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Parodontose / Parodontalerkrankungen

Als "Parodont" bezeichnen Mediziner den Zahnhalteapparat, welcher jene mechanischen Einwirkungen auffangen soll, die beim Kauen entstehen (Druck, Kipp-, Drehbewegungen). Jeder Zahn ist durch diese Haltevorrichtung im Knochen befestigt bzw. elastisch aufgehängt. Siehe auch den Beitrag .

Zum Parodont zählen Desmodont (Wurzelhaut), das sind Bindegewebsfasern, die von zahlreichen Blutgefäßen und Nerven durchsetzt sind, weiters Alveolen-Innenkortikalis, Zement und Gingiva (Zahnfleisch). Unter Parodontalerkrankungen (Parodontopathien) versteht man nun Erkrankungen in diesem Bereich (Zahnfleisch, Zement, Knochenalveole oder Wurzelhaut), welche vor allem im Erwachsenenalter auftreten und äußerst häufig zu beobachten sind.

Zu diesen Parodontopathien zählen: Mundschleimhautentzündung (Gingivitis), (akut oder chronisch; apikal oder marginal), Abszesse, Zysten, nekrotische Parodontalerkrankungen, Parodontosen (Schwund des Parodonts), Schleimhautwucherungen sowie entwicklungsbedingte oder erworbene Deformitäten.

Nicht selten sind mangelhafte Zahnhygiene und Ausbildung von mikrobiellen Zahnbelägen (Plaques) verantwortlich für die Entstehung von Parodontalerkrankungen. Durch unzureichendes bzw. fehlendes Zähneputzen entsteht ein festhaftender Bakterienrasen, ein zäher und gelblich-grauer Zahnbelag, welcher zur Ausbildung einer Mundschleimhautentzündung führen kann. Die betroffene Schleimhaut ist vermehrt von Blutgefäßen durchsetzt und blutet daher häufig beim Zähneputzen. In weiterer Folge beteiligen sich auch tiefer liegende Anteile des Parodonts (vor allem Knochen und Bindegewebsfasern) am Entzündungsprozess. Irreversibler Knochenabbau und Zahnverlust sind mögliche Folgen.

Erste Anzeichen einer Parodontalerkrankung

  • Mundschleimhaut-Rötungen
  • Mundschleimhaut-Schwellungen
  • Häufiges Zahnfleischbluten beim Zähneputzen

Hilfe und vorbeugende Maßnahmen

  • Erlernen einer gründlichen und richtig durchgeführten Reinigung der Zähne und – wichtig! – der Zahnzwischenräume (mit Zahnseide)
  • Erfolgskontrolle mit Färbetabletten (zeigen an, ob der bakterielle Zahnbelag nicht adäquat entfernt wurde)
  • Professionelle Mundhygiene
  • Zahnsanierung
  • Regelmäßige zahnärztliche Kontrolle bzw. Nachsorge
  • Event. Chlorhexidin-Anwendung (nur vorübergehend; bei längerfristigem Gebrauch führt Chlorhexidin zu Nebenwirkungen, wie z.B. Zahnverfärbung, Geschmacksbeeinträchtigung oder Schleimhautabschuppung)
  • Event. Gabe eines Antibiotikums (selten – nur in schwerwiegenden Fällen)
  • Parodontalchirurgische Eingriffe

Lektorat dieser Seite durch
Dr. med. Simone Höfler-Speckner

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