www.50plus.at

Blogs 50plus Facebook Suche E-Privacy Info Menü

MENU

Ausstellungen und Vernissagen Blog
Blogger:

Ausstellungen und Vernissagen können das Leben bereichern. Ich meine nicht nur die ausgestellten Bilder, Fotos, Objekte und Installationen, ich meine speziell auch den Gedankenaustausch, der beim oder nach deren Betrachten stattfindet. Dieser Blog soll auf Anregungen dazu bieten und auf interessante Veranstaltungen hinweisen.

19.12.2022. Die Österreichische Nationalbibliothek (Adresse / Navi: 1010 Wien, Josefsplatz 1) setzt im Jahr 2023 mit zahlreichen Sonderausstellungen vor Ort in ihren Museen und online über die Website besondere Höhepunkte im Kulturleben. Im Mittelpunkt stehen dabei Besonderheiten und Kostbarkeiten aus den umfangreichen Sammlungsbeständen der Österreichischen Nationalbibliothek. Eröffnet wird der Ausstellungsreigen am 12. Jänner 2023 im glanzvoll restaurierten und wieder geöffneten Prunksaal mit der Sonderausstellung "Fischer von Erlach und der Prunksaal des Kaisers. 300 Jahre barocke Pracht" anlässlich des 300. Todestags des berühmten Architekten sowie 300 Jahre Baubeginn der ehemaligen kaiserlichen Hofbibliothek.

Österreichische Nationalbibliothek Prunksaal
Foto © Andreas Hollinek

Ab 30. März gibt es die Schau "Von Gärten und Menschen. Gestaltete Natur, Kunst und Landschaftsarchitektur". Die Sonderausstellung "Von Gärten und Menschen" rückt die Bedeutung und Vielfalt der – teils verschwundenen oder überformten – Gärten und Parks anhand ausgewählter Objekte in den Fokus. Zu sehen sind wertvolle Druckgrafiken und Originalzeichnungen ebenso wie Pläne, Fotografien oder Ansichtskarten. Für BesucherInnen wird die Geschichte von Gartenkunst und Landschaftsarchitektur vom 16. bis ins 21. Jahrhundert sichtbar und erlebbar gemacht.

Das Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek gestaltet ab 26. April 2023 im Rahmen des Österreich-Schwerpunkts der Buchmesse Leipzig 2023 eine Ausstellung im Deutschen Buch- und Schriftmuseum Leipzig mit dem Titel "Jetzt und Alles. Österreichische Literatur. Die letzten 50 Jahre". Die Ausstellung stellt die wichtigsten österreichischen AutorInnen der letzten 50 Jahre vor, von Thomas Bernhard, Elfriede Jelinek und Peter Handke bis zu Friederike Mayröcker und Marlene Streeruwitz, widmet sich aber auch jüngeren SchriftstellerInnen wie Arno Geiger, Ann Cotten, Clemens J. Setz und vielen anderen.

Die Sonderschau "Ein Geschenk des Nils. Die Macht des Wassers im alten Ägypten" spürt ab 15. Juni im Papyrusmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek den unterschiedlichen Aspekten des Elements Wasser und seiner Bedeutung für das Leben im alten Ägypten nach. Über 2000 Jahre alte Papyri geben Einblick in den Alltag und in die offizielle Verwaltung zur Nutzung der kostbaren Ressource in der Landwirtschaft, im Warentransport, Fischfang oder in der Bäderkultur.

Anhand der Fotoausstellung "BILD MACHT POLITIK" wird ab 24. November der Fotograf Yoichi Okamoto (1915–1985) und seine Bedeutung für die Dokumentation des Europas der Nachkriegszeit und der Anfänge der Zweiten Republik in Österreich porträtiert. Er schrieb Geschichte in Bildern, zunächst als Fotograf für die US-Regierung und später als offizieller Fotograf des Weißen Hauses von Präsident Lyndon B. Johnson. Nach dem Krieg leitete Okamoto die Fotoabteilung des United States Information Service (USIS) in Österreich, um so den Wiederaufbau Wiens, das kulturelle Leben der Stadt und während des Kalten Kriegs die amerikanische Wirtschaftshilfe in Form des Marshallplans zu dokumentieren. Die Österreichische Nationalbibliothek erwarb 2019 den fotografischen Nachlass Okamotos. Die Ausstellung im Prunksaal zeigt erstmals die eindrucksvollen Bilder aus dem Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg und gibt Einblicke in das künstlerische Werk eines Fotopoeten.

