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Bücher Blog & Buchbesprechungen
Blogger: Andreas Hollinek

Buchhandlungen sind – zumindest in so mancher ländlichen Region – ziemlich rar geworden. Zum Glück gibt es aber auch die vielen Bestellmöglichkeiten über das Internet. Vor dem Online-Kauf lohnt es sich aber, Buchvorstellungen, Buchbesprechungen, LeserInnen-Bewertungen und Buchrezensionen durchzulesen. Das gibt Sicherheit für den Kauf.

Verlagsservice der novum publishing gmbh

Viele Autoren sind enttäuscht, wenn sie ihr Werk einem Verlag anbieten und dieser ablehnt oder nicht reagiert. Wir sind der Meinung, dass jedes gute Manuskript eine faire Chance haben soll. Der novum pro Verlag freut sich über jedes einlangende Manuskript. Vorgangsweise für eine Einreichung: auf A4 Papier ausgedruckt, CD mit Word-Dokument, E-Mail mit Word-Dokument. Unbedingt beisteuern: komplettes Manuskript, Name und Anschrift, ggf. Pseudonym, Telefonnummer, E-Mail, ggf. Abbildungen; idealerweise plus Exposé. Nach Eintreffen der Unterlagen erhalten Sie eine Eingangsbestätigung. Website: www.novumverlag.at. Infos und Kontakt: lektorat@novumverlag.com.

novum publishing gmbh

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29.05.2021. Es ist eines der ambitioniertesten Bücher der österreichischen Literaturszene – und eines der ambivalentesten. Einerseits nervig, andererseits – weil es ganz viel zwischen den Zeilen zu lesen gibt – avec beaucoup de poésie. Recht oft flapsig – Comix eben (Betonung auf "mix"). Jedenfalls mit Vergangenheits-, Gegenwarts- und Zukunftsbezug. Eines über Gott und die Welt – und letztere scheint arg zu sein. Jedenfalls keine Lektüre für LeserInnen, die leichte, brave oder aggressionslose Lektüre suchen. Und wer es wagt, sich ihr zu stellen, hat gut daran getan, Englisch und Französisch gelernt zu haben. Dann hat Mann mehr davon. Ja, es ist ein "männliches" Buch – schonungslos männlich. Was mir gar nicht gefallen hat: die Widmung ganz zu Beginn: "Alle Passagen, die Sie schockieren, widme ich meiner Ex-Frau." Egal was sie ihm "angetan" hat, wahre Helden schmähen nicht. Schade, dass der Verlag (Gmeiner) hier nicht interveniert hat. Bonus-Tracks: Musik von Micky Coly gibt es auf YouTube und bei Amazon:

31.05.2021. Josef Kastl hat mir wieder drei Literatur-Tipps von Werken aus dem Diogenes-Verlag geschickt. Diesmal ist auch ein Hörbuch dabei. Hier seine Beiträge:

"Kalmann" von Joachim B. Schmidt – ein von Timo Weisschnur gelesenes Hörbuch (7 CD): Er ist der selbsternannte Sheriff von Raufarhöfn. Er hat alles im Griff. Kein Grund zur Sorge. Tag für Tag wandert er über die weiten Ebenen um das beinahe ausgestorbene Dorf, jagt Polarfüchse und legt Haiköder im Meer aus, um den Fang zu Gammelhai zu verarbeiten. Doch in Kalmanns Kopf laufen die Räder manchmal rückwärts. Als er eines Tages im Winter eine Blutlache im Schnee entdeckt, überrollen ihn die Ereignisse. Mit seiner naiven Weisheit und dem Mut des reinen Herzens wendet alles zum Guten. Kein Grund zur Sorge. 7 CD's zum Anhören.

"Melnitz" von Charles Lewinsky: Nachdem man ihnen endlich das volle Bürgerrecht gegeben hat, hoffen die Meijers darauf, gewöhnliche Schweizer werden zu können. Ihr Weg führt sie hinaus aus dem Dorf, erst in die kleine Stadt Baden, dann nach Zürich. Janski versucht sein Glück im Tuchgeschäft, Arthur wird Arzt, bald gibt es sogar einen Landwirt. Aber trotz aller Bemühungen stoßen sie immer wieder gegen eine unsichtbare Wand – so wie es ihnen der unsterbliche Onkel Melnitz vorausgesagt hat. Ein großes jüdisch-schweizerisches Familienepos, das die Schicksalsjahre 1971 bis 1945 umfasst.

"Bittersüße Zitronen" von Luca Ventura: Auf der schönsten Insel der Welt reifen die Zitronen, die berühmten Limoncello von Capri. Doch plötzlich liefert die Familie Constantini nicht mehr, sie will auf Bio-Früchte und Crowdfarming umstellen. Als Elisa Constantini bei einem mysteriösen Unfall auf den Serpentinen Capris stirbt, leiten der junge Polizist Enrico Rizzi und seine tatkräftige Kollegin Antonia Cirillo Ermittlungen ein und blicken in einen Abgrund von fatalen Liebschaften und Familienfehden. Sehr unterhaltsam.

