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Opern Blog
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Ob , , Theater an der Wien, das Opernhaus Graz, Opernaufführungen an den Landestheatern, im Sommer oder zur Festspielzeit, diese Form des Musiktheaters hat noch nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Aktuelle Beiträge im .

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13.09.2017. Tipp: Eine Fülle an kulturellen Ereignissen kann man auf der audiovisuellen Streaming-Plattform "fidelio" () erleben. Die von ORF und Unitel bestückte Sammlung zeigt große Live-Momente, spannende Premieren und legendäre Ereignisse der Musikgeschichte. Gemütlich von zu Hause aus – oder unterwegs auf einem mobilen Endgerät – genießt man Hochkultur in bester Bild- und Tonqualität. Zusatztipp: Ein Abonnement sichert "den Platz in der ersten Reihe" bei den spannenden Übertragungen aus Salzburg, Bregenz, Grafenegg und St. Margarethen und zeigt herausragende Künstlerinnen und Künstler wie Anna Netrebko, Mariss Jansons oder Russell Thomas

10.05.2017. Befragt man Opern-Fans in aller Welt, für welches Opernhaus auf unserem Planeten sie gerne zwei Karten hätten, wird das Opernhaus in Zürich fast immer unter den Top 10 genannt. Mehr dazu siehe der Beitrag .

04.08.2016. Zum ersten Mal steht Charles Gounods Oper "Faust" bei den am Programm. Beim "TerrassenTalk" gaben Reinhard von der Thannen (Regie, Bühne und Kostüme; am untenstehenden Foto links) und Dirigent Alejo Pérez (am Foto rechts) erste Einblicke in ihr Konzept. Er sei gerne von der ersten Probe an dabei, sagt Alejo Pérez. Es sei ihm wichtig, dass zwischen Regie und Musik eine Einheit entstehe. "Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Dirigent bei allen Proben anwesend ist, das ganze Ensemble und ich genießen das sehr; neben der Möglichkeit szenische Lösungen sofort musikalisch zu überprüfen, ist Alejos Präsenz einfach sehr inspirierend", sagt Reinhard von der Thannen. Für Faust übernimmt er die Regie, entwirft das Bühnenbild und die Kostüme.

Salzburger Festspiele 2016 Thannen + Pérez
Foto © Salzburger Festspiele / Anne Zeuner

Aber nein, drei Seelen wohnen nicht in seiner Brust, wie Moderatorin Andrea Schurian vermutet. "Gerade bei einem Werk wie Faust die Möglichkeit zu haben sowohl Regie zu führen und die ästhetische Dimension des Abends – die Bühne und die Kostüme – zu entwerfen, ist eine großartige Herausforderung für einen Theatermacher – wie ich mich gerne selbst bezeichne." Ausgangspunkt war für ihn die Frage, wie der Chor, der die Gesellschaft widerspiegelt, aussehen sollte. Der karnevalesk gestaltete Chor hat nicht nur Unterhaltungs- und Verführungspotenzial, sondern gleichzeitig einen pseudonaiven Charakter und anarchischen Charme.

Aber hinter der trügerischen Maske der fröhlichen Grimasse verbirgt sich der Tod. "Erst nach der gesellschaftlichen Verortung, habe ich mich mit der ästhetisch-inhaltlichen Dimension des Raumes auseinandergesetzt", sagt Reinhard von der Thannen. Die Möglichkeit, sich dem Stück aus so unterschiedlichen Perspektiven anzunähern, biete der Kreativität unglaubliche Freiräume. Er arbeite mit einer Art Folienprinzip, sagt er. Einer Überlagerung von verschiedenen Zeitebenen.

Im Falle des Faust gibt es sowohl die Goethe-Zeit (18. Jahrhundert) mit Bezug auf die historische Vorlage "Mittelalter", die Zeit des Komponisten Gounod (19. Jahrhundert) und dann als vierte "Ebene der Brechung" das Heute. Wenn man diese verschiedenen Zeitebenen nun wie Folien übereinanderlegt, ergibt sich in der Reflektion und Spiegelung eine ganz eigene Ästhetik für Raum und Kostüm – vergleichbar mit dem "Kristallbild" des französischen Philosophen Gilles Deleuze: Im Inneren eines Kristalls sind aktuelles und virtuelles Geschehen in einem ständigen Austausch. Gegenwartsspitzen und Vergangenheitsschichten werden ununterscheidbar.