Mehrere Online-Ausstellungen komplettieren die umfangreichen Präsentationen von Highlights aus den Sammlungsbeständen: Ab 22. Mai 2023 wird dem österreichischen Fotograf Lothar Rübelt (1901–1990), dem "Meister des Augenblicks" eine Online-Schau gewidmet. Er gilt bis heute als renommiertester österreichischer Sportfotograf. Das 100-Jahr-Jubiläum des österreichischen P.E.N.-Clubs ist ab dem 11. Oktober Anlass für diese Online-Ausstellung. "Die übersehenen Komponistinnen" werden dann ab dem 1. November 2023 im Rahmen einer Online-Ausstellung mit Objekten aus der Musiksammlung des Hauses aus dem Schatten geholt.

Die Bedeutung und die Resonanz der jüngst gezeigten Sonderausstellungen der Österreichischen Nationalbibliothek spiegelt sich auch in der Übernahme dieser Schauen in Form von Wanderausstellungen wider: Noch bis 5. November 2023 ist die Hommage an eine der einflussreichsten und faszinierendsten Persönlichkeiten der deutschsprachigen Literatur, Ingeborg Bachmann, als Sonderausstellung im Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek zu sehen. Im Anschluss daran wird sie ab 13. Dezember 2023 im Literaturhaus München gezeigt. Die zu Ende gegangene Ausstellung "Stefan Zweig. Weltautor" wird nun auch in der Stadtbibliothek Salzburg zu sehen sein und ab dem Frühjahr 2023 als Wanderausstellung in modularer Form von "Österreichischen Kulturforen" sowie "Österreich-Bibliotheken" im Ausland übernommen. Und die Ausstellung "BILD MACHT POLITIK" wird 2024 in die österreichische Botschaft in Washington D.C. sowie in die Art Gallery der University of New Orleans wandern.

08.12.2022. Ab dem 2. Mai 2023 gibt es im Technischen Museum Wien (TMW) die Sonderausstellung "Women at Work – 150 Jahre Frauenpavillon der Wiener Weltausstellung" zu sehen. Die Ausstellung befasst sich mit einer Besonderheit der Wiener Weltausstellung: Mit dem "Frauenpavillon" rückten im Zuge der Weltausstellung erstmals weibliche Arbeitswelten in den Mittelpunkt. Im Pavillon wurden Berufsfelder für Frauen präsentiert, die im Zuge der großen Industrialisierung des 19. Jahrhunderts entstanden waren. Der Frauenpavillon bedeutete eine Pionierleistung im Sichtbarmachen von weiblichen Arbeitswelten, die von späteren Weltausstellungen übernommen wurde.

21.06.2022. In der Halle A der Messe Graz gibt es noch bis 4. September 2022 eine große James-Rizzi-Ausstellung zu sehen. Unzählige seiner Werke sowie Einblicke in sein Leben, sein Denken, sein Arbeitsumfeld und seine Privaträume sowie Schaustück und Info-Tafen zu seiner Arbeitsweise machen den Besuch zu einem Erlebnis. Sehr empfehlenswert!

James Rizzi Ausstellung Graz
Foto © Andreas Hollinek

28.04.2022. Mit Brigitte Kowanz (1957–2022) wird im Schlossmuseum Linz eine der renommiertesten und wichtigsten Künstler:innen Österreichs ausgestellt. Die vielfach ausgezeichnete Kunstlerin hat ihre Arbeiten mit Licht in einem Zeitraum von uber 40 Jahren entwickelt und nimmt in der jungeren Kunstgeschichte eine unverwechselbare Position ein. Ihr Werk gilt als konzeptuelle Poesie. Dauer und Ort der Ausstellung: 29. April bis 24. Juli 2022, im Schlossmuseum Linz.