20.04.2021. Und noch ein Buch, das sich bestens dafür eignet, zusammen mit Kindern bzw. entdeckt zu werden – auch in und nach diversen Lockdowns: Marion Deuchars' "Art Play – Das Spiel mit Kunst". Es fördert das kreative Denken und Tun: Meisterwerke kritzeln, in Formen sprechen, mit Farben klecksen, Muster malen und die Welt neu sehen. Die schottische Bestsellerautorin Marion Deuchars hat in diesem Buch eine überraschende und einladende Sammlung von Aktivitäten und Spielen in sieben Kapiteln zusammengestellt: Zeichnen, Farbe, Formen, Malen, Papier, Drucken und Muster. In jedem Kapitel bieten sich nicht nur zahlreiche Gelegenheiten zum Mitmachen, die gezeigten Techniken fördern und formen auch künstlerische Fähigkeiten und Selbstbewusstsein. Marmorieren oder das Erstellen eines Geheimcodes in Bildsprache: Die Entdeckungsreise durch die Welt der Kunst macht mit diesem Buch besonders viel Spaß! Sie weckt in jedem Leser bzw. jeder Leserin den Künstler bzw. die Künstlerin. Das perfekte Buch für Kinder und Erwachsene, die in diesen besonderen auch in Zeiten eine kreative und kluge Beschäftigung suchen, die nachhaltig das Leben bereichert.

Zur Autorin: Marion Deuchars wurde für ihre einzigartigen Illustrationen mit Preisen überhäuft. Ihr Markenzeichen, die typischen Handschriften und Illustrationen, findet man in Werbekampagnen von Samsung und HP bis hin zu Postern und Briefmarken. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern im Norden von London.


Fotos und Grafiken © Midas Collection

19.04.2021. Damit, Weltliteratur für Kinder zugänglich zu machen, fing alles vor 27 Jahren an. Mittlerweile bringt der unabhängige Berliner Kinderbuchverlag weitere innovative und moderne Bilderbücher fernab der Klassiker heraus, die sowohl unterhaltsam als auch lehrreich sind. Zum 500. Todestag von Fernando Magellan (1485-1521) werden Kinder bzw. nun spielerisch an das Leben des berühmten Seefahrers und Weltumseglers herangeführt.


Hintergrundfoto © Andreas Hollinek. Buchcover: "Fernando Magellan – einmal um die ganze Welt", Kindermann Verlag, Berlin

Als Initiator der ersten Weltumsegelung zählt Fernando Magellan zu den berühmtesten Seefahrern aller Zeiten. Seine legendäre Entdeckungsreise handelt von unbeirrbarer Entschlossenheit und dem Aufbruch zu neuen Horizonten. Über die Weltmeere und das Vorstellungsvermögen seiner Zeit hinaus, stach der portugiesische Kapitän im Jahre 1519 mit seiner Schiffsflotte in See, um die begehrten Gewürzinseln von Westen her zu erobern. Welche Gefahren hielt dieses wagemutige Unterfangen bereit? Wie wurde die unvorstellbare Mission Wirklichkeit? Anschaulich und mitreißend berichtet die Autorin Christine Schulz-Reiss von Magellans geschichtsträchtiger Reise und nimmt dabei sowohl große als auch kleine Entdecker mit an Bord. Illustriert wurden die Abenteuer durch Klaus Ensikat – und das mit unverwechselbarer Liebe zum Detail. Ein ideales Geschenk für Kinder ab 8 Jahren.

  • "Fernando Magellan – einmal um die ganze Welt"
  • 3. Band der Reihe "Kinder entdecken berühmte Leute" (ab 8 Jahre)
  • Zum 500. Todestag Magellans am 27. April 2021
  • Kinder werden spielerisch an das Leben Fernando Magellans herangeführt
  • Erschienen am 18.09.2020 im Kindermann Verlag, Berlin
  • ISBN 978-3-934029-79-8
  • Serie "Kinder entdecken berühmte Leute":

13.04.2021. Wer noch vor der Entscheidung steht, sich einen Hund anzuschaffen, stellt sich die Frage: Welcher Hund passt zu mir? Und wenn er einen dann schon begleitet: Warum ist mein Hund so ist wie er ist? Beide – und viele mehr – Fragen beantwortet das neue Buch der Hundeexperten Udo Gansloßer, Yvonne Adler und Gudrun Braun "Hunderassen".

Als HundebesitzerIn kommt man nämlich oft ins Grübeln und fragt sich, woher das Verhalten des geliebten Vierbeines eigentlich herkommt. Man fürchtet etwas bei der Erziehung falsch gemacht zu haben und hofft, dass die kleinen Macken nur "vorübergehend" sind. Dabei ist es sehr einfach: Häufig sind die Persönlichkeit des Hundes ebenso wie Verhaltensweisen und Vorlieben auf seine Rasse zurückzuführen. Das neue Buch beleuchtet 160 Hunderassen und bringt dabei so manche Hintergründe zum Wesen der geliebten Fellnasen ans Licht. "Gerade im Bereich Training und Erziehung von Hunden bringt es einen enormen Vorteil die rassetypischen Unterschiede zu kennen", so die geprüfte Kynologin, Tierpsychologin und Sachverständig für Hunde und Hundetrainerin Yvonne Adler.