In seiner Inszenierung gehe es um die Ambivalenz des modernen Menschen, in dem sowohl Gut als auch Böse nebeneinander existieren. "Der Teufel ist für ihn eine Projektionsfigur, eine Entlastungsfigur, auf die man die Schuld schieben kann, wenn etwas Schreckliches geschieht. Dinge, die Menschen tagtäglich anrichten, sich gegenseitig antun, passieren ja in der Regel nicht, weil eine fremde Macht sie dazu verführt oder gar gedrängt hat.

Faust, Teufel

Das Böse ist ein Teil von uns: Es steckt in uns allen. Allerdings – wenn wir das Böse von uns trennen, machen wir uns frei von der Verantwortung für unser Tun. Das Verhältnis zwischen Faust und Méphisto ist in diesem Sinne für ihn eine Art negative Wahlverwandtschaft, in der die Zerrissenheit des modernen Menschen zum Ausdruck kommt“, sagt von der Thannen. Neben der Frage des sogenannten Bösen in der heutigen Welt komme hier für ihn das zweite Thema der Oper Faust ins Spiel: die menschliche Verführbarkeit.

Eine weitere für das Konzept wesentliche inhaltliche Entscheidung sei für Reinhard von der Thannen das Weglassen der Walpurgisnachtszene gewesen. "Für mich war klar, dass diese Szene weder ästhetisch noch inhaltlich in die Oper gehört“, sagt er. „Ich brauche keine Gegenwelt, keine Hölle. Ich bin froh, dass Alejo Pérez relativ schnell diese Entscheidung unterstützt hat."

Am Anfang sei es allerdings unvorstellbar für ihn gewesen, diese wunderbare Ballettmusik wegzulassen, sagt der Dirigent. "Aber je mehr wir darüber diskutiert haben, desto mehr wurde mir bewusst, dass es richtig ist, die Szene zu streichen", sagt Alejo Pérez. Gounod selbst habe die Ballettmusik erst im Nachhinein dazu geschrieben. "Die Musik ist wunderschön, passt aber eher in einen Konzertsaal. Sie stoppt die Handlung und passt musikalisch nicht in die Oper. Das musste ich irgendwann zugeben", sagt er.

Anders als bei Goethe liege die Sympathie nicht bei Faust, sondern bei Marguerite. Das höre man auch in der Musik, sagt Alejo Pérez. "Maria Agresta sagte bei der ersten Probe scherzhaft, das sei ihre erste fröhliche Arie im Leben“, sagt der Dirigent. Die Rolle sei eindeutig im Vordergrund. Die Harmonien im Orchester seien hochinteressant, wenn Marguerite auf der Bühne stehe. [Gastbeitrag Anne Zeuner]

14.06.2016. Heute ist einer der Höhepunkte der Wiener Festwochen (): Premiere der Neuinszenierung von Beethovens "Fidelio". Sehr aufwändige Inszenierung, die den Zuschauern ungewöhnliche Eindrücke beschert. Die marionettenhaft bewegten, verschleierten und bunt kostümierten Figuren verstecken ihr Ich hinter Schminke und Maske, drehen sich meist um sich selber und handeln auf mehreren Etagen – wodurch die Beziehungen der Personen zueinander weitestgehend auf der Strecke bleiben. Zwischen denen auf der Bühne und denen da unten eine Art Fliegengitter. Wie im wirklichen Leben also!

Wiener Festwochen, Theater an der Wien, Fidelio 1 Wiener Festwochen, Theater an der Wien, Fidelio 2
Fotos © Stefan Smidt, www.foto-smidt.at

Jaquino (Julien Behr) stottert, Marzelline (Ileana Tonca) bügelt ihr Bein, Rocco (Franz Hawlata) ist adipös, Florestan (Michael König) hat überlange Arme, Don Pizarro (Jewgeni Nikitin) ist ein Teufel. Siehe auch die . Die Fidelio-Termine am Theater an der Wien: 14., 16., 18 und 20. Juni 2016. Infos und Bestellmöglichkeiten für Karten auf www.theater-wien.at.