In Wien geboren, studierte sie von 1975 bis 1980 an der Universität für angewandte Kunst Bildhauerei, wobei schon damals ihr Hauptinteresse den lichterzeugten Medien Video, Film und Fotografie galt. Die Wechselwirkung zwischen Licht, Sprache, Raum und Zeit war wesentlich in ihrer konzeptuellen Kunst, die nie eindeutig sein sollte, sondern auf verschiedenen Ebenen rezipiert werden kann. Die Werke von Brigitte Kowanz sind stark ortsbezogen, und so hat sie sich intensiv mit den räumlichen und architektonischen Gegebenheiten im Linzer Schlossmuseum auseinandergesetzt. "ISTR" ist eine zusammenhängende Rauminstallation, an der Brigitte Kowanz bis kurz vor ihrem Tod arbeitete und die nun ihren Entwürfen entsprechend realisiert wird.

14.04.2022. Lust auf einen Kunsttrip? Der Q202-AtelierRundgang am 23. und 24. April 2022 führt zu 37 verschiedenen Ateliers – bei freiem Eintritt! Ein vom Multikünstler Hans Heisz und seinem Team initiiertes Kunst-Wandern-Radeln im 2. und im 20. Bezirk, zu "Atelier-Satelliten" in weiteren Bezirken Wiens und – heuer erstmalig – mit "Q202-Satelliten" in Reichenau an der Rax und in Graz.

Q202-AtelierRundgang
Foto © Hans Heisz / ONA B

Q202 steht dafür, das künstlerische Potenzial auf persönliche Art erleben zu können. In Künstlerwohnungen, Werkstätten-WG, Tonstudios, Hinterhofateliers und auf historischen Donauschiffen. Sogar die Taborstraße selbst präsentiert sich als "lebendiges Kunstwerk". Ziel der Veranstaltung ist es, Publikum und KünstlerInnen zugleich ein breites Begegnungs- und Vergleichsfeld zu schaffen. Dafür bieten KünstlerInnen im Rahmen von Q202 auch heuer wieder eine perfekte Mischung aus Events, Performances, Ausstellungen, Video-Installationen, Musik, Literatur und eine Reihe von Kunstaktionen an.

  • "Wanderkarten" für den Q202 AtelierRundgang liegen in vielen Lokalen auf und können unter heruntergeladen werden.
  • Info: Hans Heisz, Tel. 0650/2127920 oder per E-Mail an hans.heisz@drei.at.

11.03.2022. Am Samstag, dem 12. März, eröffnet in der Landesgalerie Niederösterreich die Schau "Die Erde lesen. The Dissident Goddesses' Project" in der Landesgalerie Niederösterreich, Etage 3, Museumsplatz 1, 3500 Krems an der Donau. Die bis zum 01.05.2022 dauernde Ausstellung geht aus dem mehrjährigen Forschungsprojekt "The Dissident Goddesses' Network" der Akademie der bildenden Künste Wien in Zusammenarbeit mit dem Forum Morgen hervor. Künstlerische und wissenschaftliche Positionen thematisieren den feministischen Blick auf die weltweit einzigartigen Venusfunde in Niederösterreich, die Verwobenheit der Menschen mit ihrem reichhaltigen Land und die ökologische Krise heute. Die Forschungsergebnisse werden in einer Forschungslounge gezeigt. Kuratiert wurde die Schau von Felicitas Thun-Hohenstein, die 2019 für den österreichischen Beitrag auf der 58. Biennale von Venedig verantwortlich zeichnete. "Die ökologische Krise fordert uns heraus, uns der Erde zu widmen, ihr zuzuhören und sie neu zu lesen. Der Prozess einer offenen, interaktiven Interpretation der Erde, ihrer vielfältigen Bewohner:innen und der ökologischen Systeme am Beispiel des Weinviertels und des Göttinnenlandes sind zentrale Botschaften unseres Projektes", betont die Kuratorin.