Hunderassen Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart 2021
Fotos © Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart

Das umfangreiche Werk ist auch für all jene hilfreich, die sich einen Hund anschaffen wollen. Seit viele Österreicherinnen und Österreicher teilweise oder sogar ständig im Home Office arbeiten, steigt das Interesse an Haustieren, allen voran an Hunden und Katzen. Für zukünftige Herrchen und Frauchen ist es besonders wichtig, von Anfang an ein besseres Verständnis für die haarigen Lieblinge zu entwickeln und zu verstehen, warum ihr Hund eigentlich so ist, wie er ist. "Mit unserem Buch bekommen zukünftige HundebesitzerInnen einen guten Überblick über grundsätzliche Charaktereigenschaften und Bedürfnisse ebenso wie über weitverbreitete rassenspezifische gesundheitliche Probleme der einzelnen Hunderassen. Welcher Hund es am Ende werden soll, hängt schlussendlich von einer Reihe individueller Faktoren ab", erklärt Adler.

Die Körpergröße des Hundes hat tatsächlich eine Auswirkung auf das Wesen des Hundes. "So zeigen sich kleinere Hunde oftmals kühn, wagemutig und meist impulsiver und leichter erregbar. Eine Reihe von Untersuchungen zeigt allgemein, dass größere Hunde tendenziell ruhiger sind. Mit konsequentem Training können aber auch 'bellfreudige' Hunde lernen, ihr Verhalten zu ändern", erklärt Adler. Große Hunde weisen meist eine hohe Selbstbeherrschung auf. Den Grund dafür stellt ebenfalls die Größe dar. "Ein größerer Körper hat auch ein größeres Gehirn, das mehr Platz für die Nervenleitungen zur Selbstbeherrschung hat. Daher ist die Fähigkeit zu Affekt- und Impulskontrolle bei großen Hunden allgemein aus neurobiologischen Gründen meist stärker ausgeprägt", ergänzt die Hundeexpertin. Aber nicht nur die Größe hat einen Einfluss. Auch die Kopfform kann als Indikator für die Fähigkeiten des Hundes herangezogen werden. Während breitschnauzige Hunde besser räumlich sehen, haben langschnauzige Hunde ein besseres Bewegungssehen in die Weite. Die Breite des Kopfes und wie weit die Augen auseinander stehen nimmt hier einen Einfluss darauf. Die Fähigkeit des Schnüffelns hängt mit der Form der Schnauze zusammen. Wegen des größeren Nasenlochabstandes können breitschnauzige Hunde besser "Stereo-Riechen" also die unterschiedliche Benutzung des linken oder rechten Nasenloches. So haben diese Hunde immer den richtigen Riecher auf ihrer Fährte.

Die Vielfalt der Hunderassen ist ein einzigartiges Phänomen. Der Zoologe Dr. Udo Gansloßer und seine Kolleginnen Yvonne Adler und Gudrun Braun beschreiben in ihrem neuen Buch, "Hunderassen – Zoologie, Zucht und Verhalten neu betrachtet" wie die heute lebenden Rassen entstanden sind. Die Experten erklären die molekularen Stammbäume von über 160 Hunderassen und wie sie genetisch zusammenhängen, gehen auf die Erblichkeit von Verhalten und Persönlichkeit ein und zeigen auf, was dies für Zucht, Gesundheit, Erziehung und Training bedeutet. Ein grundlegendes Werk für Züchter, Trainer und interessierte Hundehalter.

Yvonne Adler beschäftigt sich seit ihrer Kindheit mit Hunden. Einzigartig ist die Synergie ihrer Arbeit, die auf tierpsychologischem und akademisch kynologischem Fachwissen basiert. Sie entwickelte ein eigenes nachhaltiges Trainingskonzept, das zu einer Erfolgsformel für Vertrauen und Partnerschaft führt. Denn: Jede Mensch-Hund-Beziehung ist aufgrund der Persönlichkeit und Erfahrungen von Hund und Halter absolut einzigartig. Mit "ADLER DOGS" verwirklichte sie sich ihren Traum von einer etwas anderen "Hunde(halter)schule" nahe Wien. Sie ist gefragte Referentin, als Fachdozentin in der HundetrainerInnen-Ausbildung tätig, verfasste zahlreiche einschlägige Bücher & Publikationen, unterstützt Fachmagazine, Medien, Institutionen und Behörden mit Expertisen und Fachgutachten als Sachverständige für Hunde. Als eine der ersten in Österreich hat sie das staatliche Gütesiegel zur "Tierschutzqualifizierten Hundetrainerin" vom Bundesministerium verliehen bekommen. Eine FCI Labrador Retriever Zucht aus der englischen Arbeitslinie (Field Trial) komplettiert ihre umfassende kynologische Tätigkeit.

