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Lebensberater / Sozialberater, Ausbildung

Die Zugangsvoraussetzungen, als Lebensberater / Lebensberaterin bzw. Sozialberater / Sozialberaterin zu arbeiten, werden in Bundesgesetzblättern für die Republik Österreich geregelt. Sie benötigen eine fachliche Qualifikation (Unterricht, Prüfungen, Zeugnisse) sowie eine fachliche Tätigkeit im Gesamtausmaß von sehr vielen Stunden.

Sinngebung

Lebenserfahrung und geistige Flexibilität sind zwei der Grundvoraussetzungen für gute Berater. Der Bedarf an psychosozialer Unterstützung nimmt in allen Bereichen zu. Gerade Menschen in der zweiten Lebenshälfte können hier anderen hilfreich zur Seite stehen und durch schwierige Situationen begleiten. Lebens- und Sozialberatung ist in Österreich ein gebundenes Gewerbe, bedarf also einer gesetzlich geregelten fundierten Ausbildung von zweieinhalb Jahren (fünf Semester). Damit ist man berechtigt, mit anderen Menschen im psychosozialen Feld beratend tätig zu sein, also Tätigkeiten auszuüben, die heute Coaching, Mentaltraining usw. genannt werden.

Die Arbeit mit anderen Menschen kann ausgesprochen sinnstiftend sein und sowohl in einem Angestelltenverhältnis, als auch selbständig ausgeübt werden. Sie kann bis ins hohe Alter betrieben werden. In unseren Ausbildungen treffen sich Menschen aller Altersgruppen, die Interesse am eigenen persönlichen Wachstum haben und Spaß daran, andere dabei zu begleiten. Alles was es dazu braucht sind "Weisheitskompetenzen", wie die Fähigkeit Ereignisse aus unterschiedlichen Blickwinkel sehen zu können. Also gerade Eigenschaften, die mit hoher Lebenserfahrung einhergehen, wenn man sich nicht mit dem zufrieden gibt, was man schon erreicht hat, sondern neugierig geblieben ist und immer noch neue Herausforderungen sucht.

Gerade Menschen, die bisher wenig mit Psychologie zu tun hatten, aber ein gutes Gespür für die Befindlichkeit anderer haben und mit beiden Beinen im Leben stehen, bringen oft ideale Voraussetzungen für den Beruf des Coaches mit. Viele unserer Teilnehmer sind freiwillig oder unfreiwillig aus ihrer bisherigen Tätigkeit ausgeschieden und haben im sozialen Bereich neue sinnvolle Herausforderungen gefunden.

Vorausetzungen für gute BeraterInnen

  • Empathie
  • Neugier und Interesse an anderen Menschen
  • eine reife Persönlichkeit (aber bitte nicht perfekt, das ist langweilig!)
  • gute Abgrenzungsfähigkeit
  • Vertrauen, dass Menschen in der Lage sind, mit etwas Unterstützung ihre Probleme selbst zu regeln
  • Veränderungsbereitschaft und Mut
  • guter Zugang zu eigenen Emotionen und die Fähigkeit, diese auch zu kontrollieren
  • geistige Flexibilität
  • Werterelativismus (die Erkenntnis, dass es unterschiedliche Wertesysteme für unterschiedliche Menschen gibt)

Um den Beruf ausüben zu können, braucht man unter anderem ein Praktikum, in dem auch Supervision ein wichtiger Bestandteil ist. Die Ausbildung berechtigt zum Erwerb des Gewerbescheins und damit zur selbständigen Tätigkeit in der psychosozialen Beratung. Dabei nehmen aber auch der Spaß und das persönliche Wachstum einen wichtigen Platz neben der Vermittlung von Wissen und Handlungskompetenz ein. Wenn sie jemals die Idee hatten, einen Beruf auszuüben, der sinnvoll ist und dabei, die richtige Einstellung vorausgesetzt, viel Freude macht, so ist das tatsächlich möglich.

Siehe auch

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