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Darmoperation

Die Diagnose Darmtumor bzw. löst bei vielen Betroffenen Angst aus, nicht zuletzt wegen der nötigen Operation. Diese wird in Österreich rund 4700 mal pro Jahr durchgeführt und ist ein ganz wesentlicher Schritt, um den Körper von gefährlichem Tumorgewebe zu befreien und einer Metastasenbildung vorzubeugen. Die gute Nachricht: Eine Darmoperation wird immer verträglicher. Minimaler Blutverlust und neue, verbesserte Techniken erhöhen die Sicherheit und erleichtern die Erholung.

Schonende Operationstechniken

Zwei von drei Darmpatienten werden hierzulande immer noch mit offener Operationstechnik, sprich: mit großem Bauchschnitt und langer Narbe, behandelt. Dies müsste längst nicht mehr der Fall sein. Schon vor rund 10 Jahren zeigten mehrere wissenschaftliche Studien die Vorteile der Schlüssellochtechnik bei diesem heiklen Eingriff. "Eine aktuelle Großstudie aus Deutschland bestätigt wieder unsere Erfahrungen, nämlich dass die Überlebensrate bei Darmkrebs bei minimal-invasiven Eingriffstechniken höher ist als bei offenen Operationen", berichtet Doz. Dr. Andreas Shamiyeh, Vorstand der 2. Chirurgischen Abteilung am Kepler Universitätsklinikum in Linz.

"Brauchte man früher vier bis fünf Öffnungen für die Schlüssellöcher, dringt man heute in hochspezialisierten Zentren auch bei Darmoperationen zunehmend über zwei winzige Öffnungen oder nur mehr durch den Nabel zum Operationsgebiet vor", erklärt Doz. Dr. Helmut Weiss, Chirurgievorstand am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Salzburg, wo bereits rund 4500 Eingriffe im Ober- oder Unterbauch durch den Nabel durchgeführt wurden. Doz. Weiss: "Diese verfeinerten Schlüssellochtechniken verursachen weniger Schmerzen, bergen ein noch geringeres Infektionsrisiko, lassen eine zügigere Erholung zu und bringen dennoch ein ebenso gutes Operationsergebnis wie eine offene Operation." Eine solche ist allerdings nach wie vor nötig, wenn der Tumor schon eine bestimmte Größe erreicht oder bereits auf andere innere Organe übergegriffen hat.

Sicherere Entfernung von Tumorgewebe

Liegt der Tumor im rechtsseitigen Dickdarmbereich, wird nicht nur das Darmrohr, sondern auch das umliegende Gefäßsystem samt Lymphbahnen und Fettgewebe sowie auch die erweiterten Lymphknoten außerhalb bis an die Bauchspeicheldrüse entfernt. Doz. Shamiyeh: "Mit dieser Operationstechnik – in der Fachsprache CME genannt – lassen sich zur Sicherheit des Patienten auch eventuell verstreute Krebsherde erfassen."

Nahezu null Blutverlust

"Durch schonendste Operationstechnik über den Weg besonders blutarmer Gewebeschichten verliert der Patient während dieser Operation – je nach Erfahrung des Chirurgen – nahezu kein oder gar kein Blut", berichtet Doz. Shamiyeh. Weiters kann man Patienten vor dem Eingriff so gut mit blutbildenden Nährstoffen vorbereiten, dass sich die Gabe von Blutkonserven erübrigt. Das Kepler Universitätsklinikum in Linz, das mit knapp 350 Darmkrebs-Eingriffen pro Jahr zu den führenden Zentren zählt, nimmt in punkto "Patient Blood Management" österreichweit eine anerkannte Vorreiterrolle ein.

Gut ausgebildete Chirurgen, innovative Medizintechnik

Kein oder nur minimaler Blutverlust bei sicherer Entfernung des Tumors aus dem Körper, und das alles nur über ein bis zwei kleine Öffnungen – was fast nach Zauberei klingt, wurde durch zwei Entwicklungen möglich: einerseits durch Chirurgen, die ausreichend viel Erfahrung mit diesen neuen Techniken haben und diese auch laufend weiter entwickeln; andererseits durch entsprechende Innovationen bei den verwendeten Instrumenten, wie z.B. besonders weiche und flexible Eintrittsschleusen (sogenannte High-Tech-Ports) für den Zugang zum Bauchraum (z.B. Octoport), die dem Chirurgen maximale Bewegungsfreiheit geben. Moderne, gewebeschonende Klammernahtgeräte helfen, die Schmerzen nach der Operation gering zu halten. Besonders reißfeste und flüssigkeitsdichte Bergebeutel verhindern, dass versehentlich kleine Mengen von Tumorgewebe im Körper verbleiben.

Als Betroffener sollte man sich gut informieren, wie viele derartige Operationen das Wunschspital durchführt und welche Techniken dort angewendet werden. Eine erste Orientierung bietet etwa die Website www.spitalkompass.at.

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