kunst, ein Fingerzeig der Zeit". Der Event ist durch die Coronaschutzvorgaben etwas kleiner konzipiert, aber mit dem ungebrochenen Glauben an das, was Kunst uns bietet. Offene Ateliertüren gibt es an 30 Orten im 2. und 20. Bezirk sowie den Q202-AtelierSatelliten in weiteren Bezirken Wiens, bis hin nach Reichenau an der Rax (Niederösterreich). Bitte ggg-Nachweis bzw. Mundschutz mitnehmen.

Die Veranstaltung "Diese Straße ist Kunst – Literatur Herbst 2021" wird am 3. September, um 14:45 Uhr, beim Kunstpodest vor der ErsteBank, Taborstraße / Glockengasse, 1020 Wien, von Bezirksvorstand Alexander Nikolai eröffnet. Während der Ausstellung gilt es, handgeschriebene Auszüge von Preisträgertexten aus dem vom Schriftsteller Christoph Braendle geleiteten Literaturwettbewerb "TEXTE" zu entdecken. Die PreisträgerInnen "schlagen" ihre Texttafeln selbst an acht im öffentlichen Raum stehende Podeste an und verteilen somit ihre Gedankenwelt über die ganze Länge der Wiener Taborstraße, von der Schwedenbrücke bis hin in das Nordbahnviertel. Ausstellungsdauer: bis Ende Oktober – und damit Teil des Q202-AtelierRundganges.

24.06.2021. Das Gemälde "Wilde Tiere sind gefährdet" von Maria Lassnig (1919-2014) wurde am 23. Juni 2021 im Auktionshaus Dorotheum () in Wien für den Weltrekordpreis von 1,378.000 Euro versteigert. Dies bedeutet gleichzeitig den höchsten Auktionspreis, der je für das Werk eines österreichischen zeitgenössischen Künstlers bzw. österreichischen Künstlerin erzielt wurde. Das 2 x 3 Meter große Hochformat aus dem Jahr 1980 sicherte sich ein Interessent am Telefon. Er setzte sich gegen einen Online-Bieter aus Großbritannien durch.

06.05.2021. Tipp: Nach dem Erfolg des im März eingeführten Museumsmontags in der mit ermäßigten Tickets werden die Vergünstigungen nun ausgebaut: "Die Tickets zum halben Preis an den Montagen waren ein großer Erfolg", so Albertina-Generaldirektor Klaus Albrecht Schröder. "Mit der Wiedereröffnung der Museen nach der letzten langen Schließphase, möchte die Albertina breite Publikumsschichten ansprechen – und darauf aufmerksam machen, dass wir als Museen wieder geöffnet sind", so Schröder. Die auch für die geltende Aktion läuft ab übermorgen bis Ende Mai. Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 18 Uhr.

29.04.2021. In einer umfassenden Retrospektive zeigt die Wiener Xenia Hausner – eine der wichtigsten österreichischen Malerinnen unserer Zeit. Die sichtbar gemachte Fiktion spielt im Œuvre der 1951 geborenen Künstlerin eine entscheidende Rolle. True Lies verweist auf die Bedeutung der Inszenierung als Gestaltungs- und Kompositionsprinzip im Schaffen Xenia Hausners. Für ihre großformatigen Gemälde konstruiert die Künstlerin vorab aufwendige räumliche Settings in ihrem Atelier: Installationen, die sie als Vorlage für ihre Bilder zunächst fotografiert. Zerschnittene Autos oder Zugabteile aus Karton werden zur Bühne für die Figuren, die Hausner wie Schauspieler zu einem lebenden Bild arrangiert.