08.10.2015. Das Spiel mit Marionetten hat in Europa eine lange Tradition. Schon zu Mozarts Lebzeit spielte in Schönbrunn das von Fürsten Esterházy gegründete Marionettentheater und erhielt allerhöchsten Beifall. Gerade die Darstellung einer verkleinerten Welt auf der Bühne, macht den besonderen Reiz dieser Kunstform aus. Menschliche Figuren wie auch Gegenstände werden durch Meisterhand belebt und bieten der Phantasie Nahrung für die Deutung des allegorischen Inhaltes – und das für "Kinder von 2 bis 99 Jahren". Reines Kinder-Figurentheater gibt es natürlich auch. Es ist dann aber speziell für die Bedürfnisse und Erwartungen von jungem Publikum ausgerichtet. Jedenfalls aber ist das Marionettentheater im Schloss Schönbrunn eine Kunstform, mit deren Hilfe man Kinder für die Welt der Oper begeistern kann.

Das Marionettentheater Schloss Schönbrunn (www.marionettentheater.at) steht in der Tradition des Marionettenspiels und pflegt ganzjährig eine Kunstform, die in seiner Art und Spielweise in Europa einzigartig und für Österreich charakteristisch ist. Neben den Aufführungen im Hofratstrakt des Schlosses Schönbrunn fungiert das Wiener Marionettentheater auch als Kulturbotschafter auf zahlreichen Tourneen in aller Welt. Im Mittelpunkt steht immer wieder Wolfgang Amadeus Mozarts wohl populärste Oper, "Die Zauberflöte". Sie versetzt auf bewährte Weise die Zuschauer auf zauberhafte Weise in eine Welt der Phantasie.

Die Zauberflöte 1 Die Zauberflöte 2
Fotos © Roman Gerhardt / www.kulturkommunikator.com

Die Termine für Jänner, Februar, März, November und Dezember: Samstag 19.00 Uhr und Sonntag 16.00 Uhr. Für April, Mai, Juni, Juli, August, September und Oktober: Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag um 19:00 Uhr sowie Sonntag um 16.00 Uhr. Dauer der Aufführung (inkl. Pause): 2 Stunden und 20 Minuten.

Ganzjährig gibt es jeden Samstag um 16.00 Uhr ein Kinderprogramm ("Kinder-Zauberflöte", "Kinder-Fledermaus", "Hänsel und Gretel", "Aladdin", "Ritter Kamenbert"); von November bis April zusätzlich auch am Sonntag um 11.00 Uhr. Dauer der Kinderaufführung (inkl. Pause): 1 Stunde und 15 Minuten. Weiters im Programm gibt es eine halbstündige Aufführung, und zwar das romantische Ballett "Eine kleine Nachtmusik". Mehr dazu auf www.marionettentheater.at.

08.08.2015. Sie zählen zu den kulturellen Höhepunkten in Österreich. Die Opernaufführungen der Salzburger Festspiele (). Obwohl offiziell bereits ausverkauft, konnte uns der Arbeitskollege meiner Frau noch zwei Karten für Vincenzo Bellinis "Norma" organisieren. Einer Norma-Karten-suchenden Dame vor dem Eingang war dieses Glück nicht beschert.

Salzburger Festspiele Norma 1

Derweil wurden für Cecilia Bartoli (Norma), Rebeca Olvera (Adalgisa), John Osborn (Pollione) & Co. prächtige Blumensträuße angeliefert. Ein bisschen Wehmut lag in der Luft, denn es war die letzte Aufführung einer Inszenierung, die für die Pfingstfestspiele 2013 und die Sommerfestspiele 2015 erarbeitet wurde.

Salzburger Festspiele Norma 2

Was 2013 ziemlich gut war, war heuer perfekt; eine wahre Sternstunde im "Haus für Mozart"; vom Publikum mit nicht enden wollenden stehenden Ovationen bedacht. Unüberbietbar im Zusammenwirken von Gesang und Schauspiel: Cecilia Bartoli; kongenial getragen von der Leistung des Norma-Dream-Teams rund um die beiden Regisseure Moshe Leiser und Patrice Caurier.