Seit Sommer 2021 erforscht, belebt und bewirtschaftet ein Kollektiv von Kulturschaffenden das sogenannte "Land der Göttinnen", ein vier Hektar großes Land im niederösterreichischen Alberndorf im Pulkautal. Die ökofeministische Künstlerin und Philosophin Elisabeth von Samsonow entwirft für die Ausstellung eine installative Kartographie dieses Biotops. Performancefotos von großen Aktionen, Videos, Bodenproben, Porträts von Mikroorganismen, Lössbilder und Skulpturen vereint sie zu einem zentralen Kunstwerk. Ida-Marie Corell protokolliert in einer Fülle an Zeichnungen den Prozess des Verstehens einer weiblichen Geschichte. Ihre poetischen, collagierten und illustrierten Blätter bilden eine Chronik eines zeitgenössischen Feminismus der jüngeren Generation. Weiters am Projekt beteiligt sind Angela Melitopoulos, Romana Schuler, Federica Matta, Alma Heikkilä und Arantzazu Saratxaga Arregi.

Gerda Ridler, künstlerische Direktorin der Landesgalerie Niederösterreich, hält fest: "Die Ausstellung ist ein wertvoller Beitrag für die Landesgalerie Niederösterreich. Niederösterreich bildet den Nährboden für diese hochkarätige künstlerisch-wissenschaftliche Auseinandersetzung. Es ist mir eine Freude, so profunde Expertinnen der Akademie der bildenden Künste mit diesem Projekt bei uns im Haus zu Gast zu haben."

  • Tipps: Am Eröffnungstag ist der Eintritt bis 13.00 Uhr grats. Ab April wird es eine Publikation mit wissenschaftlichen Gastbeiträgen und einer Dokumentation der Ausstellung "Die Erde lesen. The Dissident Goddesses Project" geben. Sie wird dann im Museumsshop der Landesgalerie erhältlich sein.
  • Website der Landesgalerie NÖ:

27.01.2022. Wird ab Mitte Frebruar bezüglich Corona alles besser? Die Chance stehen durchaus gut – auch wenn Omikron in zwei Varianten für sehr hohe Fallzahlen sorgen wird. Diesen Optimismus teilen auch die VeranstalterInnen von Ausstellungen und Vernissagen. Die Tiroler Landesmuseen zum Beispiel haben haben bereits 21 neue Ausstellungen in ihrem Programm und versprechen gemeinsam mit hochkarätigen Veranstaltungsreihen und ausgewählten Events ein lebendiges Kulturjahr: Der Startschuss für die neue Ausstellungssaison fällt im März, wenn das Volkskunstmuseum Ostertraditionen rund um den Globus erkundet. In der Weiherburg beim Innsbrucker Alpenzoo stellt die Naturwissenschaftliche Sammlung ab Frühjahr 2022 alpine Überlebenskünstler der Tier- und Pflanzenwelt vor. Das Zeughaus steht mit der Ausstellung "... uuund Schnitt!" hingegen ganz im Zeichen von Kino und Film in Tirol. Auf zwei Ausstellungshighlights können wir uns ab Juni freuen: Das Ferdinandeum präsentiert das grafische Werk Maria Lassnigs mit einer Reihe an Zeichnungen, die erstmals überhaupt in einem Museum zu sehen sind. Das Volkskunstmuseum widmet sich währenddessen der Volksmusik und erkundet deren Rolle für den Tourismus in Tirol. Mit dem "Ausstellungsdesign" von René d'Harnoncourt sowie einer Präsentation der neuesten Kunstankäufen des Landes Tirol geht es durch den Kulturherbst, bevor mit "Im Detail" ein Highlight auf dem Programm steht, das den Besucher:innen den Bereich der Restaurierung und Konservierung von Kunstwerken näher bringt. Zusätzlich wird es wieder eine Reihe von Konzerten im "musikmuseum" geben; weiters den Kultursommer im Zeughaus, das Bergiselfest und die ORF Lange Nacht der Museen.

