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Znojmo / Znaim / Znaimer Region

Am ältesten und zugleich am wertvollsten von den zahlreichen Denkmälern von Znojmo / Znaim ist die romanische Rotunde der Heiligen Katharina aus der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts. Die ehemalige Przemysliden-Burg oberhalb des Granický-Tales wurde im 18. Jahrhundert zwar zu einem Schloss umgebaut, ihre Überreste sind aber im Baukern des barocken Schlossgebäudes erhalten geblieben.

Von der Parkanlage Karolininy sady aus bietet sich ein besonders eindruckvoller Blick auf die Sankt-Nikolaus-Kirche und die zweigeschossige Sankt-Wenzels-Kapelle. Die auf dem Masaryk-Platz stehende barocke Pestsäule erinnert daran, dass im Jahre 1680 in Znojmo 800 Menschen an der Seuche gestorben sind. Der hohe Rathausturm aus dem Jahr 1445 sieht – von den Zeitläufen anscheinend unberührt – auf das rege Leben und Treiben in der Stadt hinab. Der Kreuzgang des ehemaligen Minoritenklosters beherbergt Sammlungen des Südmährischen Museums.

Das Prämonstratenserkloster im nahen Ort Louka hatte zu den reichsten Klöstern Mährens gezählt: Von seinem Vorgängerbau, der Sankt-Wenzels-Basilika, ist eine zweischiffige romanische Krypta vom Anfang des 13. Jahrhunderts erhalten geblieben.

  • Tipp: Wer Ausflüge in die Umgebung von Znomo / Znaim machen möchte, dem sei der wärmsten empfohlen. Hier gibt es so manches Naturwunder zu entdecken.

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Besuch in Südmähren / Znaimer Region

Südmähren, nördlicher Nachbar von Niederösterreich, ist 30 Jahre nach dem Fall des eisernen Vorhanges eine interessante touristische Region. In und um Znaim werden viele Dienstleistungen angeboten, die mithelfen, einen Besuch angenehm zu gestalten. Einzigartige Denkmäler und eine unberührte, wunderschöne Natur z.B. im Thaya Nationalpark, laden dazu ein. Mit der Bahn oder mit dem Auto ist man in etwas mehr als einer Stunde in Znaim, auf tschechisch Znojmo. Ein Reisebericht von Josef Kastl.

Die Königsstadt Znaim ist eine wunderschöne historische Stadt mit einer imposanten Lage über dem Fluss Dyje (Thaya). An die berühmte Vergangenheit von Znaim erinnert die älteste Sehenswürdigkeit der Stadt, die romanische Rotunde der Jungfrau Marie und der heiligen Katharina aus der Hälfte des 11. Jahrhunderts auf dem Gelände der Znaimer Burg. Nur um ein paar Jahrhunderte jünger ist der umfangreiche Untergrund, dessen 30 Kilometer langen Gänge sich unter den meisten Häusern, Straßen und Plätzen im historischen Zentrum hindurchziehen. Eine Dominante der Stadt ist der Dom des Heiligen Nikolaus. Lassen Sie sich nicht eine Besichtigung des Innenbereichs entgehen, da Sie die originale barocke Kanzel in Form einer Erdkugel nirgendwo anders sehen als hier.

Znaim 1
Foto © 50plus.at / Josef Kastl

Im Hinblick auf die einzigartige Umgebung der Region, die sich an der Grenze des kleinsten österreichischen bzw. tschechischen Nationalparks befindet, möchten die Reiseleiter Sie auf eine angenehme Art und Weise unterhalten, Ihnen etwas beibringen und nicht zuletzt die Möglichkeit geben, Besonderheiten der Region zu verkosten. Das alles ist dank der ökologischen Touristenwägen nicht nur in der Stadt, sondern auch in der nahen Umgebung und entlang des Thaya-Flusses umweltschonend möglich.

