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Hepatitis B

Die Hepatitis B ist eine weltweit verbreitete Virusinfektion der Leber, welche im Unterschied zur und E nicht mittels Trinkwasser und Nahrungsmittelgebrauch zustande kommt, sondern folgende Übertragungswege aufweist: Sexualkontakte, virushältiges Blut / infektiöse Blutprodukte (z.B. Nadelstich, gemeinsam benutzte Nadeln) und perinatal, d.h. eine Übertragung von der Mutter auf ihr Baby.

Die Hepatitis B ist gefährlicher als die Hepatitis A, da das Risiko eines fulminanten Krankheitsverlaufes vermehrt gegeben ist und die Etablierung einer Viruspersistenz (Virus bleibt im Körper bestehen) möglich ist. Mehrere Verlaufsformen mit jeweils unterschiedlichen Prognosen sind bekannt, wobei insgesamt gesehen eine Heilung in beinahe 95 Prozent aller Fälle zu erwarten ist:

  • Asymptomatischer Verlauf (etwa 65 Prozent) mit vollständiger Ausheilung.
  • Akute Hepatitis mit Gelbsucht (etwa 30 Prozent) Vollständige Heilung in 99 Prozent der Fälle zu erwarten; selten aber auch fulminanter Verlauf mit Todesfolge möglich (bei maximal 1 Prozent der, bereits im Krankenhaus betreuten, Patienten).
  • Viruspersistenz (etwa 5 Prozent) 70 Prozent der Menschen mit Viruspersistenz zeigen keinerlei Beschwerden, die restlichen 30 Prozent entwickeln eine chronische, also anhaltende, Hepatitis mit erhöhter Gefahr der Entwicklung einer Leberzirrhose bzw. eines Leberzellkarzinoms (entsprechende Therapien vermindern das Risiko).

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Symptome

Stellen sich Symptome ein, so leiden Patienten zunächst für einige Tage an Beschwerden, welche an einen grippalen Infekt bzw. eine Darmgrippe denken lassen:

Danach folgen im Krankheitsverlauf typische Symptome einer Leberschädigung, welche in der Regel für einige Wochen anhalten:

  • Laborveränderungen (erhöhte Leberfunktionsparameter, ev. Bilirubinanstieg, usw.)
  • Ikterischer Verlauf: Gelbfärbung des Augapfels und (in Folge) der Haut; dunkler Harn und heller Stuhl; Juckreiz; mit Beginn der Gelbsucht lindern sich oftmals oben genannte Beschwerden
  • Lebervergrößerung
  • Eventuell Vergrößerung von Lymphknoten und Milz
  • Bei fulminantem Verlauf: zusätzlich Gerinnungsstörung sowie Minderung der Bewusstseinslage
  • Bei chronischem Verlauf zunächst meist keinerlei Symptome; eventuell möglich: Leistungsminderung, Druckschmerz im Oberbauch (Vergrößerung der Leber), Hormonstörungen und typische Hautveränderungen

Diagnose

(Abgrenzung zu anderen Erkrankungen des Leber/Galle-Systems notwendig)

  • Anamnese
  • Beschwerdebild
  • Labor (Virus- und Antikörper-Nachweis)
  • US, CT, MR
  • Eventuell Leberbiopsie

Therapie

  • Bettruhe (im akuten Verlauf)
  • Alkoholverbot
  • Weglassen nicht absolut notwendiger Medikamente
  • In den letzten Jahren sind große Fortschritte im Bereich der medikamentösen Therapie (z.B. Peginterferon-alpha, Lamivudin, usw.) erzielt worden, welche in bestimmten, fortgeschrittenen Stadien einer (nicht von selbst heilenden) Hepatitis B-Erkrankung ihren Einsatz finden. Hepatitis B ist jedoch nach wie vor nicht in jedem Fall heilbar.
  • Lebertransplantation (bei Zirrhose)
  • Regelmäßige Kontrollen bis zur Abheilung

Schutz

  • Impfung
    Nach erfolgter Grundimmunisierung (3 Impfungen im Abstand von 1 Monat bzw. 6 Monaten) besteht bei 96 Prozent der geimpften Personen ein ausreichender Schutz. Eine Antikörperbestimmung (mittels Blutabnahme), ca. 6 Wochen nach der 3. Teilimpfung durchgeführt, dient zur Feststellung des optimalen Auffrischungszeitpunktes. Eine Kombinationsimpfung mit gleichzeitigem Aufbau eines -Schutzes ist möglich.
  • Blutspenderscreening
  • Screening aller Schwangeren
  • Kein ungeschützter Sexualkontakt
  • Keine Tätowierung, bzw. kein Piercing unter fragwürdigen hygienischen Bedingungen
  • Kein gemeinsamer Nadelgebrauch (unter Drogenabhängigen, die Spritzen verwenden)
  • Medizinische Eingriffe unter schlechten hygienischen Bedingungen kritisch hinterfragen und im Zweifelsfall – wenn möglich – ablehnen (Rücktransport mit Flugrettung ins Heimatland erwägen)

Anmerkung

Eine zusätzliche (selten: gleichzeitige) Infektion mit Hepatitis D – Virus führt vermehrt zu schweren, akuten Krankheitsverläufen und zu einem erhöhten Risiko einer chronischen Hepatitisentwicklung mit Zirrhosegefahr. Hepatitis B-Impfung schützt auch davor.

Lektorat dieser Seite durch
Dr. med. Simone Höfler-Speckner

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