10.11.2021. Seit vier Jahrzehnten hält uns Gerhard Haderer mit seinen Karikaturen den Spiegel vor: Er kommentiert den spießbürgerlichen Alltagswahnsinn mit gleicher Schärfe wie die Weltpolitik. Ungeschönt und gnadenlos realistisch nimmt er es mit allen und jedem auf und auch wenn er es bedauert, die Mächtigen nicht mit dem Bleistift in Grund und Boden zeichnen zu können, also gerne dem ein oder anderen den Kopf zurechtrücken würde, so gelingt es ihm sehr wohl für sein Publikum, die Welt mit ihren Zumutungen und Verdrehungen zu entlarven.

Auch mit 70 Jahren ist keine Altersmilde zu befürchten, wie die rund 80 vom Karikaturisten selbst ausgewählten Zeichnungen im Schlossmuseum zeigen. In einem eigens dafür geschaffenen, Haderer-spezifischen Rahmen: Die OÖ Landes-Kultur GmbH nutzt den anstehenden Umbau im Schlossmuseum für eine räumliche Zwischennutzung. Dem bunten Haderer-Kosmos soll entsprochen werden, mit vom Künstler persönlich gestalteten Wänden sowie einem quietschroten Plastikboden. Ausstellungsdauer: ab heute bis 27. Februar 2022. Ort: Schlossmuseum Linz.

10.11.2021. Seit vier Jahrzehnten hält uns Gerhard Haderer mit seinen Karikaturen den Spiegel vor: Er kommentiert den spießbürgerlichen Alltagswahnsinn mit gleicher Schärfe wie die Weltpolitik. Ungeschönt und gnadenlos realistisch nimmt er es mit allen und jedem auf und auch wenn er es bedauert, die Mächtigen nicht mit dem Bleistift in Grund und Boden zeichnen zu können, also gerne dem ein oder anderen den Kopf zurechtrücken würde, so gelingt es ihm sehr wohl für sein Publikum, die Welt mit ihren Zumutungen und Verdrehungen zu entlarven.

Auch mit 70 Jahren ist keine Altersmilde zu befürchten, wie die rund 80 vom Karikaturisten selbst ausgewählten Zeichnungen im Schlossmuseum zeigen. In einem eigens dafür geschaffenen, Haderer-spezifischen Rahmen: Die OÖ Landes-Kultur GmbH nutzt den anstehenden Umbau im Schlossmuseum für eine räumliche Zwischennutzung. Dem bunten Haderer-Kosmos soll entsprochen werden, mit vom Künstler persönlich gestalteten Wänden sowie einem quietschroten Plastikboden. Ausstellungsdauer: ab heute bis 27. Februar 2022. Ort: Schlossmuseum Linz.

24.06.2021. Das Gemälde "Wilde Tiere sind gefährdet" von Maria Lassnig (1919-2014) wurde am 23. Juni 2021 im Auktionshaus Dorotheum () in Wien für den Weltrekordpreis von 1,378.000 Euro versteigert. Dies bedeutet gleichzeitig den höchsten Auktionspreis, der je für das Werk eines österreichischen zeitgenössischen Künstlers bzw. österreichischen Künstlerin erzielt wurde. Das 2 x 3 Meter große Hochformat aus dem Jahr 1980 sicherte sich ein Interessent am Telefon. Er setzte sich gegen einen Online-Bieter aus Großbritannien durch.

06.05.2021. Tipp: Nach dem Erfolg des im März eingeführten Museumsmontags in der mit ermäßigten Tickets werden die Vergünstigungen nun ausgebaut: "Die Tickets zum halben Preis an den Montagen waren ein großer Erfolg", so Albertina-Generaldirektor Klaus Albrecht Schröder. "Mit der Wiedereröffnung der Museen nach der letzten langen Schließphase, möchte die Albertina breite Publikumsschichten ansprechen – und darauf aufmerksam machen, dass wir als Museen wieder geöffnet sind", so Schröder. Die auch für die geltende Aktion läuft ab übermorgen bis Ende Mai. Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 18 Uhr.