  • "Hunderassen – Zoologie, Zucht und Verhalten neu betrachtet"
  • Autoren: Udo Gansloßer, Yvonne Adler, Gudrun Braun
  • 608 Seiten, laminierter Pappband, 465 Farbfotos; ISBN 978-3-440-16008-4
  • Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart 2021
  • Ladenpreis in Österreich: 69,50 Euro
  • Bestellbar in jeder Buchhandlung

19.03.2021. In seinem neuen Buch "Falsch gedacht! – Wie Gedanken uns in die Irre führen und wir mit mentaler Intelligenz zu wahrer Stärke gelangen" postuliert Marcus Täuber, dass unser Gehirn ein "notorischer Lügner" sei. Der promovierte Neurobiologe und Lehrbeauftragte an der Universität Wien und der Donau-Universität Krems zeigt auf, wie uns unsere grauen Zellen vorgaukeln, die Welt müsse immer beständig, gerecht und sicher sein. Doch das sei seiner Meinung nach eine Illusion. Mit seinen Ausführungen möchte er seinen LeserInnen Mut für Krisen- und Wandelzeiten machen. Er plädiert für eine Schulung der eigenen mentalen Stärke. Unser Gehirn wäre durchaus in der Lage, sich vehement gegen Veränderungen zu stemmen. Dr. Täuber: "Wir müssen uns mit der dynamischen Wirklichkeit mental anfreunden." Unter mentaler Intelligenz versteht er die willentliche Kontrolle unseres Fokus und unserer Gedanken. Sie hilft uns bei der Bewältigung von Krisen und Herausforderungen sowie bei massiven Veränderungen unseres beruflichen und privaten Alltags. "Wir befinden uns mitten im größten Change der Menschheitsgeschichte", so Täuber, der überzeugt ist: "Wer seine mentale Intelligenz schult, geht als Sieger hervor."

10.02.2021. Wie kann ich gelassener werden? Was gibt mir Kraft? Wie kann das zulassen? Warum soll ich noch leben? Kann ich mich auf das vorbereiten? Priester werden im Laufe ihres Lebens mit vielen der großen Fragen des Lebens konfrontiert. Sie bewegen Menschen in allen Lebensphasen. Doch gute Antworten darauf sind alles andere als fertige "Beipackzettel". Anhand ganz konkretere, an ihn selbst gestellter Fragen – zum Leben, zu Gott und zu unserer Zukunft – versucht der bekannte Vorarlberger Seelsorger Elmar Simma in seinem neuen Buch "Damit sich alles gut fügt – Den Fragen des Lebens nachgespürt" aus seinem reichen Erfahrungsschatz zu schöpfen und zur persönlichen Auseinandersetzung mit zahlreichen Sinnfragen zu animieren und zu motivieren – mit einem weiten Horizont, ohne konfessionelle Brille und vorgefertigteWeisheiten. Er regt mit kurzen Texten und Impulsen zum Nachdenken an, gibt Tipps gegen Einsamkeit und Resignation und für mehr Gottvertrauen im Alter.

Elmar Simma: Damit sich alles gut fügt
Hintergrundfoto © Andreas Hollinek; Buch-Cover: Tyrolia-Verlag, Innsbruck-Wien [Werbung/PR]

Zum Autor: Mag. Elmar Simma, geb. 1938, Theologiestudium in Innsbruck, Kaplan, Diözesanjugendseelsorger, Pfarrer in Göfis, langjähriger Caritas-Seelsorger der Diözese Feldkirch, Unterrichtstätigkeit an verschiedenen pädagogischen Einrichtungen. Er hält zahlreiche Vorträge (u.a. auch für die Hospiz-Bewegung) und ist Autor mehrerer Bücher bei Tyrolia ("Dem Leben zulächeln" [5. Auflage 2020], "In den Nebel hinein" [2018] und "Geführt von einem inneren Stern" [3. Auflage 2020]).

Elmar Simma: "Damit sich alles gut fügt – Den Fragen des Lebens nachgespürt". 176 Seiten, zweifarbig illustriert, 11 x 18 cm, gebunden. Tyrolia-Verlag, Innsbruck-Wien 2021. ISBN 978-3-7022-3927-5. Euro15,95.

09.11.2020. Derzeit ist eine recht gute Zeit, die wichtigen Dinge des Lebens zu reflektieren. Wenn man dies zusätzlich mit einer guten Portion Humor tut, bringt das die positiven Lebensgeister in Schwung. Michael Horowitz und Heinz Marecek singen in ihrem Buch nicht nur ein hohes Lied auf die Freundschaft, sie reflektieren auch die Themen Liebe und Beziehungen, Erfolg und Geld, Macht und Politik, Glück, Genuss, Alter und Weisheit sowie Böswilliges. Zwischen ihren – unnötigerweise in sehr kleiner Schrift abgedruckten – Texten bringen sie jede Menge Zitate – die dann dafür in teilweise sehr großer Schrift. Gute Laune ausströmendes Kompendium; gut auch als Geschenk geeignet.

