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Rosazea / Altersakne

Dass Jugendliche zu Akne neigen, ist bekannt und lässt sich auf steigende Androgenspiegel im Körper zurückführen. Treten ab einem Alter von etwa 40 bis 50 Jahren plötzlich wieder akneähnliche, entzündliche Hautveränderungen auf, stellt der Hautarzt nicht selten eine sogenannte Rosazea (auch Altersakne, Kupferrose oder Acne rosacea genannt) fest.

Den Namen erhielt diese Krankheit deshalb, weil sich in ihrem Verlauf kleine Hautgefäßerweiterungen etablieren und die betroffenen Hautstellen lila-rot in Erscheinung treten. Männer und Frauen sind von der Rosazea gleich häufig betroffen, wobei bei Männern oftmals ein intensiverer Krankheitsverlauf zu beobachten ist. Aber Achtung: Nicht alles, was einer Rosazea ähnlich sieht, ist auch eine Rosazea. Ihr Arzt wird überprüfen, ob es sich bei Ihnen nicht einfach um eine oder eine anderer Ursache handelt.

Der Grund für diese Erkrankung ist unbekannt. Eine genetische Disposition (höheres Krankheitsrisiko, wenn nächste Verwandte an Rosazea leiden bzw. litten) gilt als empirisch gesichert. Zu den Risikofaktoren zählen das häufige Aussetzen der Haut gegenüber widrigen Witterungsbedingungen ("Wind und Wetter"), eine , Störungen im Magen-Darm-Trakt, aber auch Alkoholismus. Entspannung, geeignete Pflegemittel und entzündungslindernde Salben können helfen, die Symptome unauffällig zu halten.

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Über eine veränderte Gefäßreagibilität kommt es zu Erweiterungen kleiner Gefäße der Gesichtsregion, zusätzlich entwickelt sich eine Entzündung der Haarfollikel und eine vermehrte Aktivität der Talgdrüsen. Die Acne rosacea beginnt meist schleichend und verläuft stadienartig:

  • Zunächst kommt es zu einer schnell auftretenden Gesichtsrötung ("flush"), die nach einiger Zeit auch wieder verschwindet und z.B. durch Temperaturveränderungen (Wetter, aber auch Essen bzw. Trinken von Kaltem bzw. Heißem), Konsum von Alkohol, Koffein, scharf gewürzten Speisen oder auch durch körperliche Anstrengung provoziert wurde.
  • Im Krankheitsverlauf treten zarte Gefäßerweiterungen an Nase und Wangen hinzu, welche nun nicht mehr verschwinden, sondern sich über Monate bis Jahre hinweg auf das gesamte Gesicht ausbreiten, wobei sie zur oben genannten, charakteristischen lila-roten Hautverfärbung führen.
  • Das Erscheinen von entzündlichen Papeln und Pusteln (akneähnliche, rote Knötchen mit winzigen Eiteransammlungen an ihrer Oberfläche) kennzeichnet den weiteren Fortschritt der Erkrankung.

In etwa 10 Prozent der Fälle und ausschließlich bei Männern vergrößern sich im Bereich der Nase viele Talgdrüsen und produzieren gleichzeitig auch vermehrt Sekret. Dadurch wird die Nase höckrig, unförmig und von schwammiger Konsistenz – eine Knollennase, auch Rhinophym genannt, hat sich entwickelt.

In 5 Prozent der Fälle kommt es auch zu einer Mitbeteiligung der Augen. Dabei ist eine Bindehautentzündung am häufigsten zu beobachten, allerdings sind auch Hornhautschädigungen möglich, die zwar sehr selten auftreten, aber unter Umständen bis zur Erblindung führen können. Das Ausmaß der Augenbeteiligung korreliert nicht mit der Schwere der Hauterkrankung! Auch bei leichten Formen der Rosazea muss deshalb stets eine augenärztliche Untersuchung bzw. im Verlauf eine regelmäßige Kontrolle durchgeführt werden!

Wichtig: Die Erkrankung kann in jedem Stadium sistieren, ein Fortschreiten ist also nicht zwingend vorhanden! Auch können die Symptome mild bis exzessiv ausgeprägt sein (zum Beispiel ist etwa "nur" eine milde zu beobachten oder es dominiert eine massive nasale Rötung - als sog. "Schnapsnase" eingeschätzt bzw. verunglimpft). Einzelne Stadien können auch übersprungen werden!

Die Diagnose wird aufgrund des Erscheinungsbildes gestellt, nur selten ist die Entnahme einer kleinen Hautprobe zur weiteren Untersuchung notwendig. Bei milden Erscheinungsbildern der Rosazea erzielt man mit lokaler, antibiotischer Therapie (z.B. Tetrazyklin) gute Erfolge, alternativ wird auch Metronidazol eingesetzt. Schwere Formen der Rosazea und jegliche Augenbeteiligung machen eine orale antibiotische Therapie notwendig (in Form von Tabletten), bei besonders massiver Ausprägung verspricht die Gabe von 13-cis-Retinsäure Besserung.

Einzelne, größere Gefäßerweiterungen können mittels Lasertherapie oder Elektrokoagulation verödet werden, ein Rhinophym kann in Lokalanästhesie oder Vollnarkose mittels Skalpell oder auch Laser abgetragen werden, wobei gute kosmetische Ergebnisse erzielt werden. Kortisonpräparate dürfen nicht zum Einsatz kommen, sie verschlechtern das klinische Erscheinungsbild.

Milde Gesichtsreinigung (keine alkoholischen Gesichtslösungen), Vermeiden von möglichen Auslösern (siehe oben), gesunde Ernährung und konsequenter Sonnenschutz der Haut verbessern das Ergebnis zusätzlich. Allerdings darf man von keiner endgültigen Heilung der Erkrankung ausgehen, ein wiederholtes Auftreten der Hautveränderungen – auch nach Zeiten der Besserung – ist leider jederzeit möglich. Allerdings gibt es auch eine gute Nachricht: Es kommt niemals zu einer Narbenbildung.

Lektorat dieser Seite durch
Dr. med. Simone Höfler-Speckner

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