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Louvre Abu Dhabi

Gebäude, Ausstellungsexponate und Konzept des 2017 eröffneten Louvre Abu Dhabi sind einzigartig. Es ist ein universelles Museum und richtet seinen Fokus auf gemeinschaftliche Erfahrungen der Menschheit über verschiedene Kulturen und Zivilisationen hinweg. Teil einer Vereinbarung zwischen den Regierungen von Abu Dhabi und Frankreich ist die namentliche Anlehnung des Louvre Abu Dhabi an das Pariser Musée du Louvre über einen Zeitraum von 30 Jahren und 6 Monaten, die Organisation von Wechselausstellungen über 15 Jahre hinweg sowie die Leihgabe von Kunstwerken für 10 Jahre. Neben Spezialthemen hat es sich dem Dialog zwischen Kunstwerken aus verschiedensten geographischen Regionen verschrieben. Es versteht sich als Weltmuseum, das – den unterschiedlichen ethnischen Ausprägungen zum Trotz – gemeinsame kulturelle Wurzeln und Verbindendes präsentieren will.

m Herzen von Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), entstand nach den Inspirationen des französischen Architekten Jean Nouvel eine Museumsstadt, bei der er sich die arabische "Medina" zum Vorbild nahm. Das Hauptgebäude "ruht" unter einer einer gewaltigen silbernen Kuppel. Das 180 Meter breite Kuppeldach besteht aus rund 8000 einzigartigen Metallsternen, die ein komplexes geometrisches Muster bilden. Je nach Tageszeit, durchfluten Licht und Schatten das Gebäude-Innere auf faszinierende Weise. Das einfallende Sonnenlicht erzeugt einen faszinierenden "Lichtregen" unter der Kuppel, der an die ineinander verschränkten Palmblätter in den arabischen Oasen erinnert. Von den Promenadengängen aus hat man einen wunderbaren Blick auf das Meer.

Am Beginn des Museumsrundgangs erfährt man über die ersten bildlichen Kunstdarstellungen der Menschheit – angefangen von einer "Baktrischen Prinzessin" (die gegen Ende des 3. Jahrtausends v.Chr. in Zentralasien geschaffen wurde), über Werke aus dem Zeitalter der ersten großen Imperien, veranschaulicht durch die Begräbnisrituale des alten Ägyptens anhand des liegenden Sarkophags von Prinzessin Hennutawi, bis hin zur Entstehung der neuen Weltwirtschaften, dargestellt durch eine "Dekadrachme" aus Syrakus, die vom Künstler Euainetos signiert wurde.

Nachfolgend werden in einem Raum, der den universellen Religionen gewidmet ist, heilige Schriften ausgestellt, darunter eine "Seite aus dem Blauen Koran", eine gothische Bibel, ein Pentateuch sowie Texte über den Buddismus und Taoismus. Der künstlerische Austausch auf den Handelswegen im Mittelalter und in der Moderne wird durch zahlreiche bedeutsame Keramikwerke veranschaulicht.

Anhand der Handelsrouten zwischen Asien und dem Mittelmeer und nachfolgend zwischen Europa und Amerika können Besucher bewundern, wie sich der Horizont des Menschen durch Wissenschaft und andere Einflüsse allmählich erweitert hat. Eine Reihe an Leinwandbildern aus Namban zeigt den Dialog zwischen Fernost und Europa. Die Ausstellung stellt bildliche Darstellungen von Prinzen aus der gesamten Welt zur Schau, veranschaulicht durch einen bedeutenden osmanischen Streithelm in Form eines Turbans. Anhand einer außergewöhnlichen Kommode von Bernard II Van Risenburgh (BVRB, 1696-1766), die mit rotem Chinalack überzogen ist und in Frankreich entstand, gewährt das Museum einen intimeren Einblick in die neue Kunst des Lebens. Angekommen in der modernen Epoche können Besucher Édouard Manets (1832-1883) "Die Zigeuner", Paul Gauguins (1848-1903) "Junge Ringkämpfer" sowie Piet Mondrians (1872-1944) "Komposition mit Blau, Rot, Gelb und Schwarz" entdecken. Die Ausstellung endet mit einem monumentalen Werk des Künstlers Ai Weiwei (1957) und der Hinterfragung des Konzepts der Globalisierung.

Diverse speziell für die Außenbereiche des Louvre Abu Dhabi angefertigte Kunstwerke von renommierten zeitgenössischen Künstlern stehen im perfekten Einklang mit dem Geist des Museums und dessen architektonischer Substanz. Die US-amerikanische Künstlerin Jenny Holzer (1950) kreierte drei mit Gravouren versehene Steinwände mit dem Titel "For Louvre Abu Dhabi". Auf den Mauern befinden sich Auszüge aus der "Muqaddima" von Ibn Khaldun, aus der zweisprachigen mesopotamischen "Schöpfungstafel" (akkadisch/sumerisch) sowie aus der kommentierten Ausgabe der "Les Essais" von Michel de Montaigne von 1588.

Der italienische Künstler Giuseppe Penone (1947) hat diverse Auftragsarbeiten speziell für den Louvre Abu Dhabi angefertigt. Das Werk "Leaves of Light" ist ein ausladender Bronzebaum, in dessen Ästen Spiegel angebracht sind, um den "Lichtregen" zu reflektieren. "Propagation" ist eine Wand aus Porzellanfliesen, die handgezeichnete konzentrische Kreise darstellt. Die Linien des Bildes basieren auf dem Fingerabdruck von Scheich Zayed, dem Gründervater der VAE. Produziert wurde das Werk in Zusammenarbeit mit den Produktionswerkstätten der "Sèvres-Cité de la Céramique" in Frankreich.

In den Galerien werden bedeutende Leihkunstwerke aus 13 führenden französischen Museen ausgestellt.  Zu den Highlights gehören Leonardo da Vincis (1452-1519) "La Belle Ferronnière" (Leihgabe aus dem Musée du Louvre); ein Selbstporträt (Musée d'Orsay et de l'Orangerie) von Vincent van Gogh (1853-1890); ein seltenes Salzgefäß aus Elfenbein aus dem Königreich Benin (Musée du quai Branly – Jacques Chirac); ein Globus von Vincenzo Coronelli (1650-1718) aus der Bibliothèque nationale de France; zwei zusammengehörende Gui-Gefäße (Musée national des arts asiatiques Guimet); Jacques-Louis Davids (1748-1825) "Napoleon überquert die Alpen" (Château de Versailles); Auguste Rodins (1840-1917) "Jean d’Aire" aus dem Motiv der "Bürger von Calais" (Musée Rodin); ein Reliquienschrein aus dem 13. Jahrhundert (Musée de Cluny – Musée national du Moyen Âge); ein chinesischer Wasserkrug im persischen Stil (Musée des Arts Décoratifs); ein Brustpanzer aus Marmesse (Musée d'archéologie nationale – Saint Germain en Laye); Primatices (1504-1570) Skulptur "Apollo von Belvedere" aus dem Château de Fontainebleau; und Alberto Giacomettis (1901-1966) "Stehende Frau II", bereitgestellt vom Centre Pompidou. 

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