03.11.2020. An-der-Macht-sein kostet Geld. Viel Geld. Die drei "unverzichtbaren" Machterhalt-Strategien neben dem Eintreiben von Steuern: a) Aneignungen aller Art und bei jeder Gelegenheit, b) mit eigenen Produkten und Dienstleistungen Geld scheffeln und c) b) das "erwirkte" Geld gewinnbringend veranlagen. In der Ausgaben-Liste ganz oben stehen die Posten "Krieg", "Pomp" und "Privates". Die Habsburger beherrschten dies Handwerk gut. Wie gut und wie stark dies die Geschichte der k.u.k. Monarchie beeinflusste, das beschreibt die (Kunst-) Historikerin Katrin Unterreiner in ihrem neuen Buch auf überaus spannende und Staunen machende Weise.

Katrin Unterreiner: Habsburgs verschollene Schätze
Foto © Andreas Hollinek

Unter den vielen Kapiteln (das Buch hat 200 Seiten) gefielen mir auch die Porträts der armen und reichen Erzherzöge Otto (der "Lebemann"), Ludwig Salvator (der "Intellektuelle"), Ludwig Victor (der "Bonvivant"), Friedrich (der "Rahmreiche"), Ernst (der "Spieler"), Franz Ferdinand (der "heimlich vermögende") und der "roten Erzherzogin" Elisabeth Fürstin Windisch-Graetz. Dass Kaiser Franz Joseph sehr genügsam war, plötzlich reich wurde und zwei viel Geld verschlingende "Fixsterne am pekuniären Horizonte" hatte, amüsiert. Bezüglich der Tatsache, dass Kaiserin Elisabeth mondäne Luxusreisen von Irland bis Marokko unternahm, sich eine bunte Entourage gönnte und über geheime Bankdepots verfügte, wären heute gute Gründe für das Volk gewesen, not so amused gewesen zu sein. Aber heute ist ja alles ganz anders. Oder?

Apropos geheim: Auch der Krimi um die verschwundenen Kronjuwelen wird in Unterreiners Buch gelöst. Alles in allem eine faszinierendes Buch – eines, das sich Geschichtsinteressierte unbedingt kaufen oder unter den Weihnachtsbaum legen lassen sollten!

Zur Autorin: Katrin Unterreiner studierte Kunstgeschichte sowie Geschichte an der Universität Wien und war langjährige wissenschaftliche Leiterin der Schloss Schönbrunn GmbH und Kuratorin des 2004 eröffneten Sisi-Museums in der Wiener Hofburg. Sie ist Autorin zahlreicher Bücher über die Habsburger und die Kulturgeschichte der k.u.k. Monarchie. Katrin Unterreiner lebt und arbeitet in Wien und ist auch als Kuratorin zahlreicher Ausstellungen, Vortragende und wissenschaftliche Beraterin historischer Dokumentationen, u.a. für ORF, ZDF und Arte tätig.

20.10.2020. Der in den Alpenregionen so beliebte "Reimmichl Volkskalender" erscheint in seiner 100. Auflage! Begründet wurde er vom Priester und Schriftsteller Sebastian Rieger (1867-1953). Riegers Bücher, die er unter dem Pseudonym "Reimmichl" veröffentlichte, erreichten Millionenauflagen. Für das Jahr 1920 gab er erstmals einen Volkskalender heraus, der seit 1925 seinen Namen trägt. Der Tyrolia-Verlag führt unter der Leitung von Birgit Drewes Riegers Tradition fort und präsentiert der treuen Leserschaft zum 100-er eine besonders schöne, 240-Seiten (!) umfassende Ausgabe. Jahresthema: Tirol.

Reimmichl Kalender
Foto © Andreas Hollinek

In der heuer zu 240 Seiten gebundenen Jubiläumsausgabe kommt die junge Kletter-Legende Angela Eiter zu Wort, es gibt Beiträge zur Euthanasie in Tirol, zur neuen Friedensglocke am Hochstein, Artikel über Wallfahrten, die Verehrung der 14 NothelferInnen oder die Kapellen in den Alpenvereinshütten. Und natürlich werden auch die Jahresjubilare Reinhold Stecher (der 2021 seinen 100. Geburtstag feiern würde) sowie der faszinierende – vor 500 Jahren geborene – Innsbrucker Diözesanpatron Pertrus Canisius gewürdigt. Versierte Autorinnen und Autoren schreiben über Sternenkinder, das Waldklassenzimmer oder ihre Arbeit in der Krisenintervention, berichten von ihrer Krebserkrankung, dem Abenteuer Schafzucht und über Persönlichkeiten wie den Missionar Leonhard Wiedemayr oder den Engel von Auschwitz Angela Autsch. Und neben all diesen Themen punktet der Kalender 2021 in gewohnter Manier mit seinem ausführlichen Kalendarium inklusive liturgischer, bäuerlicher und bürgerlicher Daten, Wettersprüche, Lostage, Himmelserscheinungen und Bräuchen – einer hilfreichen und vielseitigen Begleitung durch das ganze Jahr!