Xenia Hausner: Ken Park
Xenia Hausner: Ken Park, 2016. Acryl und Öl auf Dibond. Courtesy of Xenia Hausner © Bildrecht, Wien, 2021

Malerei und Fotografie sind im Entstehungsprozess eng verschränkt und treten in ein dialektisches Verhältnis: die farbstarke und flächige Malerei „widerspricht“ gewissermaßen dem zuvor entstandenen Foto. Das malerische Procedere wiederum ist bei Hausner durch filmische und fotografische Methoden geprägt. Die Wahl des Ausschnitts, das Fragmentarische, die Montage, die durch die Farbe gesteuerte Lichtregie – all dies trägt zum intensiv atmosphärischen Charakter der Bilder bei. Die von Xenia Hausner erschaffenen Szenarien bleiben rätselhaft und irritierend. Wie Bruchstücke einer Geschichte, vergleichbar mit Filmstills, denen der Plot abhandengekommen ist, entziehen sie sich einer eindeutigen Lesart.

Während die Kunstgeschichte über Jahrhunderte vom männlichen Blick geprägt ist, verortet Xenia Hausner ihre Inszenierungen in einer von Frauen dominierten Gegenwelt: Die Themen und Geschichten Hausners werden vorrangig von Frauen verkörpert, die alle Rollen einnehmen und so stellvertretend für alle Genderzugehörigkeiten agieren. Den männlichen stereotypen Blickachsen, stellt sie starke, widersprüchliche und komplexe Frauenfiguren gegenüber. Xenia Hausners Frauenbilder spiegeln eine differenzierte weibliche Befindlichkeit wider. Meist in Überlebensgröße, in einer unverwechselbaren, intensiven Farbpalette mit breitem Pinsel, werden die plastisch herausmodellierten Figuren zu Stellvertretern allgemein gültiger Situationen und existenzieller Lebensfragen.

  • Xenia Hausner: True Lies. 30. April bis 8. August 2021
  • Mehr dazu auf

21.04.2021. Das Museum Liaunig in startet am kommenden Samstag (24. April) in die Saison 2021. Die von Günther Holler-Schuster aus der Sammlung Liaunig kuratierte Hauptausstellung "Tour de Force – Punkt, Linie, Farbe auf dem Weg durch die österreichische Kunst nach 1945" setzt sich mit der Entwicklung der gestischen, informellen Traditionen in Österreich auseinander. In der groß angelegten Schau sind mehr als 200 Arbeiten von über 90 Künstlerinnen und Künstlern zu sehen. Den seit 2016 in der Sonderausstellungsreihe "Alte Freunde" vorgestellten Künstlerinnen und Künstlern ist Herbert Liaunig seit Beginn seiner Sammlungstätigkeit als Freund und Sammler zugetan. Die zu dieser Zeit entstandenen Freundschaften markieren die Anfänge und bilden die Basis der Sammlung Liaunig. 2021 wird die Serie mit wechselnden Retrospektive von Bruno Gironcoli (1936–2010) und Johann Julian Taupe (1954) fortgesetzt. Im runden Skulpturendepot stehen die Werke des steirischen Bildhauers Gerhardt Moswitzer (1940–2013) im Mittelpunkt.

Museum Liaunig in Neuhaus (Kärnten)
Foto © Andreas Hollinek

Die historischen Sammlungen verstehen sich als Kontrastprogramm zur zeitgenössischen Kunst: 2021 wird in den drei unterirdisch gelegenen Ausstellungsbereichen neben der bestehenden afrikanischen Schau "Das Gold der Akan" und "Portraitminiaturen II" erstmals der zweite Teil der Glas-Sammlung Liaunig präsentiert. Die Auswahl von mehr als 120 Exponaten gibt einen Überblick über die europäische Glasgeschichte beginnend in Venedig um 1500.

03.02.2021. Rund 300 Titel umfasst die Ende 2020 vom Wiener Belvedere angekaufte Privatbibliothek zur künstlerischen Avantgarde der 1960-er- und 1970-er-Jahre. Das Belvedere ergänzt damit gezielt seinen umfassenden Bestand von rund 120.000 Medien und Publikationen zur österreichischen Kunst. Interessierte können nach Wiedereröffnung der Bibliotheken am 9. Februar im Lesesaal des Belvedere Research Center in diesen seltenen Druckwerken schmökern. Stella Rollig, Generaldirektorin des Belvedere: "Dieser Ankauf ist ein Glücksfall. Damit wird die Kernkompetenz des Belvedere als Forschungszentrum zur österreichischen Kunst wesentlich gestärkt."