Ein Besuch der Brauereiausstellung, die innerhalb der Znaimer Brauerei vor der Znaimer Burg untergebracht ist, zeigt, wie früher Bier gebraut wurde. Im Jahre 1710 wurde die Vorburg mit ihren verwahrlosten Wirtschaftshäusern, der ehemaligen fürstlichen Kapelle der Heiligen Katherina und dem Räuberturm vom Kaiser Joseph II. an die Znaimer Selbstverwaltung übergeben. Zehn Jahre später entschied man, an diesem Ort die Znaimer Brauerei zu gründen. In den folgenden Jahrzehnten wurde die Brauerei vom bekannten Baumeister Josef Schweighofer modernisiert. Die Bauarbeiten und die mit der Bierfertigung verbundenen Erschütterungen hatten katastrophale Auswirkung auf die Statik des spätromanischen Turmes, der früher den Hauptzugang zur Burg "bewachte". 1892 stürzte er plötzlich ein. Nach der Ausrufung der Tschechoslowakischen Republik wurden die beiden Stadtbierbrauereien (die andere befand sich in der Oberen Vorstadt) zusammengeschlossen und durch diese Fusion entstand die Erste Znaimer Brauerei und Mälzerei, die nach dem Zweiten Weltkrieg von den Kommunisten verstaatlicht wurde und erst nach der Wende in den 1990-er Jahren erneut privatisiert wurden.

Nach der Gründung der Stadt Znaim durch Ottokar I. Přemysl vor dem Jahr 1226 wurde die Burg zum Sitz der königlichen Burggrafen. 1710 bis 1721 baute man einen Teil der Burg in ein Barockschloss um, außerdem bekamen die Znaimer Bürger das Areal vor der Burg, wo bald die Brauerei Hostan (Pivovar Hostan) errichtet wurde. Diese stellt mit ihrem eisernen Eingangstor auch den Zugang zur Burg dar. Die lokale Biermarke ist nach dem Bierbrauer Hostan benannt. Das Bier im Lokal stammt aus der Znaimer städtischen Bierbrauerei, die sicher Ihres Besuches wert ist. In den letzten 10 Jahren entstanden in Südmähren viele kleine Privatbrauereien. Dadurch kann man heute neben dem Wein auch das Bier in dieser Region bestens genießen. Ein Besuch ist die Familienpension U Tesařů mit ihrer engangierten Feuerwerksbrauerei wert.

Der Wolfsturm gehört zu der Wallbefestigung der Stadt Znaim die seit 1226 existiert und Znaim zu eine der am besten befestigten Städte zwischen Wien und Prag machte. Insgesamt gibt es fünf Befestigungstürme. Heute dient der Wolfsturm als Aussichtsturm und Wein-Informationszentrum VOC Znojmo. Er ist der massivste prismatische Turm der Znaimer Befestigung. Er bewachte die Einfahrt in die Stadt - das Untere (bzw. Wiener) Tor. Bei Gefahr konnte die Turmbesatzung mithilfe von vereinbarten Signalen mit den Schützen des Klosters Louka kommunizieren. Die heutige Form ist nicht ursprünglich, sie stammt erst aus den 1960-er Jahren.

Sehenswert und optisch eindrucksvoll durch seine Turmspitze ist der Rathausturm aus dem Jahre 1448 bis 1457 mit einer höhe von 66,58 m. Er ist im spätgotischen Stil erbaut und das wichtigste Wahrzeichen Znaims. Er war ein unerlässlicher Meldeturm, aus dem man alle Feindbewegungen in der Umgebung der Stadt beobachten konnte.

Das Kloster Louka (Klosterbruck)war ursprünglich eine Prämonstratenser Abtei, damals nach Melk das zweitgrößte Kloster des Kaiserreiches. Es wurde von Josef II, wie viele andere Klöster geschlossen und diente seither verschiedenen Zwecken, zum Beispiel als militärische Schule. Heute gilt das Kloster als Zentrum des Weines. Die kühlen Weinkeller des Klosters Louka laden dazu ein, hervorragende Qualitätsweine zu kosten. Hier hat der größte Weinhersteller Tschechiens seinen Sitz - die Aktiengesellschaft Znovín Znojmo. Erleben Sie die außergewöhnliche Mischung aus Spiritualität bei einer gemütlichen Weinprobe.

Vranov ist ein beliebten Ausflugsort. Der Vranover Stausee wird im Volksmund gerne als mährisches Mittelmeer bezeichnet. Der Vranover Strand ist einer der am besten bewerteten Campingplätze in der Tschechischen Republik. Die Urlauber haben die Möglichkeit, Ausflüge mit dem Ausflugsdampfer zu unternehmen, mit dem Rad zu fahren, zu wandern oder vom 8. bis 28. Juli 2019 die Vorstellungen des 15. internationalen Musikfestivals Znaim zu besuchen. Den Abschluss bildet heuer die Aufführung der Oper Saul von Georg Friedrich Händel.