01.10.2020. Bei der 16. Kriminacht im Kaffeehaus am 6. Oktober können wieder fast alle Stars der heimischen Krimi- und Thrillerszene wie Claudia Rossbacher, Kurt Palm, Manfred Rebhandl, Andreas Pittler, Edith Kneifl, Christian Klinger oder Eva Rossmann live erlebt werden. Und so ist es logisch, dass der von der Stadt Wien und dem Hauptverband des österreichischen Buchhandels ausgerichtete Leo-Perutz-Preis (Preisgeld: 5.000,- Euro) heuer beim Auftakt der Kriminacht im Hotel Imperial vergeben wird. Nominiert sind heuer: Johann Allacher ("Wiener Blues"), El Awadalla ("Zu viele Putzfrauen"), Ursula Poznanski ("Vanitas – Grau wie Asche"), Stefan Slupetzky ("Im Netz des Lemming") und Bastian Zach ("Donaumelodien – Praterblut"). Alle Nominierten werden bei der Kriminacht lesen, Bestsellerautorin Ursula Poznanski natürlich am Zentralfriedhof (Aufbahrungshalle 2), denn ihre Thrillerreihe "Vanitas" ist ebendort angesiedelt. Insgesamt sind heuer 34 Autorinnen und Autoren dabei, ebenso wie alle namhaften Kaffeehäuser – vom Café Museum und dem Frauenhuber in der Innenstadt bis zum Café Ritter in Ottakring oder dem Jonas in Floridsdorf.

Neben den österreichischen Stars besucht auch der Italiener Massimo Carlotto die Kriminacht. Als Sympathisant der Linken wurde er in den 1970er-Jahren in einem umstrittenen Gerichtsverfahren wegen Mordes verurteilt. Nach fünfjähriger Flucht und einer Gefängnisstrafe von sechs Jahren wurde er 1993 begnadigt. Seither schreibt er Bestseller. Er wird bei der Kriminacht-Außenstelle in der Hauptbücherei am Gürtel lesen. Beliebt ist seit vielen Jahren auch die Sonderlocation 48er-Tandler, wo heuer Johann Allacher und Michael Horvath lesen werden. Die Veranstalter versichern, dass selbstverständlich alle Coronabestimmungen genau eingehalten werden: Registrier- und Maskenpflicht (wobei man am Sitzplatz dann die Maske abnehmen darf).

08.09.2020."Toilettenpapier. Denken Sie darüber nach. Sicher, es ist eine Notwendigkeit, aber wie viel davon braucht jeder Einzelne?" (T.C. Boyle). Im März 2020, als die Corona-Pandemie das öffentliche Leben zum Stillstand brachte und Toilettenpapier zum scheinbar überlebenswichtigsten Gut überhaupt avancierte, initiierte das Aargauer Literaturhaus verschiedene Online-Projekte. Entstanden sind literarisch hochwertige Zeugnisse einer aussergewöhnlichen Zeit. Die Tagebücher von Monica Cantieni, Peter Stamm und Dorothee Elmiger dokumentieren Befindlichkeit und Lage in der Zeit des Lockdowns im Frühling 2020. Der Teil "Corona einmal um die Welt" umfasst 23 Essays internationaler AutorInnen wie Zsófia Bán, Alejandro Zambra, A. L. Kennedy, Judith Schalansky, Etgar Keret, Cécile Wajsbrot u.a. lenkt den Blick über die Landesgrenzen hinaus an Orte wie New York, Budapest, Mexiko City, Großbritannien, Kalifornien, Berlin, Tel Aviv oder Paris. Und last but not least haben sich 20 SchriftstellerInnen, unter ihnen Ruth Schweikert, Michael Stavaric, Simone Meier und Stephan Pörtner, auf das Experiment eines Fortsetzungsromans eingelassen. Das Resultat ist eine höchst unterhaltsame Geschichte mit viel schrägem Personal. Mit Beiträgen von Peter Stamm, T.C. Boyle, A.L. Kennedy, Judith Schalansky, Jan Konnefke, Katja Petrowskaja, Kendel Hippolyte, Monica Cantieni, Robert Cohen, Ruth Schweikert und anderen.


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  • Bibliografische Angaben: Bettina Spoerri / Anne Wieser (Hrsg): Schwellenzeit – 44 Autoren schreiben zur Corona-Zeit. 240 Seiten, Euro (D) 22,- | Euro (A) 22.50 | CHF 28,-. ISBN 978-3-03876-184-6 (Midas Collection).