Unter den angekauften Werken finden sich zahlreiche Ausstellungs- und Galerienkataloge aus den 1960-er- und 1970-er-Jahren sowie Originalgrafiken und Autographen. Sie stellen eine dokumentarische Ergänzung zur wissenschaftlichen Bewertung der Viten bedeutender Künstler wie Arnulf Rainer, Walter Pichler, Roland Goeschl, Friedensreich Hundertwasser, Christian Ludwig Attersee oder Dominik Steiger dar.

Besondere Highlights sind signierte und nummerierte Bildbände aus den 1970-er-Jahren wie jene mit Zeichnungen von Günter Brus und Ausgaben der von Brus herausgegebenen Zeitschrift Die Schastrommel. Das Faksimile eines der bekannten Notizbücher von Rudolf Schwarzkogler, aufgelegt von der Galerie Krinzinger, enthält zeichnerische Vorarbeiten für seine Aktionen. Zwei Originalgrafiken von Kurt Kocherscheidt in einem Kunstband und Ausgaben von Panderma, der Zeitschrift des ungarisch-schweizerischen Kunsthändlers Carl Laszlo, sind ebenfalls zu entdecken.

Die wissenschaftliche Aufarbeitung im Belvedere wird durch die bereits geleisteten Vorarbeiten erleichtert: Die Sammlung enthält ergänzende monografische und kunsttheoretische Schriften bedeutender KunsthistorikerInnen und KünstlerInnen des 20. Jahrhunderts. Hinzu kamen Publikationen und Zeitschriften aus verwandten Disziplinen wie Design, Architektur, Fotografie und Film. Dies ermöglicht der Belvedere-Bibliothek eine kontextuelle Einordnung der KünstlerIinnen in angrenzende Wirkungsbereiche ihrer Zeit.

05.08.2020. Im heurigen Sommer ist die heimische Museumsszene eine besonders wichtige Anlaufstelle. Sie sind kulturelle Nahversorger und öffentliche Orte, die genutzt werden können und wollen – zur Erholung, zur Erbauung, zur Horizonterweiterung, zum Perspektivenwechsel, zum Lernen und anderem mehr. Ö1 hat nun in Kooperation mit dem Museumsbund Österreich den Museumssommer ausgerufen: "Diese Ö1 Sommerserie nimmt unsere Hörerinnen und Hörer mit auf einen radiophonen Streifzug durch die reichhaltige, wertvolle und vielgestaltige heimische Museumslandschaft. In 50 Sendungen zu je fünf Minuten stellen wir ein ausgewähltes Objekt aus der jeweiligen Sammlung vor und gestalten ein sommerliches Puzzle der Natur-, Kultur- und Kunstgeschichte Österreichs", erzählt Martin Bernhofer, Ö1 Programmchef. 50 der knapp 800 Museen stehen stellvertretend für die gesamte österreichische Museumslandschaft, ihre Geschichten sollen die Zuhörerinnen und Zuhörer inspirieren, heuer ein Museum in ihrer Nähe zu besuchen.

Ein Sommer voller Museen Ö1
Foto © Andreas Hollinek

In den Depot- und Ausstellungsflächen der österreichischen Museen lagern mehr als 100 Millionen Sammlungsobjekte, die von rund 7000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bewahrt, erforscht und in verschiedenen Ausstellungs- und Veranstaltungsformaten vermittelt werden. Das öffentlich sichtbare Museum bildet aber jeweils nur einen Teil der vielfältigen Museumsarbeit ab, deren Kernaufgabe das Sammeln und Bewahren der Objekte bleibt. Die Museumssammlungen spiegeln ihre Umgebung wider und bieten Blicke in örtlich und zeitlich entfernte Welten. "Die Welt ist im steten Wandel, und Museen erscheinen in Zeiten der Veränderung oft als unverrückbare Felsen. Wie fragil sie im kapitalistischen Wertesystem sein können, haben die letzten Monate gezeigt. Es ist wichtig, dass Museen offene und lebendige Orte sind, Leuchttürme, die Orientierung in der modernen Welt geben und anhand ihrer Objekte und Sammlungen Dialoge initiieren", so Wolfgang Muchitsch, Präsident, Museumsbund Österreich. Bis 24. September lädt Ö1 von Montag bis Donnerstag um 17.25 Uhr in ein Museum ein, dessen Team von einem besonderen "Objekt der Begierde" erzählen wird.

