Ein Tagebuch führen, Lebenserinnerungen oder eine Familienchronik niederschreiben, einen Bildband herausgeben, Gedichte, einen Krimi oder einen Roman verfassen: Dort, wo Schreiben mehr sein will als persönliche Notiz, ist es eine Form der Kommunikation, der Mit-Teilung, Entäußerung, Entblößung. Hinter guter Literatur steht meistens der Satz: "Seht her, das ist der Mensch!"

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Max Frisch schreibt in seinem Roman "Stiller" (Suhrkamp Taschenbuch Nr. 105): "Schreiben ist nicht Kommunikation mit Lesern, auch nicht Kommunikation mit sich selbst, sondern Kommunikation mit dem Unaussprechlichen. Je genauer man sich auszusprechen vermöchte, um so reiner erschiene das Unaussprechliche, das heisst die Wirklichkeit, die den Schreiber bedrängt und bewegt. Wir haben die Sprache, um stumm zu werden. Wer schweigt, ist nicht stumm. Wer schweigt, hat nicht einmal eine Ahnung, wer er nicht ist."

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