15.08.2020. Der Besitzer einer Hotelkette wird in einem Badeort in der Nähe von Athen tot aufgefunden. Ein Bekennerschreiben bezichtigt ihn der Heuchelei – unterschrieben mit "Das Heer der Nationalen Idioten". Es ist der erste Mord einer rätselhaften Serie. Die Anklage lautet immer gleich, die Opfer jedoch könnten unterschiedlicher nicht sein. Kostas Charitos, seit neuestem stolzer Großvater, ermittelt und versucht, den obskuren Fanatikern auf die Spur zu kommen. Der Autor bringt uns mit seinen Romanen neben der kriminellen Handlung auch immer ein Stück Griechenland näher – mit all seinen politischen, sozialen und kulturellen Hintergründen. [Gastbeitrag von Josef Kastl]

14.08.2020. Ein friedlicher, sonniger Sonntagmorgen im Kannenfeldpark in Basel. Plötzlich schreckt ein Schrei Peter Hunkeler bei seinem ersten Kaffee auf: Ein Spaziergänger hat hinter den Büschen einen Toten entdeckt. Auch wenn er inzwischen in Rente ist, ein Polizist bleibt ein Polizist, zumindest für seine Mitmenschen. Wohl oder übel muss Hunkeler nachsehen und merkt, dass er den Toten kennt: ein bekannter Journalist und Kunstkritiker. Er forscht nach und erlangt folgende Erkenntnis: Egal, ob in den elsässischen Wäldern oder mitten in der Stadt Basel, überall lauert die Wildnis. [Gastbeitrag von Josef Kastl]

12.08.2020. Allmen und Carlos geraten an einen Schatz wertvoller Porzellanfigürchen für Liebhaber der expliziten erotischen Darstellung. Ein Fall, der sie gehörig ins Schwitzen bringt – denn sie ermitteln nicht ganz freiwillig. Ein erpresserischer Komplize hat sie in der Hand. Einer der besten Krimis dieser Reihe. [Gastbeitrag von Josef Kastl]

10.08.2020. Bruno wurde in einer Wein- und Trüffelgilde als Mitglied neu aufgenommen; eine große Ehre. Lange kann er die pâtés und anderen Köstlichkeiten jedoch nicht verkosten, denn er wird an einen Unfallort gerufen. Auf dem Anwesen des ältesten Gildenmitgliedes ist eine Studentin namens Claudia, die in dessen Gemäldesammlung recherchiert hatte, nach einem nächtlichen Rendezvous zu Tode gestürzt. Oder war es ein Mord? Eine Spur führt Bruno zum Schloss einer berühmten Tänzerin und ehemaligen Résistance-Mitgliedes. Doch nicht nur die Bilder sind nicht die, die sie zu sein scheinen, auch die Menschen, denen Claudia hier im Périgord begegnet sind. Vergnüglich zu lesen und mit vollem Verlangen auch einmal die Köstlichkeiten der Region zu verkosten. [Gastbeitrag von Josef Kastl]

28.05.2020. Auch wenn wir nun in eine neue Art von Normalität zurückkehren, können wir uns nur zaghaft mit dem Gedanken anfreunden, wieder auf Reisen zu gehen. Was wir aber jetzt schon tun können: uns Lust darauf zu machen – zum Beispiel auf eine Studienreise auf den Spuren des Hauses Habsburg. Ein neuer Reiseführer der Verlagsanstalt Tyrolia bietet mit interessanten Texten und wunderschönen Bildern die perfekte Grundlage dafür. Entsprechend der europäischen Bedeutung der Habsburger Dynastie führt die Reise über eine europäische Kulturstraße durch vier Länder und sechs Regionen. Über Jahrhunderte lenkten die Persönlichkeiten dieser großen Herrscherfamilie entscheidend die Geschicke Europas. Ihre 800 Jahre alte Geschichte wird an Orten bewahrt, die auf Tausenden von Quadratkilometern in West- und Mitteleuropa verstreut sind. Schlösser, Burgen, prächtige Kirchen, Klöster, Abteien und hervorragende Museen stellen ihren großen Einfluss auf Geschichte und Kunst unter Beweis. Die "Via Habsburg" wurde 2014 vom Europarat zur 29. Europäischen Kulturstraße ernannt und ist damit zu einem interkulturell verbindenden Element und einem Modell europäischer Einheit in der (jeweiligen staatlichen) Vielfalt geworden.

Bereits seit einigen Jahren können Interessierte diese Orte mittels einer Reise auf der Via Habsburg ideal kennenlernen. 1992 hatten sich gut 70 Städte und Orte im Verein "Auf den Spuren der Habsburger" zusammengeschlossen, um das noch sichtbare Erbe der Dynastie für Kulturinteressierte besser und auch qualitativ anspruchsvoll zugänglich zu machen. Nicht nostalgisches Interesse an vergangenen dynastischen Herrschaftsformen oder gar die Verklärung einer "guten alten Zeit" – die beileibe nicht von Not und kriegerischen Auseinandersetzungen frei war – stehen dabei im Vordergrund, sondern die Anregung zu einer grenzüberschreitenden Entdeckung der eigenen und unter den Habsburgern eben gemeinsamen Geschichte. Verbindet diese doch noch heute die Länder Frankreich, Deutschland, die Schweiz und Österreich, besonders aber auch die Regionen Lothringen / Elsass, Schwarzwald, Oberschwaben / Bodensee, Hochrhein / Aargau, Vorarlberg und Tirol.