Statt unter Druiden und römischen Soldaten, siedelten Leiser und Caurier die Handlung Mitte des 20. Jahrhunderts an. Hier eine Besatzungsmacht, dort die Unterdrückten. Dramatisch wird's, weil der fremde Statthalter (Pollione) der druidenhaften Priesterin (Norma) zwei Kinder macht. Das bringt sie in eine moralische Mehrfach-Zwickmühle. Noch dramatischer wird's, weil er sie verlässt und eine Jüngere (Adalgisa) nimmt.

Was wird Norma tun? Die beiden Kinder töten, um Pollione zu kränken? Auf den Anstand Adalgisas und die reumütige Rückkehr Polliones hoffen? Polliones Gefangennahme ausnützen, um ihn der Todesstrafe preiszugeben? Am Schluss siegen Liebe, Wahrhaftigkeit und Ehre. Norma und Pollione fügen sich gemeinsam in den Tod am Scheiterhaufen. Zurück bleiben ein gebrochener Vater, eine unglückliche Adalgisa, ein schlecht beratenes Volk und zwei Waisenkinder – Drama pur!

Oper Norma 1 Oper Norma 1
Fotos © Hans Jörg Michel

09.03.2015. Die Oper Graz zählt neben der English National Opera in London, der Komischen Oper Berlin, der Novaya Opera in Moskau, der Opera Vlaanderen in Antwerpen und dem Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel zu den Nominierten in der Kategorie "Opernensemble" der Internationalen Opera Awards 2015. Am 26. April 2015 heißt es dann Daumen halten. Das ist der Tag der Preisverleihung, die am Londoner Savoy Theatre über die Bühne gehen wird.

Oper Graz
Foto: © Opernhaus Graz GmbH

27.02.2015. Uraufführung der Oper "Rote Laterne": Am 8. März 2015 wird die Oper "Rote Laterne" am Opernhaus uraufgeführt und danach bis zum 27. März sechs weitere Male gezeigt. Das Stück erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die als vierte und jüngste Gattin in eine traditionelle chinesische Familie verheiratet wird und dort an den rückständigen Verhältnissen zugrunde geht. Vier Ehefrauen verschiedener Generationen und ihr gemeinsamer Mann Master Chen leben unter einem Dach und bilden ein ausweglos katastrophisches Beziehungs-Fünfeck. Das Stück handelt von weiblichem Begehren und gesellschaftlichem Zwang, von Traumvisionen, emotionaler Selbstbestimmung, Herrschsucht, Missgunst, Eifersucht und Tod.

Die literarische Vorlage zu der Oper stammt von dem chinesischen Schriftsteller Su Tong und wurde weltberühmt, als der Filmregisseur Zhang Yimou sie 1991 für seinen preisgekrönten Kinoklassiker "Rote Laterne" adaptierte. Komponiert wird das Werk von dem Deutschen Christian Jost, der zu den gefragtesten Komponisten der Gegenwart zählt. Am Dirigentenpult steht der Franzose Alain Altinoglu, der in der Spielzeit 2012/13 in "Der fliegende Holländer" sein viel beachtetes Debüt am Opernhaus Zürich gab.

09.12.2014. Der Propagandaauftritt der Anna Netrebko für prorussische Separatisten erinnert an den bizarren Auftritt von Peter Handke beim Begräbnis von Slobodan Milošević. Medial beurteilt, hat man Handke mittlerweile "verziehen". Mal sehen, wie man mit Anna Netrebko "verfahren" wird.

20.11.2014. Es ist eine kleine Sensation bzw. eine Sensation für die Kleinsten: Anna Netrebko übernimmt Patronanz für Kinderoper im Schloss Esterházy. Die große Sopranistin stellt die Kinderoper "Die Schneekönigin" vor. Zum ersten Mal in ihrer Karriere übernimmt sie damit die künstlerische Verantwortung für eine musikalische Produktion.