05.06.2020. Mit einem knappen Monat Lockdown-bedingter Verspätung hat heute die Dreifach-Ausstellung "Kloster Traunkirchen im Wandel der Zeit" geöffnet. Im Rahmen des Traunkirchner 1000-Jahr-Jubiläums stellt sie die abwechslungsreiche Geschichte des Klosters in Wort und Bild dar. Parallel dazu zeigt die Initiative "ArcheKult" Ausgrabungsobjekte, die rund um das Kloster und in Traunkirchen gefunden wurden. Und die Goldhauben des Bezirkes Gmunden haben im Handarbeitsmuseum eine Sonderausstellung zum Thema "Klosterarbeiten" vorbereitet.

Ausstellung Kloster Traunkirchen
Foto © Tourismusverband Traunsee-Almtal

Das Organisationsteam des Traunkirchner 1000-Jahr-Jubiläums: Anni Koller (Goldhauben), Pfarrer Franz Trinkfass (Pfarrprovisor von Traunkirchen), Ilse Ettinger (Goldhauben), Andreas Murray (Tourismusdirektor TVB Traunsee-Almtal), Maria Wicke (Goldhauben), Wolfgang Gröller (Traunseehotels & Ortsausschussobmann Traunkirchen), Christine Ellmauer (Goldhauben), Manfred Schindlbauer (ArcheKult), Bettina Ellmauer (Projektleitung TVB Traunsee-Almtal).

06.03.2020. Hundertwasser und Schiele – auf den ersten Blick, haben die beiden wenig gemein. Dass man sich mit dieser Einschätzung irren kann, zeigt eine Ausstellung im Wiener Leopold Museum (). Anhand von etwa 120 Exponaten werden dialogisch ausgewählte Motiv- und Themenkomplexe im Werk beider Künstler gezeigt und erläutert. Umfangreiches Archivmaterial zeichnet die künstlerische und geistige Verwandtschaft der beiden österreichischen Künstler nach. Zwei Künstler, die einander nicht persönlich kennenlernen konnten, da Schiele viel zu jung verstarb. Man erfährt, dass Hundertwasser als 20-jähriger Schiele für sich entdeckt hatte und dass Schiele zu Hundertwassers zentraler Bezugsfigur wurde. 1951 verfasste Hundertwasser sogar einen poetischen Text: "Ich liebe Schiele. Ich träume oft wie Schiele, mein Vater, von Blumen, die rot sind, und Vögeln und fliegenden Fischen und Gärten in Samt und Smaragdgrün und Menschen, die weinend in Rotgelb und Meerblau gehen." Eine "zwingende" Ausstellung. Noch bis Ende August dieses Jahres. [Gastbeitrag Josef Kastl]

05.03.2020. Skulpturen, Malerei und Grafik von bekannten und neuen Künstlern des Gut Gasteil prägen das Ausstellungsprogramm der Saison 2020 in der Galerie des Bildhauerpaars Charlotte und Johannes Seidl am Gut Gasteil in . Unter dem Thema "verbunden" gibt es auf den 14 Hektar großen, waldumsäumten Wiesen rund um das Gut neue Objekte zu erkunden. Und in den drei Saisonausstellungen in der Galerie von Ende April bis Anfang November treffen heuer die farbintensiven Stimmungsbilder von Susanne Kos auf die Natur- und Blütenbilder und -skulpturen von Walter Kainz, die kraftvolle Malerei und Grafik von Therese Eisenmann auf die materialbetonten Steinskulpturen von Peter Paszkiewicz und die vielschichtigen, pastellfarbigen Gemälde von Nadja Hlavka auf die farbenprächtigen Bilder von Friedrich Danielis. Den Saisonauftakt 2020 macht am 25. April die Eröffnung der ersten Ausstellung. Mit dem traditionellen "full house" endet dann die Saison am Wochenende vom 6. bis 8. Dezember.