Hofer / Rudigier: Die vierzehn Nothelfer. Tyrolia Verlag
Fotos © Tyrolia Verlagsanstalt (Buch-Cover) und Andreas Hollinek (linkes Foto) [Werbung/PR]

Der Autor Hubert Matt-Willmatt und der Fotograf Heinz Linke haben über zwei Jahre lang alle Orte und Städte entlang dieser "Europäischen Kulturstraße" von Nancy in Frankreich, über die Schweiz und Deutschland bis ins österreichische Schwaz besucht und legen nun einen umfassenden Reiseführer zum Thema vor. Über 70 Orte und 150 touristische Ziele warten darauf, entdeckt zu werden. Entstanden ist ein kulturhistorischer Reiseführer und hilfreicher Begleiter auf dem Weg zu den Habsburgern und ihrer Geschichte.

27.05.2020. Sie waren die praktische Rundumversicherung für alle Lebenslagen wie Krieg und Halsweh, Hagel und Eheprobleme. Zu Ende des Mittelalters verbreiteten sie sich von Bayern aus in mehr als 800 Kultstätten im gesamten deutschen Sprachraum und wurden in vielen weiteren Ländern verehrt. Die 14 , vorwiegend frühchristliche MärtyrerInnen, faszinierten mit schaurigen Leidensgeschichten, glorreichen Glaubenssiegen und wirkmächtiger Fürsprache in einer Zeit, die von großer Unsicherheit geprägt war. Spannend und amüsant erzählt der Theologe Markus Hofer in unserer Neuerscheinung "Die vierzehn Nothelfer. Das himmlische Versicherungspaket", erschienen in der Verlagsanstalt Tyrolia, Innbruck. Durch die über uns hereingebrochene hat dieses Werk "über Nacht" eine dramatische Aktualität erfahren.

Hofer / Rudigier: Die vierzehn Nothelfer. Tyrolia Verlag
Fotos © Tyrolia Verlagsanstalt (Buch-Cover) und Andreas Hollinek (rechtes Foto) [Werbung/PR]

Schaurige Drachen oder magische Türme, übermenschliche Kräfte, Feuer, Blut, Qualen und Heldenmut – das alles begleitet die Legenden um die vierzehn sehr unterschiedlichen Heiligen, die seit dem Spätmittelalter zu einer Art himmlischer Bündelversicherung zusammengeschlossen, gemeinsam angerufen und verehrt wurden. Kein Wunder, dass sie die mittelalterlichen Menschen faszinierten und ihre Geschichten ihnen von Bayern ausgehend in vielen europäischen Ländern große Popularität einbrachten. Vor allem verkörperten sie aber in einer unsicheren Welt die Gewissheit, dass das Gute alle Übel überwinden und siegen kann und es für jede Krise im Leben den richtigen Fürsprecher gab – und im Zweifelsfalle eben auch ein ganzes Paket an Nothelfern. So wurde die Anrufung von Achatius, Ägidius, Barbara, Blasius, Christophorus, Cyriacus, Dionysius, Erasmus, Eustachius, Georg, Katharina, Margareta, Pantaleon und Vitus zu einem zentralen Bestandteil der damaligen Lebensbewältigung.

Der Theologe Markus Hofer erläutert in diesem Buch spannend und auch mit einigem Humor Geschichte, Entwicklung und Praxis der Heiligenverehrung und stellt anschließend die einzelnen Heiligen und ihre Eigenheiten vor. Kunsthistoriker Andreas Rudigier zeigt anhand verschiedener Beispiele in Vorarlberg, wie die religiöse Praxis der 14 Nothelfer Gestalt annahm und sich die Nöte der Betenden in den ansprechenden Bildern konkretisierte.

Zu den beiden Autoren: Markhus Hofer, geboren 1957, Studium der Philosophie, Theologie, Germanistik und Kunstgeschichte, langjähriger Leiter des Männerbüros der Katholischen Kirche Vorarlberg, mehrere Publikationen u.a. "Die zweite Halbzeit entscheidet. Strategien für Männer ab 40" (bereits in vierte Auflage erschienen), zuletzt "Glauben und das Leben genießen. Lebenskunst aus der Bibel". Seit 2014 ist er an der Fachstelle Glaubensästhetik in Feldkirch tätig und arbeitet an Konzepten, die Kirchenräume als Orte des Rückzugs und der Besinnung erlebbar machen. Andreas Rudigier, geboren 1965, Studium der Kunstgeschichte und Rechtswissenschaften, von 2000 bis 2011 Leiter der Montafoner Museen, seit 2011 Direktor des Vorarlberg Museum in Bregenz, zahlreiche kunsthistorische Publikationen.

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