29.04.2021. In einer umfassenden Retrospektive zeigt die Wiener Xenia Hausner – eine der wichtigsten österreichischen Malerinnen unserer Zeit. Die sichtbar gemachte Fiktion spielt im Œuvre der 1951 geborenen Künstlerin eine entscheidende Rolle. True Lies verweist auf die Bedeutung der Inszenierung als Gestaltungs- und Kompositionsprinzip im Schaffen Xenia Hausners. Für ihre großformatigen Gemälde konstruiert die Künstlerin vorab aufwendige räumliche Settings in ihrem Atelier: Installationen, die sie als Vorlage für ihre Bilder zunächst fotografiert. Zerschnittene Autos oder Zugabteile aus Karton werden zur Bühne für die Figuren, die Hausner wie Schauspieler zu einem lebenden Bild arrangiert.

Xenia Hausner: Ken Park
Xenia Hausner: Ken Park, 2016. Acryl und Öl auf Dibond. Courtesy of Xenia Hausner © Bildrecht, Wien, 2021

Malerei und Fotografie sind im Entstehungsprozess eng verschränkt und treten in ein dialektisches Verhältnis: die farbstarke und flächige Malerei „widerspricht“ gewissermaßen dem zuvor entstandenen Foto. Das malerische Procedere wiederum ist bei Hausner durch filmische und fotografische Methoden geprägt. Die Wahl des Ausschnitts, das Fragmentarische, die Montage, die durch die Farbe gesteuerte Lichtregie – all dies trägt zum intensiv atmosphärischen Charakter der Bilder bei. Die von Xenia Hausner erschaffenen Szenarien bleiben rätselhaft und irritierend. Wie Bruchstücke einer Geschichte, vergleichbar mit Filmstills, denen der Plot abhandengekommen ist, entziehen sie sich einer eindeutigen Lesart.

Während die Kunstgeschichte über Jahrhunderte vom männlichen Blick geprägt ist, verortet Xenia Hausner ihre Inszenierungen in einer von Frauen dominierten Gegenwelt: Die Themen und Geschichten Hausners werden vorrangig von Frauen verkörpert, die alle Rollen einnehmen und so stellvertretend für alle Genderzugehörigkeiten agieren. Den männlichen stereotypen Blickachsen, stellt sie starke, widersprüchliche und komplexe Frauenfiguren gegenüber. Xenia Hausners Frauenbilder spiegeln eine differenzierte weibliche Befindlichkeit wider. Meist in Überlebensgröße, in einer unverwechselbaren, intensiven Farbpalette mit breitem Pinsel, werden die plastisch herausmodellierten Figuren zu Stellvertretern allgemein gültiger Situationen und existenzieller Lebensfragen.

  • Xenia Hausner: True Lies. 30. April bis 8. August 2021
  • Mehr dazu auf

21.04.2021. Das Museum Liaunig in startet am kommenden Samstag (24. April) in die Saison 2021. Die von Günther Holler-Schuster aus der Sammlung Liaunig kuratierte Hauptausstellung "Tour de Force – Punkt, Linie, Farbe auf dem Weg durch die österreichische Kunst nach 1945" setzt sich mit der Entwicklung der gestischen, informellen Traditionen in Österreich auseinander. In der groß angelegten Schau sind mehr als 200 Arbeiten von über 90 Künstlerinnen und Künstlern zu sehen. Den seit 2016 in der Sonderausstellungsreihe "Alte Freunde" vorgestellten Künstlerinnen und Künstlern ist Herbert Liaunig seit Beginn seiner Sammlungstätigkeit als Freund und Sammler zugetan. Die zu dieser Zeit entstandenen Freundschaften markieren die Anfänge und bilden die Basis der Sammlung Liaunig. 2021 wird die Serie mit wechselnden Retrospektive von Bruno Gironcoli (1936–2010) und Johann Julian Taupe (1954) fortgesetzt. Im runden Skulpturendepot stehen die Werke des steirischen Bildhauers Gerhardt Moswitzer (1940–2013) im Mittelpunkt.