Gut Gasteil Prigglitz Saisoneröffnung
Willi Katteneder: "Phasso" (Schutzwall) 2017. Foto © Andreas Hollinek

In den Galerienebenräumen finden sich ergänzend Malerei und Grafik der Gut Gasteil Künstler: von Johann Berger über Anna Maria Brandstätter, Mela Kaltenegger und Richard Kaplenig bis zu Gerlinde Thuma und Herwig Zens. Im Biobuffett gibt es kleine Speisen aus Bioprodukten vorwiegend von regionalen Betrieben, Biokaffee und Kuchen.

19.02.2020. Was macht eigentlich "ein gutes Leben" aus? Dieser spannenden Frage widmet sich die mit der internationalen Gruppenausstellung "...von Brot, Wein, Autos, Sicherheit und Frieden". An beiden Standorten der Kunsthalle Wien (im Museumsquartier und am Karlsplatz) zeigen KünstlerIinnen verschiedener Generationen ihre Arbeiten – vielversprechende Signale für soziale Veränderungen und neue Formen des Zusammenlebens. Die von Ivet Ćurlin, Nataša Ilić und Sabina Sabolović ("WHW für "What, How & for Whom") kuratierte Ausstellung bietet einen breitangelegten Überblick über die vielfältigen künstlerischen und politischen Bestrebungen, mit denen sich das Kollektiv über die Jahre auseinandergesetzt hat.

Brot
Foto © Andreas Hollinek

Die KünstlerInnen: Marwa Arsanios, Zach Blas, Sonia Boyce, Banu Cennetoğlu, Alejandro Cesarco, Saddie Choua, Phil Collins, Alice Creischer, Adji Dieye, Ines Doujak, Melanie Ebenhoch, Tim Etchells, Kevin Jerome Everson, Forensic Architecture, Monika Grabuschnigg, Vlatka Horvat, Anne Marie Jehle, Gülsün Karamustafa, Jessika Khazrik, Victoria Lomasko, Hana Miletić, Marina Naprushkina, Tuan Andrew Nguyen, Wendelien van Oldenborgh, Sylvia Palacios Whitman, Dan Perjovschi, Pirate Care, HC Playner, Oliver Ressler, School of Contradiction, Selma Selman, Andreas Siekmann, Daniel Spoerri, Hito Steyerl, Mladen Stilinović, Marlene Streeruwitz, Milica Tomić &bull u.a.

13.02.2020. Paare, die noch überlegen, was sie Schönes und Inspirierendes am Valentinstag machen wollen, könnten in Wien das mumok () in Betracht ziehen. Morgen gibt es dort eine Aktion: Wer die Eintrittskarte kauft, bekommt eine zweite für die Begleitperson gratis. Und wer morgen gar eine Jahreskarte ins mumok erwirbt, kommt in den Genuss eines Valentine's Specials – wobei noch nicht verraten wurde, worum es sich dabei handet. Muss man also vor Ort und am besten vorab erfragen.

28.01.2020. Tipp: Heute um 19.30 Uhr ist im gemütlichen Vereinslokal auf dem Gaußplatz 11 die (frei zugängliche) Vernissage zur Kunstausstellung "China in Wien". Gezeigt werden interessante Werke von sechs Künstlerinnen mit chinesischen Wurzeln oder mit einer chinesisch-österreichischen Lebensgeschichte. Neben Malereien und Fotografien von Studentinnen und Absolventinnen der Kunst-Uni Wien und weiterer kreativer Damen gibt es Aufnahmen von Stefan Rozporka zu sehen, die beim wiederholten Verweilen in China entstanden. Die Schau dauert bis Donnerstag, dem 27. Februar. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag, jeweils von 10.00 bis 16.00 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten. Auskunft: Telefon 01/3322694 und E-Mail office@aktionsradius.at. Website: .

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