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AIDS / HIV

AIDS (Acquired Immuno Deficiency Syndrome; erworbenes Immundefektsyndrom) ist eine Infektionserkrankung, ausgelöst durch das Human Immunodeficiency Virus (HIV). Dabei handelt es sich um eine weltweit verbreitete Erkrankung (Pandemie), wobei derzeit (2014) etwa 35 Millionen Menschen HIV-positiv sind; das sind um 2 Millionen mehr als noch vor 7 Jahren. In Österreich sind (2007) etwa 12.000 bis 15.000 Menschen mit HIV infiziert, etwa 1100 Menschen leiden an AIDS; hierzulande zählt man 1 bis 2 Neuinfektionen pro Tag. Haupt-Übertragungsweg: ungeschützter .

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HIV konnte nachgewiesen werden in Sperma, Vaginalsekret, Blut, Muttermilch, Liquor, Aszites (Flüssigkeitsansammlung im Bauchraum) und Gelenksergüssen. Auch Speichel, Schweiß, Tränenflüssigkeit, Nasensekret, Urin und Stuhl enthalten das Virus, allerdings in so geringer Konzentration, dass es für eine Ansteckung nicht ausreicht. Ein Zusammenleben mit HIV-positiven Menschen im gemeinsamen Haushalt, in der Schule, am Arbeitsplatz, beim Sport usw. ist völlig ungefährlich.

HIV wird hauptsächlich durch Geschlechtsverkehr oder Kontakt mit virushältigem Blut übertragen. Waren früher in den Industrieländern bevorzugt Menschen mit homo- oder bisexuellen Kontakten von einem hohen Ansteckungsrisiko bedroht, gewinnt nunmehr der heterosexuelle Übertragungsweg, das heißt der Kontakt zwischen Mann und Frau, immer mehr an Bedeutung und dominiert bereits weltweit gesehen als häufigste Form der HIV-Infektion. Frauen zeigen generell ein höheres Infektionsrisiko als Männer. Zu den größten Gefahren einer möglichen HIV-Übertragung zählen ungeschützter Geschlechtsverkehr (zum Teil im Rahmen von Auslandsaufenthalten, usw.) und häufiger Partnerwechsel. Gleichzeitig vorhandene Geschlechtserkrankungen anderer Ursache (Hautdefekte / Schleimhautdefekte im Rahmen von Syphilis, Gonorrhoe, usw.) erhöhen die Infektionsgefahr zusätzlich. Wichtigste Schutzmaßnahme ist der Gebrauch von Kondomen.

Eine HIV-Übertragung durch wird nur sehr selten festgestellt. Ein Restrisiko besteht jedoch, da HIV-positive Sekrete (Sperma, Freudensperma / Lusttröpfchen / Präejakulat, Vaginalflüssigkeit) oder Blut über kleinste Mundschleimhautverletzungen zu einer Infektion führen können. Da Speichel, wie bereits oben erwähnt, praktisch keine Übertragung verursachen kann, ist es demnach der Geber des Oralverkehres, welcher einem gewissen Risiko ausgesetzt ist. Auch hier bietet ein Kondom den besten Schutz.

Intravenöser Drogenmissbrauch: Gerade beim sogenannten "needle-sharing", also dem gemeinsamen Benutzen einer Injektionsnadel ist das Risiko einer Ansteckung sehr hoch.

Übertragung von der Mutter auf ihr Baby: HIV-positive Frauen können während einer Schwangerschaft bzw. im Geburtsakt oder auch danach durch Stillen ihr Kind infizieren. Entsprechende medikamentöse Therapie in Kombination mit geplantem Kaiserschnitt und Stillverzicht können das Übertragungsrisiko massiv senken.

Anmerkung zum Thema Bluttransfusion

In Österreich werden alle Blutkonserven unter anderem auch auf HIV getestet. Aufgrund eines diagnostischen Fensters (HIV ist mittels Standardtests nicht unmittelbar nach der Infektion nachweisbar; siehe auch Abschnitt Diagnose) beträgt das Risiko einer HIV-Infektion mittels Bluttransfusion in Österreich 1 zu 1,5 Millionen bis 1 zu 3 Millionen.