Kinderoper Schloss Esterházy
Foto: © ViennaPress / Andreas Tischler

Hans Christian Andersens Märchen "Die Schneekönigin" erzählt die Geschichte der armen Nachbarskinder Kay und Gerda. Kay wird von der Schneekönigin entführt und erst Gerdas Tränen, die an sein Herz dringen, lösen den Eisklumpen in seinem Herzen auf. Gemeinsam und überglücklich machen sie sich auf den Heimweg, gehen durch den Frühling hindurch bis hin zu ihrer Stadt und stellen bei ihrer Heimkehr fest, dass viel Zeit vergangen ist und sie nun keine Kinder mehr sind. Die Schneekönigin ist eines der vielschichtigsten und umfangreichsten Märchen des dänischen Dichters. In den letzten Jahren wurde das wundervolle Märchen durch verschiedene Komponisten vertont und an europäischen Opernhäusern gespielt. Die aufwändigste und reichste Vertonung stammt von dem russischen Komponisten Sergej Banewitsch. Im Übrigen stützt sich der beliebte Disney Film "Frozen" in freier Form ebenfalls auf dieses Andersen Märchen. Die neu überarbeitete Fassung wird am 12.06.2015 im Haydnsaal von Schlosses Esterházy als deutschsprachige Uraufführung unter der künstlerischen Patronanz von Anna Netrebko vorgestellt.

Die Neufassung des Märchens von Sergej Banewitsch für Kammerorchester wird im Rahmen von rund 10 Schul- und Familienvorstellungen in Eisenstadt auf die Bühne gebracht. Anna Netrebko hat sich mit diesem Projekt, bei dem sie zwar nicht als Sängerin, aber als Schirmherrin wirkt, ein großes Ziel gesetzt: "Ich möchte, dass Kinder die Oper nicht nur als Zuschauer und Zuhörer erleben, sondern die Kinder inspirieren, ihr eigenes künstlerisches Potential zu entdecken und zu entwickeln. Wenn ich Kindern dabei die Liebe zur Oper vermitteln kann, mit einer Partie, die ich selbst gesungen habe, so macht mich das sehr glücklich" , so Netrebko.

06.09.2014. Dass der Künstlerische Direktor der Wiener Staatsoper und sein Generealmusikdirektor sich trotz des Eklats so höflich und achtungsvoll begegnen (jedenfalls vor den Mikrofonen und Kameras), beeindruckt. Allerdings nehme ich den beiden nicht ab, dass das authentisch ist. Auch glaube ich nicht, dass der einzige Grund für den Rücktritt von Franz Leopold Maria Möst (sein eigentlicher Name) die unnachgibige Richtungsvorgabe von Dominque Meyer gewesen ist. Vielmehr werte ich den Zeitpunkt von Mösts Rücktritt – just zu Beginn der neuen Spielsaison – als Zeichen starker Aggression. Für mich persönlich ist es gewiss, dass Möst Meyer damit "eines auswischen" wollte, und zwar gehörig. So etwas tut jedenfalls keiner, der es dem anderen wohl meint.

28.07.2014. Warum die Handlung in die 1920-er Jahre transponieren wollte, bleibt rätselhaft. Als Sittengemälde ausgedacht, wären zwei Varianten spannend gewesen: Mozarts Zeit oder das Heute. So hat er sich zwischen zwei Sessel gesetzt und ist mit seiner Don-Giovanni-Inszenierung prompt durchgefallen. Dabei hätte er in Salzburg bloß ein wenig vor dem Denkmal von Anna Chromy verweilen müssen, um spannenden Stoff zu sammeln. Die Bildhauerin hat einen künstlerischen Schulterschluss von "Don Giovanni" und "Jedermann" gewagt. "'Und aus der atmenden Brust ... fühl' ich die Seele entfliehn ...' Die leere Hülle als Symbol dessen, was uns überlebt: die Liebe, die wir gaben, die Werke, die wir schufen, das Leid, das wir erduldeten."

Anna Chromy: Die Pieta

25.07.2014. Ein spielerische Zugang zu hoher Musik – das ist das Hauptanliegen der "KinderOpernWerkstatt Attergau". Ab 02.08.2014 bekommen Kinder in St. Georgen mit der Arbeit an "Die Kinder von Kugelmundi" eine Woch lang unterhaltsame und lehrreiche Einblicke in die Klassische Musik. Die KinderOpernWerkstatt ist Teil des "Attergauer Kultursommers". KursleiterInnen sind DozentInnen aus dem Bereich Kindermusiktheater. Am Samstag, dem 09.08.2014 wird dann das gemeinsam erarbeitete Stück in der VARENA Vöcklabruck bei freiem Eintritt präsentiert.