Museum Liaunig in Neuhaus (Kärnten)
Foto © Andreas Hollinek

Die historischen Sammlungen verstehen sich als Kontrastprogramm zur zeitgenössischen Kunst: 2021 wird in den drei unterirdisch gelegenen Ausstellungsbereichen neben der bestehenden afrikanischen Schau "Das Gold der Akan" und "Portraitminiaturen II" erstmals der zweite Teil der Glas-Sammlung Liaunig präsentiert. Die Auswahl von mehr als 120 Exponaten gibt einen Überblick über die europäische Glasgeschichte beginnend in Venedig um 1500.

03.02.2021. Rund 300 Titel umfasst die Ende 2020 vom Wiener Belvedere angekaufte Privatbibliothek zur künstlerischen Avantgarde der 1960-er- und 1970-er-Jahre. Das Belvedere ergänzt damit gezielt seinen umfassenden Bestand von rund 120.000 Medien und Publikationen zur österreichischen Kunst. Interessierte können nach Wiedereröffnung der Bibliotheken am 9. Februar im Lesesaal des Belvedere Research Center in diesen seltenen Druckwerken schmökern. Stella Rollig, Generaldirektorin des Belvedere: "Dieser Ankauf ist ein Glücksfall. Damit wird die Kernkompetenz des Belvedere als Forschungszentrum zur österreichischen Kunst wesentlich gestärkt."

Unter den angekauften Werken finden sich zahlreiche Ausstellungs- und Galerienkataloge aus den 1960-er- und 1970-er-Jahren sowie Originalgrafiken und Autographen. Sie stellen eine dokumentarische Ergänzung zur wissenschaftlichen Bewertung der Viten bedeutender Künstler wie Arnulf Rainer, Walter Pichler, Roland Goeschl, Friedensreich Hundertwasser, Christian Ludwig Attersee oder Dominik Steiger dar.

Besondere Highlights sind signierte und nummerierte Bildbände aus den 1970-er-Jahren wie jene mit Zeichnungen von Günter Brus und Ausgaben der von Brus herausgegebenen Zeitschrift Die Schastrommel. Das Faksimile eines der bekannten Notizbücher von Rudolf Schwarzkogler, aufgelegt von der Galerie Krinzinger, enthält zeichnerische Vorarbeiten für seine Aktionen. Zwei Originalgrafiken von Kurt Kocherscheidt in einem Kunstband und Ausgaben von Panderma, der Zeitschrift des ungarisch-schweizerischen Kunsthändlers Carl Laszlo, sind ebenfalls zu entdecken.

Die wissenschaftliche Aufarbeitung im Belvedere wird durch die bereits geleisteten Vorarbeiten erleichtert: Die Sammlung enthält ergänzende monografische und kunsttheoretische Schriften bedeutender KunsthistorikerInnen und KünstlerInnen des 20. Jahrhunderts. Hinzu kamen Publikationen und Zeitschriften aus verwandten Disziplinen wie Design, Architektur, Fotografie und Film. Dies ermöglicht der Belvedere-Bibliothek eine kontextuelle Einordnung der KünstlerIinnen in angrenzende Wirkungsbereiche ihrer Zeit.

Siehe auch

Neu und aktuell

© Texte und Fotos (außer anders angegeben) sowie Datenschutz: Andreas Hollinek 1996-2023; www.50plus.at. Inhalte ohne Gewähr. Enthält ggf. PR, Werbung + Cookies, die Werbepartner wie Google (www.google.com) zur Nutzeranalyse verwenden (E-Privacy Info). Seite mit SSL-Sicherheitszertifikat. Impressum.