Symptome

Die Inkubationszeit, also der Zeitabstand zwischen erfolgter Infektion und Beginn der Erkrankung an AIDS, beträgt beim sonst gesunden und wohlgenährten Patienten durchschnittlich 10 Jahre, viele HIV-Positive wissen demnach lange nicht über ihre Infektion Bescheid, sind jedoch ansteckend. Bei etwa 30 Prozent der Fälle kommt es 2 bis 8 Wochen nach der Infektion zu einem akuten, retroviralem Syndrom: Fieber, Kopfschmerzen und Halsschmerzen, Lymphknotenschwellung, Hautausschlag sowie Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen sind mögliche Symptome.
Nach zumeist Jahren des klinisch gesunden Virusträgertums kommt es in vielen Fällen zu einer anhaltenden Lymphknotenschwellung (länger als 3 Monate) an mehreren Stellen des Körpers gleichzeitig.

AIDS-definierende Erkrankungen

  • Wasting-Syndrom: , Abgeschlagenheit, anhaltender und Verlust von mehr als 10 Prozent des Körpergewichtes.
  • HIV-Erkrankung des Zentralnervensystems: Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Gangstörung, Verlust der Fingerfertigkeiten, Depressionen.
  • Zusätzliche Infektionserkrankungen: Da das Immunsystem von AIDS-Patienten stark beeinträchtigt ist, sind diese besonders anfällig für Krankheitserreger, welche unter anderem Entzündungen des Gehirns, der Augen, des Magen-Darmtraktes und der Lunge auslösen, aber auch Veränderungen an Haut und Schleimhaut hervorrufen können. Häufig führt erst die Abklärung einer solchen Erkrankung in weiterer Folge zur Diagnose AIDS.
  • Krebserkrankungen: Kaposi-Sarkom (Tumor vom Gefäßsystem ausgehend), Lymphome, Gebärmutterhalskrebs usw.

Diagnose

Die Diagnostik erfolgt über einen Bluttest. Der Test auf HIV-Antikörper wird in der Regel nach 1 bis 3 Monaten positiv, es besteht also eine gewisse diagnostische Lücke, sodass empfohlen wird, den Test 3 Monate nach dem Risiko durchführen zu lassen bzw. bei negativem Ergebnis gegebenenfalls nach 3 Monaten den Test zu wiederholen. Ist der Befund auch nach 6 Monaten negativ, kann eine Infektion mit großer Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden.

Müssen Sie befürchten, eventuell mit dem HIV angesteckt worden zu sein, lassen Sie einen entsprechenden Bluttest bei sich machen! Die österreichische AIDS-Hilfe bietet kostenlos und anonym HIV-Tests inklusive Beratung an – nähere Information siehe: www.aids.at. Tests können aber auch über den Hausarzt bzw. ein medizinisch-diagnostisches Labor durchgeführt werden, sind dann allerdings in der Regel kostenpflichtig. Die Entscheidung, bei entsprechendem Risiko einen HIV-Test durchführen zu lassen, zeigt Verantwortung sich und seinen Mitmenschen gegenüber.

Therapie

  • Medikamentöse Kombinationstherapie zur Hemmung der weiteren HIV-Vermehrung im Körper, welche vor allem die Häufigkeit der zusätzlichen Infektionserkrankungen deutlich zu reduzieren vermag und somit die Überlebensdauer der Erkrankten erhöht.
  • Vorbeugende Behandlung bzw. Therapie der bereits zusätzlich vorhandenen Infektionen oder Krebserkrankungen mit den entsprechenden Verfahren der Wahl.
  • gesunde Lebensführung
  • psychosoziale Hilfe

Umfangreiche Informationen zu AIDS und HIV finden Sie auf www.aids.at (inklusive Adressangaben für Beratungsstellen und Ambulanzen).

Lektorat dieser Seite durch
Dr. med. Simone Höfler-Speckner

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