Opern Blog 15

Künstlerische Leiterin ist Mechthild Bartolomey. Begleitet werden die Kinder von Sophie Bartolomey, Norbert Holoubek, Sankil Jones und Anna Kargl. Infos zur Teilnahme und Details siehe www.kinderopernwerkstatt.at.

29.05.2014. Eine szenisch ansprechende Gruseloper gibt es im Rahmen der Wiener Festwochen (www.festwochen.at) im Theater an der Wien zu hören und zu sehen: "Bluthaus" von Georg Friedrich Haas (Text: Händl Klaus). Stefan war vom Bühnenbild beeindruckt (Inszenierung und Bühne: Peter Mussbach), die "Musik" fand er schwierig. Wer dazu einen Eindruck gewinnen will, kann sich auf www.youtube.com/watch?v=3cDfgKk-aZ8 eine Aufnahme anhören, die im April 2011 bei den Schwetzinger SWR-Festspiele entstanden ist.

Klassik in den Alpen Festival
Foto: © www.foto-smidt.at

Klassik in den Alpen Festival
Foto: © www.foto-smidt.at

Klassik in den Alpen Festival
Foto: © www.foto-smidt.at

26.05.2014. So müssen Festwochen (vorwiegend) sein: mutig und auf die Gegenwart bezogen. "Macbeth" von Giuseppe Verdi im Odeon () als Aufschrei ob des brutalen Wahnsinns, der sich in manchen Ländern dieser Erde breit macht. Grandios bearbeitet von Fabrizio Cassol, großartig inszeniert von Brett Bailey und Premil Petrović (musikalische Leitung), stimmgewaltig gesungen und eindringlich gespielt. In der Rolle des Macbeth: Owen Metsileng aus Rustenburg, . Lady Macbeth: Nobulumko Mngxekeza. Wer noch irgendwie Karten ergattern kann, sollte das unbedingt tun! Wird aber schwer, denn laut www.festwochen.at sind für die beiden verbleibenden Termine (27.05. und 28.05.) keine mehr verfügbar.

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Foto: © www.foto-smidt.at

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Foto: © www.foto-smidt.at

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Foto: © www.foto-smidt.at

Owen Metsileng und Nobulumko Mngxekeza in Macbeth
Foto: © www.foto-smidt.at

12.03.2014. Am 20.03.2014 gibt es zum letzten Mal in dieser Saison noch einmal die Möglichkeit, "Albert Herring" von Benjamin Britten zu hören und zu sehen; und zwar in der Wiener . Diese schwierig zu singende Oper ist von Brigitte Fassbaender ideenreich inszeniert, kurzweilig, flott und bestens ausgestattet (Bühnenbild und Kostüme von Bettina Munzer). Gesungen wird gut. Für Stefan hätte eine weitere Übersteigerung der Figuren und Kostüme die Inszenierung perfekt gemacht. Das Orchester ist reduziert, dafür spielt der Dirigent auf dem Klavier (Gerrit Prießnitz).

Albert Herring, Wiener Volksoper 01
Foto: © www.foto-smidt.at

Albert Herring, Wiener Volksoper 02
Foto: © www.foto-smidt.at

In der Werkbeschreibung der Wiener Volksoper heißt es: "In der schmucken englischen Kleinstadt Loxford ruft Lady Billows, 'eine stattliche, unduldsame und herrische ältere Dame', die Honoratioren der Stadt zusammen. Verbittert über den Verfall der Sitten, möchte sie einen alten Brauch wieder einführen: Ein besonders anständiges Mädchen soll zur Maikönigin gekürt werden. Doch die Röcke sind zu kurz, die Ausschnitte zu tief, kurzum: kein Mädchen entspricht ihren Vorstellungen. Also gewinnt Albert Herring, der Sohn der örtlichen Gemüsehändlerin, den Titel. Dass dessen Tugendhaftigkeit aber eher einem Mangel an Gelegenheit entspringt, wird bei der Feier nach Alberts Krönung zum Maikönig offenbar."

