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Vilnius

Der Legende nach wurde der Standort von Vilnius, die Hauptstadt von , anhand eines Traumes des damaligen Großfürsten bestimmt. Dort, wo die Neris und die Vilnia zusammenfließen, ließ sich damals der Herrscher des litauischen Staates zur Rast nieder und feuerte im Traum einen Pfeil auf einen eisernen Wolf ab, der markerschütternd laut heulte – wie hundert Wölfe zusammen. Der Pfeil prallte vom Kopf des Tieres ab und an dieser Stelle wurde Vilnius, die Hauptstadt Litauens errichtet.

Wie dem auch gewesen sein mag, es gilt als bewiesen, dass die Region bereits ab dem 4. vorchristlichen Jahrhundert besiedelt war. Im frühen Mittelalter bestand die Zusammensetzung der Bevölkerung aus Balten, Slawen und Juden. Die ersten Befestigungsanlagen wurden im 11. Jahrhundert errichtet.

Ab dem 15. Jahrhundert erlebte Vilnius dann eine Blüteperiode, welche aus der Allianz mit Polen resultierte. Im 18. Jahrhundert beendeten Kriege, Brände und Seuchen diese Epoche. Ab 1795 gehörte Litauen dann dem Russischen Kaiserreich an. Dies brachte viele Veränderungen für Vilnius mit sich. Zum einen wurde die Stadt zur Provinz-Hauptstadt degradiert, zum anderen wurde sie aber zum Zentrum der weißrussischen Kultur, in dessen Mitte eine der größten jüdischen Gemeinden Europas entstand ("Jerusalem des Nordens").

Im 20. Jahrhundert wurde Vilnius zu Spielball der Politik. Die Stadt gehörte abwechselnd einmal zu Polen, dann zu Deutschland und schließlich zur Sowjetunion. Besonders tragisch war die Besatzungszeit durch die Nazis, die in der Altstadt ein jüdisches Ghetto einrichteten. Die tristen Lebensumstände kosteten rund 100.000 jüdischen BewohnerInnen das Leben. Die jüdische Kulturleben erlosch.

Nach dem (also während der Sowjetischen Herrschaft) der litauische Bevölkerungsanteil in der Stadt. Die politischen Kräfte forcierten die Unabhängigkeit, was 1990 dann auch tatsächlich gelang. Vilnius wurde wieder zur Hauptstadt und wandelte sich rasant. Binnen weniger Jahre entwickelte sie sich zu einer aktiven und weltoffenen Stadt mit knapp mehr als 540.000 Einwohnern.

Die Altstadt wurde von der UNESCO zum erklärt. Mittlerweile ist Vilnius eine der meistbesuchten Städte in Osteuropa.

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Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

  • Bastei (Teil der Stadtmauer)
  • Bernsteinmuseum und Galerie
  • Burgturm am Gediminas-Berg
  • Drei Kreuze
  • Erzbischöfliche Basilika
  • Fernsehturm
  • Festivals (siehe )
  • Gaono-, Pilies-Straße, Stiklių- und Žydų-Straße
  • Gediminas-Turm
  • Gemäldegalerie
  • Großfürstliches Schloss Vilnius
  • Herrscherpalast des Großfürstentums Litauen
  • Kathedrale der Himmfelfahrt der Gottesmutter
  • Kirche St. Michael und St. Konstantin
  • Museum der Genozidopfer
  • Nationalmuseum
  • Präsidentenpalast
  • Rathaus
  • Sankt-Annen-Kirche
  • Sankt-Peter-und-Paul-Kirche
  • Sankt-Stanislaus-Kathedrale
  • Tor der Morgenröte
  • Universität
  • Užupis (ein Stadtteil am Rand der Altstadt von Vilnius)

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