Das Schloss Vranov befindet sich im westlichen Teil des Thaya- Nationalparks und stellt ein nationales Kulturdenkmal dar. Den Besuchern wird die Besichtigung der authentischen barocken Innenausstattung des Ahnensaales und der Kapelle ermöglicht. Die Einrichtung der Schlosses geben einen guten Eindruck über die Wohnkultur des 18. und 19. Jahrhunderts.

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Foto © 50plus.at / Josef Kastl

Die Umgebung von Bítov ist eine malerische Gegend, die sich im südöstlichen Ausläufer der Böhmisch-Mährischen Höhe befindet, rund um den Zusammenfluss zweier stark meandernder Flüsse, der Thaya und der Zeletavka. Seit der Jungsteinzeit ist dieses Gebiet besiedelt, die slawische Siedlung existiert seit dem 10. Jahrhundert, 100 Jahre später kamen die tschechischen Přemysliden. Die aus dieser Zeit stammende Burg beherrschte einen großen Teil Südwestmährens und war eine königliche Festung, welche die südliche Grenze des Landes vor Invasionen aus Österreich schützte. Die Familien Lichtenburk (1307-1572), die eine steinerne Festung mit Türmen errichteten, und Jankovsky von Vlašim (1612-1755), der die Burg im Geiste der Renaissance wiederaufbaute und die Waffenkammer errichtete, sind erwähnenswert. Der Besuch auf der mittelalterlichen Burg umfasst einen Besuch in der Ausstellung der Burgbrauerei.

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Foto © 50plus.at / Josef Kastl

Eine Ausstellung im Infozentrum des Nationalparkes Thayatal informiert über die Lebensräume des Nationalparks. Hier erhalten Sie auch Wanderkarten, Literatur, Ansichtskarten und allgemeine Informationen über den Nationalpark. Ein Teil der ehemaligen Befestigungsanlage des Grenzzaunes entlang der Grenze ist zur Erinnerung als Denkmal erhalten geblieben. Entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs führt der europäische Fernradweg EuroVelo 13, auch "Iron Curtain Trail" genannt.

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Foto © 50plus.at / Josef Kastl

Das Areal der tschechoslowakischen Kriegsbefestigung, wurde in den Jahren 1935-1938 errichtet. Der tschechoslowakische Befestigungskomplex in Šatov mit dem Infanteriebunker MJ-S3 befindet sich am südlichen Rand der Stadt Šatov. Das der Öffentlichkeit zugängliche Objekt einer dauerhaften schweren Befestigung ist durch die geplante Nutzung durch die tschechoslowakische Armee nach dem Zweiten Weltkrieg bei dem erwarteten Ausbruch des sogenannten Kalten Krieges einzigartig. Der Bau des Bunkers begann am 15. Juni 1938, jedoch vervollständigte die Armee das Gebäude erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Bunker ist mit zwei Kanonen sowie schweren und leichten Maschinengewehren bewaffnet. Andere wichtige Ausrüstungen, wie Fernmeldesysteme, und Aufenthaltsräume für 28 Mann Besatzung befinden sich in zwei Geschossen. In der Nähe des Bunkers befindet sich ein 9 m hoher Wachturm, eine Nachbildung eines Hauses für Zoll- und Passkontrolle aus dem Jahr 1938 sowie Elemente von Panzerabwehrhindernissen.

In Slup befindet sich eine einzigartig erhaltene Renaissance-Wassermühle mit vier funktionstüchtigen Wasserrädern, dem Mühlengraben und einer Ausstellung über das Müllerei- Gewerbe. Die Mühle zählt zu den wertvollen technischen Denkmälern. Die Mühle in Slup (Zulb) wurde bereits im 13. Jahrhundert vom Zisterzienser-Frauenkloster in Oslavany gegründet. Ihre heutige Gestalt verdankt sie Umbaumaßnahmen aus der Zeit der Renaissance. Die Ausstellung zeigt den Vorgang und Ablauf des Mahlprozesses. Jedes Jahr im September findet hier das Volksfest "Slavnosti chleba" ("Brotfest") statt.

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Foto © 50plus.at / Josef Kastl

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