Albert Herring, Wiener Volksoper 03
Foto: © www.foto-smidt.at

Albert Herring, Wiener Volksoper 04
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11.03.2014. Am 20.03.2014 gibt es noch einmal die Möglichkeit, "Albert Herring" von Benjamin Britten zu sehen und zu herdis "Troubadour" die Zweite (siehe Blog-Beitrag vom 22.09.2013). Diesmal an der und gottlob in Italienisch. Grell überzeichnet und grausam inszeniert – leider bis hin zum unfreiwillig Komischen. Regie: Dietrich W. Hilsdorf, Bühnenbild: Dieter Richter, Kostüme: Renate Schmitzer.

Il trovatore, Wiener Volksoper
Foto: © www.foto-smidt.at

Bei den Proben sang noch Janina Baechle die Rolle als Azucena (siehe obenstehendes Szenenfoto). Leider musste sie kurzfristig absagen. Auch die Zweitbesetzung war nicht verfügbar. Retterin in der Not war Chariklia Mavropoulou, die zufällig gerade in Wien war und Zeit hatte. Schön für das Publikum, denn ihr Auftritt war beeindruckend. Zwei weitere Szenenfotos der Probe siehe die .

22.09.2013. Ach, wie schade! Jonas Kaufmann ist erkrankt und kann heute den Liederabend im Wiener Musikverein nicht singen. Stefan (der erst vor kurzem untenstehendes Foto von Jonas Kaufmann machte) und ich wünschen ihm auf diesem Weg baldige Genesung. Die gute Nachricht: Die Karten behalten ihre Gültigkeit. Neuer Termin: 1. Mai 2014. Seine Homepage: .

27.05.2013. Während ich die Koffer für packte, war Stefan im Theater an der Wien und hat "Il Trovatore" von Giuseppe Verdi gesehen. Sein Kommentar: "Der absolute Hammer! Der etwas abstruse Inhalt der Oper wird durch die Comedia-dell'arte-Version auf unterhaltsame Weise relativiert, ohne der Qualität des Werkes zu schaden. Hervorragend, 5 Sterne!" Website vom Theater an der Wien: .

Il Trovatore, Theater an der Wien 1
Foto: © www.foto-smidt.at

Marina Prudenskaya als Azucena:

Il Trovatore, Theater an der Wien 2
Foto: © www.foto-smidt.at

Gaston Rivero als Manrico:

Il Trovatore, Theater an der Wien 3
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Il Trovatore, Theater an der Wien 4
Foto: © www.foto-smidt.at

23.05.2013. Gut gemachter, geraffter und konzertanter Wagner, gewürzt mit launigen Texten von Loriot. Dirigent: Jac van Steen. Erzähler: Robert Meyer. Mit Sebastian Holecek, Michael Kraus, Kristiane Kaiser, Endrik Wottrich, Irmgard Vilsmaier und anderen. "Wagners RING an einem Abend" an der .

Die verkaufte Braut, Volksoper 3
Foto: © www.foto-smidt.at

27.04.2013. Wer einen sehr guten und zugleich handlichen Opernführer braucht, ist mit dem von Reclam sehr gut beraten. Aber es gibt natürlich auch andere. Z.B. den illustrierten Opernführer von Joyce Bourne. Die, die dem Thema Oper mit Schmunzeln begegnen wollen empfehle ich Loriots kleinen Opernführer. Bestellmöglichkeit und eine weiterer Auswahl an Nachschlagewerken z.B. bei Amazon:

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Opernführer

20.04.2013. Wunderbare Musik, sehr gute Inszenierung, tolle Sänger (allen voran Lars Woldt). Unbedingt sehenswert. "Der Wildschütz", Oper von Albert Lortzing. Die Handlung: rosamundenhaft adelig, mit einem Schuss Wildererromantik. Derzeit zu sehen und zu hören an der .

Die verkaufte Braut, Volksoper 3
Foto: © www.foto-smidt.at

Christina Sidak als das Kammermädchen Nanette, Lars Woldt als Baculus, der Schulmeister und Elisabeth Schwarz als Gretchen.

Opernhäuser in Österreich / Opern – Festspiele

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