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Grußbotschaft Bundespräsident Dr. Thomas Klestil †

Mit dem "Jahr der Älteren Generation" haben die Vereinten Nationen ein weltweites Signal an das Ende dieses Jahrtausends gestellt. Es geht darum, dem zunehmenden Jugendlichkeitskult unserer Zeit das Bild einer "Gesellschaft für Menschen aller Altersstufen" entgegenzustellen. Das entspricht auch den Fakten, die – auch in Österreich – eine deutliche demographische Wende hin zur Dominanz der Älteren in der Gesellschaft erkennen lassen. Nie zuvor haben so viele Generationen gleichzeitig gelebt, und erstmals gibt es in unserem Land mehr Pensionisten als Kinder.

Dass das auch Probleme mit sich bringt, ist uns allen klar. Viel Nachdenken und Umdenken, viel Reformbereitschaft und Toleranz wird notwendig sein, um auch künftig die notwendigen politischen, ökonomischen, kulturellen und sozialen Rahmenbedingungen für ein tragfähiges Generationen zu sichern. Trotz aller Schwierigkeiten aber muss unsere Freude überwiegen. Denn mehr und mehr erfüllt sich die menschliche Ur-Sehnsucht nach einem langen Leben. Mehr und mehr Senioren können – als "junge Alte" – noch in ihre dritte Lebensphase all das in Angriff nehmen und verwirklichen, was ihnen während ihres Berufslebens nicht möglich war. Mehr und mehr kann also unter älteren Menschen ein neues Selbstbewußtsein und eine modifizierte Lebensstrategie wachsen.

Ich meine, dass gerade dieser Aspekt die Vereinten Nationen bestimmt hat, ein Jahr der Älteren Generation auszurufen. Wir sollten es zur eigenen Bewusstseinsbildung und zum intensiven Dialog zwischen Jung und Alt nützen. Die Motivation dazu hat der bekannte Wiener Altersforscher Leopold Rosenmayr sehr präzise mit den Worten umschrieben: "Das Bewusstsein, später selber alt zu werden oder alt zu sein, ist vielleicht der stärkste Verbündete für ein vernünftiges Gespräch, für eine stabile Vereinbarung zwischen den Generationen."

Dr. Thomas Klestil

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